Golden Globes: Amanda Seyfried dabei erwischt, wie sie Stars verhöhnte
Amanda Seyfried
Bei der 83. Verleihung der Golden Globes in Los Angeles wurden bei einem großen Staraufgebot auch dieses Jahr in 27 Film- und Fernsehkategorien Preise vergeben.
Timothée Chalamet und Rose Byrne wurden als beste Hauptdarsteller in einer Komödie ausgezeichnet. Stellan Skarsgård und Teyana Taylor wurden als beste Nebendarsteller gekürt.
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Amanda Seyfrieds enttäuschte Reaktion ging viral
Viele gingen trotz großer Hoffnungen leer aus. Darunter auch Amanda Seyfried, die in der großen Galanacht aber den Eindruck einer schlechten Verliererin machte.
Die Schauspielerin sorgte bei den Golden Globes 2026 für Aufsehen, nachdem Kameras einige ihrer Reaktionen während der Bekanntgabe der wichtigsten Schauspielpreise eingefangen hatten.
So wirkte Seyfried sichtlich enttäuscht, als der Preis für die Beste Hauptdarstellerin in einem Spielfilm an Rose Byrne und nicht an sie ging.
Ihre Reaktion ging in den sozialen Medien viral. In einem Video ist zu sehen, wie die 40-Jährige, die für "The Testament of Ann Lee" nominiert war, das Gesicht verzieht, bevor sie sich ein Lächeln abzwingt, klatscht und aufsteht, um der Gewinnerin zu applaudieren.
Im Internet wurde Seyfrieds Verhalten von Zuschauern unter anderem als trotzig interpretiert. Andere wiederum gehen davon aus, dass die Schauspielerin bereits im Vorhinein davon ausging, keine Chance auf einen Award zu haben.
Körpersprache-Expertin über Seyfrieds Reaktion
Körperspracheexpertin Judi James bietet gegenüber der Daily Mail jedoch eine differenziertere Sichtweise. Sie erklärte, dass Ehrlichkeit bei Filmpreisverleihungen heute oft die aufgesetzte Freude ersetze.
"Es gibt zwei gegensätzliche Arten, auf eine verpasste Auszeichnung zu reagieren, wenn man weiß, dass man im Splitscreen zu sehen ist", erklärte James. "Die altmodische Methode, die einige der anderen Nominierten in dieser Reaktionsaufnahme anwenden, besteht darin, übertriebene Freudengesten mit übertriebener Körpersprache zu zeigen und so zu tun, als hätten sie gerade gewonnen – mit Schreien und aufgesetztem Grinsen."
Dies habe sich in den vergangenen Jahren geändert. Die Promis würden sich inzwischen authentischer präsentieren.
"In letzter Zeit lässt sich jedoch eine wachsende Tendenz beobachten, die ehrlichen Emotionen einer Niederlage als eine Art Witz darzustellen oder auszuleben", sagte James. "Prominente zeigen heutzutage oft Anzeichen von komödiantischer Verärgerung oder Wut über eine Niederlage, anstatt Freude vorzutäuschen."
James deutet Seyfrieds Grimasse eher spielerisch als wirklich verärgert. "Amandas Gesichtsausdruck deutet darauf hin, dass sie mit der Grimasse scherzte", sagte sie. "Anders als die anderen im Splitscreen setzt sie kein grinsendes 'Verlierergesicht‘' auf, sondern senkt den Blick, bevor der Gewinner verkündet wird. Das lässt vermuten, dass sie nicht vorhatte, auf gespielte Bravour zu setzen."
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