Neue Heidi Klum-Doku: "Mach mich noch nicht jetzt gleich zur Großmutter"
Heidi Klum
Gründet Heidi Klum eine Model-Dynastie? Die 52-Jährige, die seit Jahrzehnten "Germany's Next Topmodel" sucht, hat den Laufsteg-Nachwuchs inzwischen auch in ihrer eigenen Familie gefunden. Tochter Leni (21) modelt, Sohn Henry (20) inzwischen auch und mit einer Dokumentation gibt es nun weiteren Rückenwind von der berühmten Mutter. ProSieben zeigt am kommenden Sonntag den ersten Teil von "On & Off the Catwalk", einen Zweiteiler über die drei Models aus der Klum-Dynastie.
"Jetzt wird es Zeit, den Weg gemeinsam zu gehen mit meinen Kindern Leni und Henry", sagt Heidi Klum darin. Teil zwei soll am 1. März ausgestrahlt werden.
"Neu. Exklusiv. Nahbar" ist die Dokumentation beschrieben. Zu sehen ist vor allem aber: Hochglanz. Und das auch hinter den Kulissen der glitzernden Model-Welt: Klum in Luxushotels beim "Fitting" genannten Anziehen, Mutter und Tochter im Hotelbett bei dem Versuch, eine Champagnerflasche zu öffnen, Sohn Henry aus ihrer Ehe mit Sänger Seal bei seinen ersten Gehversuchen als Model.
Für ein paar Momente fast nahbar hingegen wirkt die unverschämt attraktive Glamour-Familie, wenn Heidi Klum ihren Sohn etwa bittet: "Mach mich noch nicht jetzt gleich zur Großmutter", wenn Klum-Tochter Leni davon berichtet, dass ihre Mutter eine "Helikopter-Mum" sei, oder wenn Klum-Mutter Erna ihre berühmte Tochter ermahnt, sie solle auf dem roten Teppich den Bauch einziehen und Klum selbst erzählt, dass ihre Mutter ihr - generationsbedingt - noch nie gesagt hat, dass sie stolz ist auf ihre Tochter.
Klum: "Das sind die Wechseljahre"
Gleiches gilt, wenn Klum thematisiert, wie schwer es ist, die Kinder ziehen zu lassen oder welche Kommentare ihr entgegenschlagen, sobald Leute das, was sie auf roten Teppichen trägt, für unvorteilhaft halten. Sie habe eben nicht mehr die gleiche Figur wie mit 25 oder 30, sagt Klum dazu. "Ich bin einfach nur ein bisschen dicker als vorher. Das sind die Wechseljahre."
Dies wäre eigentlich ein guter Moment für ein paar kritische Worte über die ersten Staffeln ihrer "GNTM"-Show gewesen, in der es schon mal zum Skandal stilisiert wurde, wenn eine Modelanwärterin Pommes aß - mit Mayo! Inzwischen haben Klum und ProSieben sich das Modewort "Diversity" - also Vielfalt an Körperformen und -farben sowie beim Alter der Teilnehmer - auf die Fahnen geschrieben, aber das war eben nicht immer so.
Klum sieht sich als Opfer des Schlankheitswahns
Zwar thematisiert Klum den Schlankheitswahn in der Mode, sieht sich dabei aber in erster Linie als Opfer, weil auch ihr zu Beginn ihrer Karriere immer wieder gesagt worden sei, sie sei zu dick. Mit Kritikern wie dem Designer Karl Lagerfeld - der ja bekanntlich gerne betonte, in Paris kenne niemand die Klum - setzt sie sich in der Dokumentation auseinander. Zudem besucht sie auch ihren Ex-Kritiker und späteren "GNTM"-Kollegen Wolfgang Joop gemeinsam mit Mutter Erna und Schwarzwälder Kirschtorte.
Zu sehen ist auch, wie Klum von einer Modezeitschrift als Frau des Jahres ausgezeichnet wird oder Naomi Campbell ihr den Bambi überreicht. Das heimliche Motto der Doku: "Ich krieg' nicht immer, was ich mir wünsche. Aber oft schon."
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