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Stars
07/10/2019

Kristin Davis "entsetzt" nach rassistischem Kommentar über Baby

Die "Sex and The City"-Darstellerin beschrieb unter Tränen, welche Benachteiligungen ihr Kind erfahren musste.

von Julia Parger

"Sex and the City"-Star Kristin Davis sprach darüber, wie sie es empfindet, als weiße Mutter zwei schwarze Kinder großzuziehen. Die Schauspielerin hat zwei Adoptivkinder: Tochter Gemma (7) und einen Baby-Sohn.

Es würde ihr besonders wehtun, nicht dieselben Erfahrungen wie ihre Kinder gemacht zu haben, erzählte Davis beim "Red Table Talk" mit Jada Pinkett Smith und Adrienne Banfield Norris.

Davis erinnert sich unter Tränen

Die 54-Jährige fuhr fort: "Als weiße Person, die (Anm.: zwei schwarze) Kinder adoptiert hat, kann ich sagen: Du kannst es nicht ganz verstehen. Daran ist kein Zweifel. Da ist kein Weg, dass du das könntest."

"Es ist ein Unterschied, ob andere Leute mit Rassismus konfrontiert sind oder ob es dein Kind ist. Und du das nicht selbst durchgemacht hast. Das ist ein großes Problem", fügte die Schauspielerin hinzu.

Schule zu Davis: "Wir sehen keine Hautfarbe"

Sie erinnerte sich unter Tränen an eine ihrer ersten Konfrontationen mit Rassismus, die sie als Muter eines schwarzen Kindes erlebte. Das Ganze habe sich ereignet, als Tochter Gemma noch ein Baby war. Damals war Davis "schockiert" von der Bemerkung Fremder, ihr Baby würde einmal "eine tolle Basketballspielerin" werden.

Ein anderes Mal habe Davis beobachtet, dass ein junges weißes Mädchen die Schaukel für ihre Freundin besetzte, obwohl Gemma bereits vorher darauf gewartet hatte, diese zu benutzen. Als die Schauspielerin daraufhin Hilfe bei den Verantwortlichen der Schule suchte, sei ihr lediglich erklärt worden: "Wir behandeln alle Kinder gleich. Wir sehen keine Hautfarbe."

"Das war ein harter Moment"

"Das war ein sehr harter Moment des Verstehens", sagte Davis. Sie fuhr dort: "Ich verstehe nicht, wie jede farbige Person das überstanden hat. Ich versteh nicht, wie man das jeden Tag aushalten kann."

"Es hat ein Feuer in mir entfacht, ich konnte es (Anm.: Rassismus) nicht mehr entspannt sehen", fuhr sie fort. "Aber ich werde nie schwarz sein, egal wie sehr ich mich anstrenge... Das ist die Wahrheit und die müssen wir akzeptieren. Deswegen werde ich nie dazu in der Lage sein, zu Gemma zu sagen 'Ich verstehe, wie du dich fühlst, weil es mir auch passiert ist.'"

Das sei "schmerzlich und hart" für die Schauspielerin. In Zukunft könnte Tochter Gemma jedoch bei ihrem kleinen Bruder Halt und Verständnis finden. Ihre Tochter habe Davis im Alter von fünf Jahren um ein Geschwisterchen gebeten: "Sie sagte 'Mami, ich würde mich so über einen schwarzen kleinen Bruder freuen'. Und ich sagte: 'Ich verstehe dich völlig, Baby.'" 

"Eines Tages war er dann da. Sie sagte: 'Da ist er.' Es war so schön. Und dann hielt und fütterte sie ihn. Sie ist einfach die beste große Schwester", so Davis.