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28.03.2018

"Roseanne" startet: Wie extrem die Serien-Stars abgespeckt haben

Die Komikerin brachte zu ihren schwersten Zeiten 150 Kilogramm auf die Waage.

Als zwei Schwergewichte wurden sie bekannt: Roseanne Barr und ihr TV-Ehemann John Goodman waren die Stars der Serie "Roseanne", die von 1988 bis 1997 produziert wurde.

Jo-Jo-Effekt trotz Magenbypass

Damals brachte die Schauspielerin 150 Kilogramm auf die Waage. Eine extreme Belastung für ihren Körper, die sie mit einer Magenverkleinerung loswerden wollte. 1998 ließ sich die Komikerin einen Magenbypass setzen. Die Kilos purzelten zunächst, doch dann gab's für Roseanne immer wieder den gefürchteten Jo-Jo-Effekt.

 

Erst seit 2011 schafft es der Serien-Star, nicht mehr zuzunehmen. Kurz vor dem Start einer neuen und viel beachteten Staffel von "Roseanne" (27. März in den USA) hat die Schauspielerin und bekennende Trump-Wählerin nun noch etwas mehr abgenommen.

Vegetarisches Essen und Schritte zählen

Was sie heute für eine dauerhaft schlanke Figur tut:

"Mehr bewegen, weniger essen", erklärte sie schon 2014 die einfache Regel, die sie endlich beherzigt. Jeden Tag zählt sie die Schritte, die sie macht. Auf ihrer riesigen Farm auf Hawaii hat sie genügend Platz dazu. Auch Stufensteigen soll bei Roseanne die Kilos purzeln lassen. Seit einigen Jahren ist der streitbare Comedy-Star sogar zu einem Fitness-Fan mutiert. "Ich wollte einfach gesund sein und keine Extra-Kilos mit mir herumschleppen."

Zu Essen gibt es deswegen nun vor allem vegetarische Speisen und keine Fertigprodukte. Steak und Burger hat sie durch Bio-Salate aller Art ersetzt. Um genug gute Kohlenhydrate und Eiweiß zu konsumieren, gibt's viel Tofu, Bohnen, Avocado und Nüsse.

 

Goodman - kein Zucker, kein Alkohol

Auch John Goodman hat in den vergangenen Jahren mehr als 50 Kilogramm verloren. Wie er das gemacht hat? Goodman treibt jetzt sechs Mal die Woche Sport, isst überhaupt keinen Zucker und trinkt keinen Alkohol mehr.

„Ich werde nie aussehen wie Paris Hilton – und die Sache mit dem Gewicht wird für den Rest meines Lebens ein Thema sein!“, erklärte der einstige 180-Kilo-Koloss über seinen neuen Fitness-Alltag, dank dem er auch sein Alkohol-Problem in den Griff bekommen hat.

Aus dem Archiv:

Was wurde aus den "Roseanne"-Stars?

Die Darsteller einst und heute.

Roseanne kommt zurück: Was aus den TV-Stars wurde

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Es wäre ein großer TV-Coup: Glaubt man Brancheninsidern, sollen 10 Jahre nach der letzten Ausstrahlung schon bald neue Folgen der Kult-Sitcom "Roseanne" gedreht werden. Fix mit an Bord seien bereits die Hauptdarsteller Roseanne Barr, John Goodman und Sara Gilbert. Die achtteilige Staffel soll derzeit mehreren Streamingdiensten und Sendern angeboten werden.

Mit "Roseanne" hielt 1988 die trashige Arbeiterfamilie Einzug ins TV-Universum.  Die Familienidylle à la "Bill Cosby Show" gab es hier nicht zu sehen. Stattdessen hatten sich Roseanne und Dan mit finanziellen Problemen und schwierigen Kindern herumzuplagen.

Der Schmäh kam dabei trotzdem nicht zu kurz. Die "White Trash"-Vorzeigefamilie hatte von 1988 bis 1997 eine große Fanschar um sich versammelt. Wir zeigen was aus Darlene, Becky, D.J. und allen anderen wurde.

John Goodman Die Serie "Roseanne" war sein großes Sprungbrett. 1993 gab es sogar einen Golden Globe für den besten Seriendarsteller. Als schwergewichtiger Bauarbeiter Dan Conner spielte er sich in die Herzen der Zuseher.

Die wollten auch nach Ende der Sitcom - in der Goodman an einem Herzinfarkt stirbt - mehr von ihm sehen.  Mit der Komödie "King Ralph" gelang ihm ein Überraschungshit, "Die Familie Feuerstein" war einer der erfolgreichsten Filme der Neunziger. Der ehemalige Football-Spieler ist außerdem Stamm-Schauspieler in den Filmen der Coen-Brüder.

Anfang der Nullerjahre wurde es aber langsam ruhiger um den Star, der immer mehr mit seinem Alkoholproblem zu kämpfen hatte. 2009 erklärte er, 30 Jahre Alkoholiker gewesen zu sein. Jack Daniels habe seine Erinnerungen zerstört. Seit 2007 ist er trocken und in den letzten Jahren klappt es auch wieder mit Rollen in Filmen wie "Argo" oder "Inside Llewyn Davis".

Roseanne Barr Gemeinsam mit Roseanne Barr gab er fast zehn Jahre lang ein kongeniales Witze-Duo ab. Die Hosen hatte dabei aber immer Barr an.

Die Exzentrikerin konnte sich in ihrer Rolle als Arbeiter-Frau Roseanne Conner richtig ausleben, auch weil Barr selbst als Drehbuchautorin und Produzentin agierte.

Im Laufe der Jahre machte sie mit ihren Beauty-OPs Schlagzeilen, deren Resulat man auch schon in der Serie beobachten konnte.

Roseanne hat zu fast allem etwas zu sagen. Sie beschwerte sich über die PR-Charitys von Brad Pitt und Angelina Jolie, wollte 2011 für das Präsidentenamt kandidieren und versuchte sich kurz als Moderatorin einer Talkshow - die allerdings floppte.

Drei Mal war Barr verheiratet, auch der "Roseanne"-Nebendarsteller und Produzent Tom Arnold war vier Jahre lang ihr Ehemann. Heute ist sie Anhängerin von Kabbalah und hat Gastauftritte in Serien wie "My Name is Earl" oder "The Office".

Estelle Parsons Die verhasste Mutter von Roseanne wurde von keiner Geringeren als Estelle Parsons gespielt. Schon 1967 hatte sie einen Oscar als beste Nebendarstellerin in "Bonnie & Clyde" gewonnen.

Die heute 89-Jährige ist noch immer am Broadway in Stücken wie "August: Osage County" (2008) und im TV ("Good Wife", 2013) zu sehen.

Sara Gilbert Die Grunge-Bewegung der Neunziger hatte mit Darlene Conner eine ehrenwerte TV-Vertretung. Als zweitälteste Tochter der Conners spielt sie lieber Basketball als sich für Jungs hübsch zu machen und ist bekannt für ihren morbiden Humor.

Nach ihrer Serien-Rolle hatte Sara Gilbert allerdings nur noch wenige Filmangebote. Nur mit "Poison Ivy – Die tödliche Umarmung" mit Drew Barrymore konnte sie 1992 einen Erfolg verzeichnen.

Sie arbeitet heute vor allem hinter der Kamera. Das Format "The Talk" produziert Gilbert, sie ist aber auch als Co-Moderatorin tätig. Dafür hat sie sich auch aus der Serie  "Big Bang Theory" schreiben lassen, in der sie kurz als Love Interest von Leonard (John Galecki) agierte.

Privat ist Gilbert mit der "4 Non Blondes" Sängerin Linda Perry liiert. 2014 haben die beiden geheiratet, 2015 bekamen sie ihren ersten Nachwuchs.

John Galecki Der schon erwähnte John Galecki hatte nicht nur als Physiker Leonard eine Vorliebe für Sara Gilbert. Auch in "Roseanne" spielte er ihren Freund David. Von der vierten bis zur letzten (neunten) Staffel war er mit von der Partie.

Danach gab es kleinere Rollen in Filmen wie "The Opposite of Sex" oder "Vanilla Sky". Einen Coup landete er mit der Rolle in "Big Bang Theory", die er seit 2007 inne hat. Er ergatterte die Hauptrolle - die Serie ist eine der Erfolgreichsten der letzten Jahre.

Glenn Quinn In "Roseanne" fungierte Glenn Quinn als sein Serienbruder Mark Healy, der mit Becky Conner liiert ist.

Quinn gehörte daraufhin zur Besetzung der Serie "Angel - Jäger der Finsternis". Auch einen Musikclub eröffnete der irische Schauspieler in L.A. Er hatte allerdings jahrelang schwere Drogenprobleme. 2002 starb Glenn Quinn an einer Überdosis Heroin.

Alicia Goranson Seine Freundin Becky wurde von zwei verschiedenen Schauspielerinnen gespielt. Zunächst übernahm Alicia Goranson die Rolle der ältesten Tochter der Conners. Sie stieg aber schon 1993 aus "Roseanne" aus, um mehr Zeit fürs College zu haben.

1995 kehrte sie als Becky wieder zurück, um nach einem Jahr abermals das Handtuch zu werfen. Sie lebt heute in New York. Bild: Alicia Gorason mit John Goodman 2008

Sarah Chalke Während Goranson studierte, sprang Sarah Chalke für sie ein. Auf die wechselnden Schauspielerinnen wurde in der Serie immer wieder angespielt.

Kurz nach dem Ende von "Roseanne" wurde die heute 36-Jährige für "Scrubs - die Anfänger" gecastet. Chalke spricht fließend Deutsch - ihre Mutter ist aus Rostock - was auch in "Scrubs" zu hören ist.

Nach der Arztserie war sie in "How I Met Your Mother", "Cougar Town" und "Mad Love" zu sehen. Seit 2006 ist sie mit einem Rechtsanwalt verlobt, 2009 brachte Chalke einen Sohn zur Welt.

Michael Fishman Als schüchterner Bub D. J. war der sechsjährige Michael Fishman 1988 gecastet worden. Zum Finale der Serie war er 16. Das Ende von "Roseanne" verkraftete der Teenager nur schwer, wie er selbst meinte. Er habe viele tolle Menschen am Set kennengelernt, die ihn geprägt hätten.

Danach arbeitete er als Sozialarbeiter mit Kindern - wo er auch seine Vorgesetzte kennen und lieben lernte. Vor einigen Jahren fand er ins Filmbiz zurück. Heute agiert er hauptsächlich hinter der Kamera. 2001 war er in Spielbergs "A. I. - Künstliche Intelligenz" zu sehen.

Laurie Metcalf Und dann hätten wir noch Tante Jackie. Laurie Metcalf gab Dauersingle Jackie, die ständig bei ihrer Schwester Roseanne herumhängt. Für ihre Rolle gewann sie drei Emmys.

Drei Kinder hat Metcalf - eine ihrer Schwangerschaften wurde auch in das Drehbuch von „Roseanne“ eingearbeitet.

Die wiederkehrende Rolle von Sheldon Coopers erzkatholischer Mutter in "Big Bang Theory" hat sie seit 2009 inne.

Außerdem engagiert sich Metcalf sehr für die Theaterszene in der Stadt Chicago.