Herbert Grönemeyer: Sternzeichen Widder sind Kindsköpfe
Herbert Grönemeyer
Herbert Grönemeyer arbeitet gerade an einer neuen Platte. "Der Plan ist, dass sie Ende des Jahres oder Anfang 2027 kommt", sagte der erfolgreiche deutsche Musiker im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Außerdem würde er gerne übernächstes Jahr anfangen, eine Oper zu schreiben. "Ich habe einen sehr schönen, sehr traurigen Stoff", ließ der Sänger, der am 12. April seinen 70. Geburtstag feiert, aufhorchen.
Grönemeyer: "Ich glaube, der Kopf braucht Futter"
Auf die Frage, ob er sich als rastlosen Menschen bezeichnen würde, entgegnete Grönemeyer: "Ich bin Sternzeichen Widder. Das sind die Kindsköpfe, aber es sind auch die Feuerzeichen. Ich glaube, der Kopf braucht Futter im Sinne von: Was fällt dir ein? Was kannst du machen? Das begleitet mich mein ganzes Leben. Ich habe immer schon auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig getanzt. Früher habe ich in Bands gespielt, drei verschiedene Sportarten gemacht: Basketball, Tennis, Fußball. Und ich bin auch aufgetreten. Ich kenne das gar nicht anders, dass immer was passiert, aber natürlich diktiert einem das Alter einen anderen Rhythmus.
"Optisch zu altern ist nicht das Allereinfachste"
Mit Langeweile könne er trotzdem gut umgehen. "Ich bin ein Meister des Müßiggangs. Ich kann sehr gut rumhängen. Ich kann gut sitzen und vor mich hin sinnieren, stundenlang. Vor Auftritten sei er aber immer noch nervös. "Man hat schon Lampenfieber. Wie schafft man das? Ist man noch attraktiv? Hält die Stimme? Da kommen viele Komponenten zusammen. Das ist wie ein Date: Man verabredet sich neu mit dem Publikum. Die Unwägbarkeiten werden im Alter aber größer. Früher war man ungestümer. Heute denke ich über viele Faktoren nach - zum Beispiel, wenn man sich selbst auf dem Screen sieht. Optisch zu altern ist generell nicht das Allereinfachste, aber in meinem Falle altert man eben auch öffentlich. Das ist für die eigene Eitelkeit und das Selbstverständnis natürlich ein Prozess, an den man sich gewöhnen muss", so Grönemeyer zur dpa.
Für sein letztes Lebensdrittel wünscht sich der Schöpfer von Hits wie "Bochum", "Männer", "Flugzeuge im Bauch" oder "Mensch" eine "gewisse tänzerische Leichtigkeit, dass ich beweglich bleibe, auch körperlich". "Schade wäre, wenn man merkt, es stellt sich Stillstand ein, auch künstlerisch. Ich habe gerade erst Dirigieren gelernt und werde nächstes Jahr wieder Konzerte als Dirigent spielen", kündigte Grönemeyer an.
Der Musikstar geht im kommenden Jahr außerdem auf große Tour. Der Auftakt findet Ende Mai 2027 in Kiel statt. Am 10. Juni 2027 tritt "Gröni" in der Wiener Stadthalle auf. Dort hatte er erst im vergangenen Februar eine ausverkaufte Unplugged-Show im Zuge seiner "Mittendrin - Akustisch"-Tour gespielt.
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