Michaela May über Arbeit mit Ehemann Bernd: "Großes Vertrauen"

Auf das Lebensende blickt May gelassen. "Ich bin ein Mensch, der alles auf sich zukommen lässt", sagte sie im Jänner der Bunten.
Eine lächelnde Michaela May mit blonden Locken trägt ein schwarzes Kleid und einen roten Blazer.

Schauspielerin Michaela May ("Polizeiruf 110", "Ich will mein Glück zurück") war kürzlich in Hamburg in der Komödie Winterhuder Fährhaus an der Seite von Sigmar Solbach im Stück "Der Abschiedsbrief" zu sehen. Regie führte Mays Ehemann Bernd Schadewald. Auf die Frage, ob es Fluch oder Segen sei, mit dem Partner zu arbeiten, antwortete May diese Woche in der Sendung "Abendschau" des Senders BR: "Es ist vor allem großes Vertrauen." Schadewald könne sehr gut "führen" und "abstrahieren". Berufliches und Privates könnten sie gut trennen. 

Altersarmut auch für Schauspielerinnen ein Problem

Über die finanziellen Risiken ihres Berufs macht sich May keine Illusionen.  Sie selbst habe Glück gehabt, sagte die Schauspielerin im Jahr 2024 in einem PR-Interview für die ARD-Serie "Watzmann ermittelt" bei Dreharbeiten in Piding nahe Salzburg. "Ich muss ja nur in unsere Schauspielkreise schauen, dass gerade dann im Alter - man sieht es an Herrn Hoenig - dass das Geld vorne und hinten nicht reicht, weil keine Altersversicherung da ist in irgendeiner Weise", sagte May. "Wenn man da nicht früh genug dran denkt - wir verdienen ja auch mal ganz schön in den Hauptzeiten - dann sieht es hinterher böse aus."

Die drei wichtigen Dinge

Sie halte es, wie Autorin Elke Heidenreich es in ihrem Bestseller "Altern" beschreibe, sagte die Münchnerin May damals: "Man braucht einen gewissen Grundstock, um ruhig schlafen zu können. Aber mehr auch nicht. Man kann keine goldenen Löffel mitnehmen. Also am besten eine eigene Wohnung, für die man keine Miete bezahlen muss, gute Freunde und Gesundheit. Diese drei Dinge sind wichtig. Da darf man das Geld wirklich nicht kleinreden. Es ist im Alter wichtig, um sich einen sicheren Lebensabend leisten zu können."

Auf das Lebensende blickt May gelassen. "Ich bin ein Mensch, der alles auf sich zukommen lässt", sagte sie im Jänner der Bunten. "Ich habe mehr Angst vor einer Premiere als vor dem Tod." Dass jemand wie Gott schützend ihre Hand über sie halte, glaubt May trotz ihrer katholischen Erziehung nicht. "Der Jemand bin ich selbst." Doch die Schauspielerin ist überzeugt: "Wir alle versenden etwas, solange wir hier sind", sagte die 73-Jährige. "Das ist es, was wir hinterlassen: eine bestimmte Schwingung, die nachschwingt in Menschen, die dann kommen. Meine Kinder, meine vier Enkelkinder - in ihnen bleibt hoffentlich etwas von mir." 

Unter der Sonne geboren 

Doch noch genießt May das Leben mit ihrem Ehemann Schadewald. "Der Sinn des Lebens ist: leben!", findet sie. "Ich versuche, soweit es geht, jede Sekunde Freude zu haben. Ich glaube, ich bin unter der Sonne geboren und finde das Leben einfach wahnsinnig schön." Und sie zählt auf, was ihr besonders am Herzen liegt: "Ich freue mich, dass ich Liebe erfahre."

Kommentare