Lindsay Lohan braucht Schutz und Hilfe

US-Schauspielerin Lindsay Lohan bekommt richterlichen Schutz vor einem Stalker. Lohan steht noch unter Hausarrest, ihr aufdringlicher Fan muss mindestens 100 Meter Abstand halten.

US-Schauspielerin Lindsay Lohan (24) erhält richterlichen Schutz vor einem Stalker. Die nächsten beiden Jahre muss der aufdringliche Fan mindestens 100 Meter Abstand von der Schauspielerin halten. Dieses Urteil verhängte am Mittwoch ein Gericht in Los Angeles, berichtete der Internetdienst Tmz.com. Lohan war selbst nicht anwesend. Sie steht noch unter Hausarrest für den Diebstahl einer Goldkette im Jänner. Die 24-Jährige hatte das Kontaktverbot für den aufdringlichen Fan beantragt. Ihren Angaben nach verfolgt der Mann sie seit zwei Jahren. In den vergangenen Monaten habe er mehrere Male ihr Haus aufgesucht und sie mit mehr als 100 SMS-Nachrichten und Anrufen belästigt. Anfang Mai habe er ihre eine bedrohliche SMS geschickt, aus der hervorgehen soll, dass er sie sexuell belästigen wollte, machte Lohan in ihrem Antrag geltend. Die Polizei in Los Angeles wurde eingeschaltet. Der Mann sei möglicherweise schizophren, hieß es. Hintergrund: Lindsay Lohan trat nun ihren Hausarrest an, den sie wegen wegen Diebstahls einer Halskette aufgebrummt bekommen hatte. Das US-Starlet, das einmal auf dem Weg zum Star war, wurde Donnerstag Früh im Lynwood Gefängnis im US-Bundesstaat Kalifornien von der elektronischen Fußfessel befreit, anschließend habe sich die 24-Jährige in ihr Stadthaus im Nobelviertel Venice in Los Angeles begeben, berichtete people.com.

Die Geschichte: Lohan hatten vor gut zwei Wochen nach monatelangem Leugnen ... ... den Diebstahl der Kette gestanden und sich damit einen weiteren Prozess erspart. Das Starlet erhielt wegen Verstoßes gegen die Bewährungsauflagen in einem älteren Fall eine viermonatige Haftstrafe, die sie aber zu Hause absitzen darf. Laut people.com könnte der Hausarrest bereits nach zwei Wochen wegen guter Führung sowie der Budgetprobleme Kaliforniens beendet werden. Zu dem Gerichtstermin vor einigen Wochen war nur Lohans Anwältin Shawn Holley erschienen. Der verhandelte Fall betraf den Diebstahl Lohans im Jänner, wonach sie in einem Juweliergeschäft in Venice eine Halskette im Wert von 2500 Dollar (1765 Euro) mitgehen hatte lassen. Lange Zeit bestritt sie, die Kette gestohlen zu haben - allerdings gab sie sie erst zurück, als ihr eine Hausdurchsuchung durch die Polizei drohte. Lohan hatte schon mehrmals kurzzeitig hinter Gittern gesessen. Der einstige Jungstar kämpft seit Jahren mit Alkohol- und Drogenproblemen. Richterin Stephanie Sautner brummte der Schauspielerin eine dreijährige Bewährungsstrafe auf, ... ... zudem muss sie sich einer Therapie unterziehen und einen Kurs für straffällige Ladendiebe besuchen.

Damals sah es so aus, als käme Lohan aber nicht ganz um eine Gefängnisstrafe herum: Bereits Ende April hatte Sautner die Schauspielerin zu vier Monaten Haft und 480 Stunden Sozialdienst verdonnert, weil sie mit dem Diebstahl gegen Bewährungsauflagen von früheren Vergehen verstoßen hatte. Den Sozialdienst trat die Schauspielerin in einer Notunterkunft für Frauen in Los Angeles an. Von ihren 480 Strafstunden muss sie 120 Stunden in einem Leichenschauhaus mit Putzen und Müll aufsammeln abarbeiten, die restlichen in dem Frauenhaus. Wie der Internetdienst Tmz.com Anfang Mai berichtete, war Lohan am ersten Tag knapp drei Stunden beschäftigt. Zur Begründung für die Strafe sagte Richterin Stephanie Sautner, Lohan habe mit dem Diebstahl einer Goldkette gegen die Bewährungsauflagen in einem anderen Fall verstoßen. Sautner schickte Lohan direkt aus dem Gerichtssaal in das Frauengefängnis Lynwood, wo die Schauspielerin schon mehrere Mal hinter Gitter saß. Knapp fünf Stunden später kam Lohan in der Nacht zum Samstag zunächst wieder auf freien Fuß.

Lindsays Anwältin kündigte umgehend Berufung an. Es wird damit gerechnet, dass das Starlet gegen 75.000 Dollar (51.426 Euro) Kaution zunächst auf freiem Fuß bleibt. Lohan musste bereits zum wiederholten Male vor Gericht erscheinen. Der aktuelle Anlass ist eine Anklage wegen Diebstahls. Lohan soll am 22. Jänner in einem Schmuckladen eine Goldkette im Wert von 2500 Dollar gestohlen haben. Lohans Anwältin hatte bei der Anhörung am Karfreitag dafür plädiert, dass diese Anklage fallen gelassen wird. Dies lehnte Richterin Sautner jedoch ab. Allerdings reduzierte die Richterin den Tatvorwurf von einer schweren Straftat auf ein geringfügigeres Delikt. Für Lohan ein Vorteil, denn im Falle einer Verurteilung wäre die Haftzeit deutlich kürzer. Trotzdem mit bis zu einem Jahr hinter Gittern muss Lohan rechnen. Der Prozess soll am 3. Juni beginnen. Bei dem Gerichtstermin am Karfreitag kam unter anderem die Besitzerin des Schmuckgeschäfts zu Wort, in dem Lohan im vergangenen Jänner eine Goldkette gestohlen haben soll.

Dabei bemühte sich die Schauspielerin laut US-Medien noch um einen Aufschub, da der Prozess an einem christlichen Feiertag stattfand. Die Anhörung beim Superior Court in Los Angeles fand jedoch nach Auskunft der Staatsanwaltschaft planmäßig am Freitag Vormittag (Ortszeit) statt. Die zuständige Richterin musste entscheiden, ob es genügend Beweise für eine Straftat gibt, die einen Prozess rechtfertigen. Wegen früherer Vergehen unterliegt Lohan noch Bewährungsauflagen.

Im Bild: Lindsay Lohan mit Victoria Gotti. Die 24-Jährige soll eine Rolle in der Verfilmung der Familiengeschichte der Gottis übernehmen. Wenige Wochen vorher lehnte Lohan einen sogenannten "Plea Deal" ab, da sie sich lieber Geschworenen stellen wolle. Dieser "Deal" war ein Angebot der Staatsanwaltschaft in dem ein Schuldgeständnis gefordert wurde. Nach einer kurzen Gefängnisstrafe wäre die Sache für das Starlet beendet. Aber Lohan wollte nicht ins Gefängnis und plädierte auf "nicht schuldig".

Der Deal klingt zwar nicht verlockend, war aber in Lohans Fall zu empfehlen, da der 24-Jährigen bei einer Verurteilung drei Jahre Gefängnis drohen. Sie hofft aber lieber darauf, dass eine Jury ihrer Unschuld glaubt. Nicht Lohans einziges Problem: Kommt der Richter zu dem Schluss, dass Lohan gegen ihre Bewährungsauflagen verstieß - sie wurde zwei Mal mit Drogen am Steuer erwischt und bekam vier Jahre Bewährung - droht ihr ebenfalls Freiheitsentzug. Nachdem sie den "Plea Deal" ablehnte, kommt es zu einer Anhörung in der die Ankläger Beweise vorlegen, reichen die Beweise kommt es zum Prozess, berichtete people.com. Lohans Anwältin Shawn Holley ist zuversichtlich: "Ihre Mandatin habe von Anfang an ihre Unschuld beteuert." Viele hätten ihr geraten, einen "sicheren Weg" einzuschlagen und sich auf einen Deal mit der Staatsanwaltschaft einzulassen. "Wir sind zuversichtlich, dass eine Jury die Beweise anhört und sie dann freispricht", sagte Holley. Die nächste Gerichtsanhörung soll am 22. April stattfinden. Lindsay ist nicht die einzige aus der Lohan Familie, die viel Zeit vor Gericht verbringt. Auch ihr Vater Michael wurde wegen häuslicher Gewalt von seiner Ex-Freundin Kate Major angeklagt. Nicht genug, dass die Schauspielerin wegen Diebstahls einer Halskette angeklagt wurde, nun will der geschädigte Juwelier auch noch das Überwachungsvideo ins Internet stellen. Das könnte für die 24-Jährige peinlich werden, denn sie plädierte auf "Nicht schuldig". Laut dem "People"-Magazin, will die Firma Kamofie & Co. mit der Veröffentlichung des Bandes endlich die Spekulationen über den Tathergang beenden. In den US-Medien wird allerdings auch die Vermutung kolportiert, dass der Juwelier in Venice mit dem Video Gewinn machen, oder es zum Adressensammeln nutzen wolle. Zugang zu den Aufnahmen bekommt man nur, wenn man sich mit seiner E-Mail-Adresse auf http://necklacevideo.com/ registriert. Erst dann werden Interessierte darüber informiert, wann das Video ausgestrahlt werden soll. Vielleicht bringt die Veröffentlichung des Bandes der 24-Jährigen auch Glück im Unglück. Denn der Prozess gegen sie läuft gerade und die Frage ob dieses Beweisstück so einfach veröffentlicht werden darf ist nicht geklärt. Natürlich wirft es auch kein gutes Licht auf den Juwelier, der das Video laut "tmz.com" bereits gegen Entgelt an Medien verkauft haben soll. Zu wünschen wäre es der gebeutelten Lindsay Lohan, denn zumindest vom zuständigen Richter kann sie keine Gnade erhoffen: "In diesem Fall geht es um eine Gefängnisstrafe - Punkt", sagte Richter Keith Schwarz bei einer Gerichtsanhörung in Los Angeles. Auch wenn sich die 24-Jährige schuldig bekenne, werde er sie ins Gefängnis schicken, meinte Schwarz. Es gehe nur noch um die Frage der Haftdauer. Laut "tmz.com" soll das Starlet auf keinen Fall ins Gefängnis gehen wollen. Mehrere Anhörungen fanden bereits statt. Lohan schwieg und beriet sich lediglich mit ihrer Anwältin Shawn Holley. Anschließend verließ sie das Gericht, ohne auf die wartenden Reporter zu achten. Bei der ersten Anhörung vor Gericht hatte die 24-jährige Schauspielerin am 9. Februar auf nicht schuldig plädiert. Die Vorgeschichte: Lindsay Lohan soll am 22. Jänner in einem Juwelierladen in Los Angeles im Stadtteil Venice eine Halskette im Wert von 2.500 Dollar (1.830 Euro) gestohlen haben. Der Ladenbesitzer erstattete Anzeige. Lohan bestreitet nicht, die Kette genommen zu haben, versichert jedoch, es habe sich um eine "Leihgabe" gehandelt. Nach Zahlung einer Kaution von 20.000 Dollar (14.655 Euro) konnte die 24-Jährige vorerst auf freiem Fuß bleiben. Angeblich zeigt ein Überwachungsvideo eindeutig, wie Lohan das dünne, aber teure Kettchen anlegt - danach sei es weg gewesen. Als die Polizei in dem Fall ermittelte, war plötzlich eine Mitarbeiterin der Schauspielerin auf der Wache aufgetaucht und hatte das Schmuckstück zurückgegeben. Alles sei ein Missverständnis gewesen, Lohan habe die Kette ja nur probetragen wollen. Pech für die Schauspielerin, denn die Ermittlungen der Polizei wurden damit nicht beendet. Lohan steht nach wie vor unter Bewährung. Die Strafe wegen einer Trunkenheit am Steuer zieht sich seit Jahren hin, weil die Schauspielerin immer wieder gegen die Auflagen verstößt. Erst im Januar 2010 wurde die 24-Jährige aus einer Entzugsklinik entlassen. Ende Jänner machte Lohan außerdem Schlagzeilen mit einem geplanten Boxkampf. Die beiden Urmütter der It-Girls, Paris Hilton und Lindsay Lohan, sollen für die Unterstützung einer Antidrogen-Organisation in den Charity-Boxring steigen. Laut Damon Feldman, Geschäftsführer der Hollywood Boxing Federation soll der Schaukampf eine Million Dollar einbringen und einer Antidrogen-Organisation zugute kommen.

"Wir nennen es den Kampf der bösen Mädchen von Hollywood", so Feldman. Und Lohan könnte wieder einmal glaubhaft machen, dem Konsum von Alkohol und harten Drogen abschwören zu wollen. Trainiert werden könnte Lohan von ihrem Vater Michael Lohan (im Bild), der jüngst selbst Erfahrung im Showboxen für die Hollywood Boxing Federation gegen Comedian Danny Bonaduce gesammelt hat - und dabei den Sieg für sich beanspruchen konnte. Im Kampf der "bösen Hollywood Mädchen", müssten Lohan und Hilton im Prinzip nur drei Runden mit einer Länge von je einer Minute im Boxring überstehen um an die 500.000 US-Dollar für den guten Zweck zu kommen. Zudem, so Damon Feldman, würden die beiden Promi-Damen "große, ausgestopfte Boxhandschuhe" erhalten, damit den hübschen Gesichtern auch nichts passiere. Rückblick: Lindsay Lohan wurde erst Ende vergangenes Jahr aus der Betty Ford-Entzugsklinik entlassen und war prompt nach ihrer Entlassung erneut mit Drogenvorwürfen konfrontiert, die von ihrer Anwältin schärfstens dementiert wurden. Shawn Chapman Holley erklärte, die 24-jährige Schauspielerin habe während ihrer Behandlung in der Betty-Ford-Entzugsklinik weder Alkohol getrunken noch Drogen genommen. Sie habe mehrfach mit den Beratern und Ärzten dort gesprochen, aber nie sei angedeutet worden, "dass sie trank oder Drogen nahm".

Die Anwältin (Bild) reagierte mit seiner Stellungnahme auf im Internet veröffentlichten Berichte, ... ... nach denen Lohan während einer Auseinandersetzung mit einer Mitarbeiterin der Entzugsklinik unter dem Einfluss von Drogen standen. Aktuell steht Lohan immer noch unter Bewährung. Angefangen hatte das Gefängnis-Drama vor fast vier Jahren, Lohan war damals gleich zweimal mit Kokain in der Tasche und Alkohol am Steuer erwischt worden. Die Strafe: einige Stunden Gefängnis, drei Jahre auf Bewährung und Entziehungskuren. Wegen ständiger Vor- und Rückfälle hat sich die Zeit immer wieder verlängert. Erst im Dezember sorgte das Starlet mit einem handgreiflichen Streit für Schlagzeilen: Lohan soll mit einer Betreuerin in der Betty-Ford-Klinik aneinandergeraten sein. Nach Angaben des Internetdienstes TMZ stritt die 24-Jährige mit der Frau, letztlich habe es eine "physische Auseinandersetzung" gegeben. Kurz darauf hatte die Betreuerin gegen Lohan Anzeige erstattet. Dabei sah es im November noch ganz anders aus: Damals hatte ihre Mutter Dina Lohan (48) verraten, dass Lindsay sich ihre persönliche Reha-Erfahrung zu Nutzen machen und bald ein eigenes Rehabilitationszentrum eröffnen wolle. Dina Lohan erklärte in einem TV-Interview im amerikanischen Fernsehen, ihre berühmte Tochter wolle "ihre eigenen Einrichtungen eröffnen und anderen Kids helfen" – das berichtete zumindest das Online-Magazin RadarOnline.com. 

Im Bild: Lindsay und ihre Mutter Dina. Damit wäre Lindsay nicht das erste Mitglied des Familien-Clans, das solche Pläne schmiedet. Auch ihr Vater Michael Lohan (50), den die Blondine noch bis vor kurzem für ihre Probleme verantwortlich gemacht hatte, unterbreitete der Öffentlichkeit noch vor wenigen Monaten den Plan, eine entsprechende Einrichtung zu eröffnen. 

Zuvor wetterte er allerdings gegen die Methoden der Betty Ford Clinic und warf dem Personal vor, die Patienten zwar von ihrer Sucht zu befreien, sie im selben Zuge jedoch von verschreibungspflichtigen Medikamenten abhängig zu machen.

Im Bild: Michael Lohan bei Gericht. Er versuchte seine Tochter zu unterstützen. Michael Lohan liegt seit der Trennung von Dina im Jahr 2005 mit seiner Ex-Frau im Clinch. Die beiden werfen sich regelmäßig gegenseitig vor, einen schlechten Einfluss auf Lindsay zu haben. Jedoch hieß es kürzlich, Lindsay und ihr Vater hätten sich endlich versöhnt, wofür Dina sich im Interview mit der Today Show ausdrücklich aussprach und erklärte, eine gesündere Beziehung zwischen Vater und Tochter "absolut" zu unterstützen.

Sie erzählte weiter, dass der Aufenthalt in der Entzugsklinik Lindsay positiv verändert habe und sie in eine andere Person verwandelt habe.

Im Bild: Lindsay twittert zu Halloween. Die Mutter betonte außerdem, dass der Erfolg der Behandlung von nun an in den Händen ihrer Tochter liege. "Es ist eine lebenslange Reise", sagte sie weiter. "Es ist ihre Reise. Es liegt bei ihr." Ob diese Reise irgendwann in einer eigenen Entzugsklinik enden wird, steht noch in den Sternen. Bisher ist noch nicht einmal bekannt mit welchen Mitteln, der Lohan-Clan das persönliche Reha-Zentrum finanzieren will.
(KURIER.at, www.photopress.at (20), apa / spp, reis, lyk, cs, big, apa) Erstellt am
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