Kevin Spacey entgeht Missbrauchsprozess in London
Kevin Spacey
US-Schauspieler Kevin Spacey entgeht durch außergerichtliche Einigungen einem Zivilprozess wegen sexueller Übergriffe in Großbritannien. Spacey habe sich außergerichtlich mit drei Männern geeinigt, berichtete am Mittwochabend die Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf eine Richteranordnung zur Einstellung des Verfahrens. Ursprünglich hätte in den drei Fällen im Oktober der Prozess gegen Spacey eröffnet werden sollen. Der 66-Jährige hat stets seine Schuldlosigkeit beteuert.
Sind Sie Opfer einer Straftat geworden? Informationen, kostenlose Beratung und Unterstützung erhalten Sie bei der Verbrechensopferhilfe WEISSER RING. Telefonberatung unter: 0800 112 112
Wenn Gewalt oder Missbrauch einen Ihrer Angehörigen, Bekannten, eine Schülerin oder einen Schüler betreffen, dann wenden Sie sich an die Beratungsstelle Die möwe.Telefonberatung unter: 01 532 15 15
Wenn Sie als Frau von Gewalt betroffen sind, wenden Sie sich an die Frauenhelpline. Die Beratungs- und Hilfsangebote sind kostenlos und das Team rund um die Uhr erreichbar. Telefonberatung unter: 0800 222 555
"Im gegenseitigen Einvernehmen werden alle weiteren Verfahren gegen den Beklagten in diesen Angelegenheiten ausgesetzt", hieß es in dem Richterspruch. Die zwischen den drei Männern und Spacey vereinbarten Bedingungen des außergerichtlichen Vergleichs - vor allem mögliche finanzielle Abmachungen - wurden nicht genannt.
Vorwurf der sexuellen Nötigung
Der Hollywoodstar war 2023 in einem von vier Männern angestrengten Strafprozess in London vom Vorwurf der sexuellen Nötigung freigesprochen worden. Zwei von ihnen reichten danach aber eine Zivilklage gegen ihn ein. Hinzu kam der britische Schauspieler Ruari Cannon, der dem Oscar-Preisträger ebenfalls sexuelle Übergriffe vorwarf. Es ging um mutmaßliche Taten zwischen 2004 und 2015, als Spacey künstlerischer Leiter am Londoner Theater Old Vic war.
Spacey war mit Filmen wie "Die üblichen Verdächtigen" und "American Beauty" bekannt geworden, für die er mit einem Oscar als bester Neben- beziehungsweise bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Der Hollywood-Star, der auch in der Serie "House of Cards" die Hauptrolle spielte, zählt zu einer Reihe von Stars, darunter Bill Cosby und R. Kelly, die sich im Zuge der #MeToo-Bewegung gegen sexualisierte Gewalt vor Gericht verantworten mussten.
Kommentare