Kate debütiert als Gastgeberin

Die britische Herzogin zeigt was sie kann und das ganz ohne Unterstützung der royalen Familie. Kurzfristig sprang sie für ihren Schwiegervater als Gastgeberin ein und bezauberte.

Kate als gefeierte Gastgeberin: Nach nur knapp einem halben Jahr durfte die Herzogin von Cambridge, so ihr offizieller Titel, Gastgeberin eines Charity-Dinners im Clarence House sein und das ganz alleine und unerwartet. Obwohl der Palast vor Kurzem bekannt gab, dass Kate bis 2012 nicht alleine an offiziellen Terminen teilnehmen werde, gibt es doch keine Regel ohne Ausnahme. Das Wohltätigkeitsessen stand ursprünglich unter Schirmherrschaft von Kates Schwiegervater Charles, doch der musste nach Saudi Arabien, um der Familie des verstorbenen Kronprinzen Sultan zu kondolieren. Für die 30 Gäste von Charles' Charity-Organisation "In Kind Direct" dürfte der kurzfristige royale Austausch des Gastgebers kein Verlust gewesen sein. Laut der Internetseite express.co.uk plauderte ein Hofsprecher aus, dass Charles Kate erst am Tag zuvor anrief und sie sehr glücklich war für ihn einzuspringen. Laut Augenzeugen verhielt sich die Herzogin äußerst professionell, fast so, als wäre sie dafür geboren. Catherine meisterte ihren ersten Alleingang souverän und elegant in einem mintfarbenem Abendkleid von Amanda Wakeley. Doch wie üblich kein Lob, ohne Neid. Britische Zeitungen unkten schnell, dass Kate bei ihrer dichten Mähne nachgeholfen hätte. Ein Missverständnis, denn die Herzogin hat eine fast acht Zentimeter lange Narbe, die von einer "Operation aufgrund einer Kindheitsverletzung" stammt, wie ein Sprecher des St. James Palastes verlautbarte. Wo war William?

Ursprünglich bat Prinz Charles seinen Sohn William für ihn einzuspringen, doch der hatte gerade Dienst als Royal Airforce Pilot. Hätte Fürstin Charlène diese Aufgabe ebenso gut bewältigt wie die britische Kollegin? 

Beide sind erst seit kurzem in den Adelsstand eingetreten und müssen sich seither immer wieder bei offiziellen Auftritten beweisen. Die Monegassin ist seit etwas mehr als 100 Tagen im Amt, die Britin ein bisschen länger. Wie haben sich die beiden bisher geschlagen und was könnten sie noch voneinander lernen? Beginnen wir bei der standesamtlichen Trauung von Charlène Wittstock und Fürst Albert von Monaco. Am 1. Juli traten die beiden in Anwesenheit von Freunden und Familie vor den Standesbeamten. Zuvor gab es wilde Spekulationen über Trennung, Zwangsehe, Entführung und vieles mehr. Schließlich heirateten beide doch, auch wenn ein leidenschaftlicher Kuss anders aussieht. Charlène wirkte schüchtern, glücklich, aber unentspannt. Tags darauf die kirchliche Trauung, auch hier eine sehr schüchterne Braut, der nur zögerlich ein Lächeln entlockt werden konnte. Ganz anders war es bei Kate Middleton. Sie war am 29. April 2011 bei ihrer Hochzeit mit dem britischen Prinzen William eine selbstsichere und strahlende Braut. Auch der Kuss war ein wenig leidenschaftlicher als in Monaco, zumindest wurde er, unüblich für Briten, sogar noch einmal wiederholt. Die Monegassen küssten einander allerdings öfter. Nach abgeschlossener Trauung und Kuss gab es ein strahlendes Brautpaar, dem das Glück ins Gesicht geschrieben war. In Monaco verließ das Brautpaar die Kirche mit Anspannung, aber vor Stolz geschwellter Brust. Abends wurde noch fleißig weitergefeiert. Braut und Bräutigam klammerten sich demonstrativ aneinander und versuchten damit wohl alle Trennungsgerüchte, die es kurz vor der Hochzeit gab, aus der Welt zu schaffen. Daher muss man sagen: Charlène meisterte ihre Hochzeit gut, wenn auch ein wenig gestresst. Danach ging es weiter auf Hochzeitsreise nach Südafrika. Auch von dort kamen Trennungsgerüchte. Das Brautpaar verbrachte einen Teil der Flitterwochen getrennt. Doch die getrennten Betten hatten einen Grund: Albert hatte viele Termine und nächtigte daher in einem anderen Hotel, das näher bei seinen Verpflichtungen lag. Als die beiden jedoch wieder in Monaco waren, wirkten sie entspannt und verliebt. In Punkto Entspannung können Charlène und Albert noch einiges von ihren jüngeren Adelskollegen lernen: Hier ein Flitterwochenfoto von William und Kate in Kanada. Dort besuchten die beiden ein Rodeo, spielten Indianer und amüsierten sich bei ihrem ersten offiziellen Auslandsbesuch köstlich. Kate war sympathisch, aufmerksam und lächelte viel, sie schien sich in ihre neue Rolle als Frau des möglichen Thronfolgers perfekt eingelebt zu haben. Charlène tat sich beim Einfügen in die Rolle anfangs schwerer. Das Lächeln wirkte oft gezwungen, doch je mehr Auftritte die 33-Jährige absolvierte, umso sicherer wurde sie. Das erste Mal wirklich strahlend lächelte Monacos neue Landesmutter beim Rot-Kreuz-Ball in Monte Carlo. Perfekt gestylt, dieses Mal in einem pinkfarbenen Kleid, präsentierte sich Charlène wunderschön und selbstsicher. Danach konnte man die neue Fürstin immer öfter lächeln sehen und vor allem losgelöst. Sie wird langsam zum Profi, auch wenn sie erst vor kurzem zugab, dass sie noch viel zu lernen habe. In einem Interview mit dem Daily Telegraph meinte sie: "Ich lerne noch." Dies gelte auch für die französische Sprache, mit der sie sich aber "Schritt für Schritt" anfreunde. Sie könne sich durchaus vorstellen, dass ihre Pflichten für das Fürstenhaus ein Ganztagsjob werden, sagte Charlène. Im Moment nehme sie sich aber noch eine Auszeit, um die Umstellung von ihrem früheren Leben zu meistern: "Ich war eine Olympia-Schwimmerin. Ich lebte in einem Badeanzug." Zu lernen hatte auch Kate Middleton, sie schien auf vieles jedoch schon vor ihrer Hochzeit vorbereitet worden zu sein. Die 29-Jährige wirkt bislang in allen Dingen sehr sicher. Im Gegensatz zu der Monegassin ist Kate noch auf der Suche nach ihrer Profession. Sie möchte sich wohltätig engagieren. Ob es ein Ganztagsjob wird oder nicht, ist noch nicht klar. In Punkto Mode stehen die beiden einander in nichts nach. Vor kurzem besuchte die ehemalige Südafrikanerin die Pariser Fashion Week und saß in der ersten Reihe mit Vogue-Chefin Anna Wintour. Ihr Lieblingsdesigner ist Giorgio Armani und sie bevorzugt einen klassisch-einfachen Stil mit durchaus figurbetonten und sexy Elementen. Sehr oft ist sie in Grau gekleidet, doch in den vergangenen Monaten bewies sie Mut zur Farbe. Ähnlich bei Herzogin Kate. Sie liebt einen schlichten, klassischen Stil, der ihre sportliche Silhouette unterstreicht. Sie zeigt gerne Bein und bevorzugt Pastell- und Blautöne. Es scheint also, als könnte Charlène in sehr vielen Punkten von ihrer jüngeren Kollegin noch etwas lernen, jedoch in einem Punkt sind die Monegassen den Briten haushoch überlegen ... ... im Zärtlichkeiten austauschen. Charlène und Albert zeigen sich in der Öffentlichkeit stets verliebt, halten Händchen und berühren einander. Prinz William und Catherine hingegen, kommen nur sehr selten aneinander an. Diese Bilder gehören zu den wenigen, auf denen sich die beiden berühren. Charlène präsentierte sich in den vergangenen Wochen immer lockerer und fröhlicher, doch ... ... wir wünschen Charlène, dass sie auch bald so herzlich lachen kann, wie Kate. Denn mit ihrem Lächeln hält sich die ehemalige Schwimmerin noch sehr zurück. Aber sie hat ja noch ein wenig Zeit, schließlich ist sie noch nicht so lange im Dienst und stand nicht so viele Jahre wie Kate im Blickpunkt der Öffentlichkeit. 

Am Schluss kann gesagt werden: Kate ist zwar jünger, aber in ihrer Funktion als Neu-Adelige versierter als Charlène.
(KURIER.at / Lydia Kozich, Bilder: www.photopress.at (27)) Erstellt am
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