Josh Hutcherson: "Überwiegend heterosexuell"

Der "Tribute von Panem"-Star schließt Beziehungen mit Männern nicht aus.

US-Schauspieler Josh Hutcherson will sich bei seiner sexuellen Orientierung nicht festlegen. In einem Interview mit dem Magazin Out bezeichnete er sich als "überwiegend heterosexuell". "Ich könnte momentan vielleicht sagen, ich bin zu 100 Prozent hetero. Aber wer weiß? In einem Jahr könnte ich einen Typen treffen, zu dem ich mich hingezogen fühle". Er habe in seinem Leben schon oft Männer getroffen, die er gutaussehend finde, aber: "Es war nie so, dass ich sie küssen wollte. Ich liebe wirklich Frauen. Aber sich zu 100 Prozent als irgendetwas zu definieren, finde ich etwas kurzsichtig und engstirnig", erklärte Hutcherson. Der Teenie-Star spielt neben Liam Hemsworth (23) und Jennifer Lawrence (23) die Hauptrolle in den Bestseller-Verfilmungen "Die Tribute von Panem". Mit seiner Offenheit gegenüber dem eigenen Geschlecht steht der 21-jährige Hutcherson nicht alleine da, auch Schauspielerin Zoe Saldana platzte kürzlich mit einem überraschenden Statement heraus: "Ich könnte auch mit einer Frau Kinder großziehen, so androgyn wie ich bin", erklärte sie der Zeitschrift Allure. War dieser Satz also ein indirektes Outing ihrer Bisexualität? Auch Sängerin Kesha liebt nicht nur Männer, sondern auch Frauen. Das sagte sie in einem Interview der US-Zeitschrift Seventeen. "Ich liebe nicht nur Männer. Ich liebe Menschen", wird die 26-Jährige in einem Auszug aus dem Interview auf der Webseite des Magazins zitiert. Sie fühle sich von Persönlchkeiten angezogen und unterschiede dabei nicht zwischen Geschlecht. Kesha war 2009 mit ihrem Hit "Tik Tok" berühmt geworden und provoziert gerne mit pikanten Sagern. Die Bisexualität löst im Showbusiness offensichtlich Kontroversen aus. Mehr als alle anderen Stars hat Madonna an diesem gesellschaftlichen Tabu gerüttelt. Man erinnere sich nur an die Knutscherei mit Britney Spears und Christina Aguilera bei den MTV Awards 2003. Dieses Liebäugeln - wenn es auch kurzweilig ist - mit dem eigenen Geschlecht passt zum Image der Pop-Queen. In ihrer langen Karriere hat sie schon alles ausprobiert. Unterhalten muss man den Fan ständig - egal wie. Völlig ernst war hingegen Schauspielerin Anna Paquin, als sie sich vor zwei Jahren in einer Videobotschaft bisexuell outete. Allen Skeptikern zum Trotz hindert Ihre sexuelle Orientierung sie nicht daran, ein "normales" Familienleben zu führen. Vor etwas mehr als einem Jahr wurden sie und ihr Serienkollege und Ehemann Stephen Moyer Eltern von Zwillingen. David Bowie sprach von seiner Bisexualität in den Siebzigern, als die meisten nicht mal eine Vorstellung davon hatten, was sich hinter diesem Begriff verbergen könnte. Der Musiker verheimlichte seine damaligen Affären mit männlichen Liebhabern nicht, Namen wie Iggy Pop oder Mick Jagger brachte allerdings nicht er, sondern andere ins Spiel. Auch Hollywood-Legende Marlon Brando machte aus seinen bisexuellen Abenteuern kein Geheimnis. Unter seinen gleichgeschlechtlichen Partnern waren einige prominente Herrschaften. Das kam allerdings erst spät ans Licht der Öffentlichkeit. So outete Brando in einem posthum veröffentlichten Interview seinen 2008 verstorbenen Kollegen Paul Newman als bisexuell. Demnach hatte Newman während seiner zwei Ehen ständig Affären mit Damen wie Grace Kelly, Natalie Wood, Marilyn Monroe - aber auch einem gewissen James Dean.
(KURIER, apa) Erstellt am
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