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Stars
10/01/2012

Dumpfbacken im TV - einst und heute

Christina Applegate und Matt LeBlanc haben mit ihren Paraderollen der Kelly Bundy bzw. des Joey Tribbiani Geschichte geschrieben. Doch, was machen sie heute?

von Mirad Odobasic

Bei allem Respekt für alle anderen Serien-Dumpfbacken: Kelly Bundy ist die unumstrittene Nummer eins.

Elf Staffeln lang mimt Christina Applegate in der Kult-Sitcom "Eine schrecklich nette Familie" (Original: "Married with Children") die Tochter des legendären Schuhverkäufers Al Bundy, der sie liebevoll "Dumpfbacke" nennt. Kelly ist der gespielte Blondinenwitz schlechthin.

Gut 15 Jahre nach der Entstehung der letzten Folgen hat Applegate, die inzwischen auch den Brustkrebs besiegt hatte, den "Kelly"-Ruf abgeschüttelt. Die 40-Jährige spielte in diversen Filmen mit und belegte die Hauptrolle in der Comedyserie "Samantha Who?", die ihr einige Preisnominierungen einbrachte. Aktuell ist sie in der Comedyserie "Up All Night" zu sehen.

Die Serie "Friends" wäre um einiges fader gewesen, gäbe es darin nicht einen Typen, der auf den Namen Joseph "Joey" Francis Tribbiani hört (rechts unten).

Vor der Leistung des Machos, der mit Anmachsprüchen mit hohem Fremdschämfaktor die Frauen ins Bett zu locken versucht, sollte man den Hut ziehen. In Sachen Dummheit toppt er sogar seine Serienkollegin Phoebe Buffay-Hannigan (gespielt von Lisa Kudrow, 2. von re. unten), die mit ihren Sagern immer wieder für Kopfschütteln sorgt.

Zehn Jahre lang verkörperte Matt LeBlanc Joey Tribbiani. Anschließend erhielt der Charakter sogar eine eigene Serie, die mäßig erfolgreich war und nach zwei Staffeln abgesetzt wurde. Nachdem LeBlancs Versuch, sich im Kino zu etablieren misslang, kehrte der 45-Jährige ins Seriengeschäft zurück. Zur Zeit ist er in der Comedy-Sitcom "Episodes" zu sehen.

Cosmo Kramer (li.) ist die beliebteste Figur in der kultigen Serie "Seinfeld". Der gegenüber von Jerry (Hauptfigur) wohnende Typ mit zerzausten Haaren und kuriosem Kleidungsstil verhält sich so, als ob sein Hauptwohnsitz Jerrys Appartement wäre - platzt völlig unangemeldet rein, bedient sich an dessen Kühlschrank ... Allein seine bloße Erscheinung zaubert ein Lächeln auf den Lippen, von seiner naiven und dümmlichen Art wollen wir erst gar nicht sprechen.

Fast ein Jahrzehnt lang gab Michael Richards den lustigen Kramer. Danach lief nicht viel zusammen beim mittlerweile 63-Jährigen. Seine "The Michael Richards Show" floppte, 2007 sorgte er mit einer rassistischen Hasstirade im US-Comedy-Club "The Laugh Factory" für einen Skandal. Das war Kramer aber gar nicht ähnlich.

In der Serie "Die wilden Siebziger" sorgt der von seinem Aussehen überzeugte, aber auch etwas unterbelichtete Michael Kelso (Mi.) für die meisten Lacher.

Kelso ist ein Jahr älter als der Rest der Clique. Das kommt davon, dass er die erste Schulklasse wiederholen musste. 

Was aus Kelso-Darsteller Ashton Kutcher geworden ist, weiß inzwischen die ganze Welt. Wer`s immer noch nicht weiß, der soll nach Demi Moore googeln.

Brad Garrett poses with his award backstage at the 57th annual Prime Time Emmy Awards in Los Angeles September 18, 2005. Negotiations for a ÓRay#212; sp2; spinoff revolving around Garrettñ#241ebegone chae character, Robert Barone, his wife and in-laws

Obwohl Robert vier Jahre älter ist als Ray, verhält er sich wie sein gefühlte zehn Jahre jüngerer Bruder, dessen Naivität in keiner Situation zu übersehen ist. Und das hat nichts damit zu tun, dass er ein Polizist ist.

Garrett schaffte im Gegensatz zu vielen Serienstars den Sprung auf die Kino-Leinwand. Neben seinen Auftritten in Filmen überzeugt der 2,04 m große Schauspieler auch als Synchronsprecher.

Reese (li.) ist der zweitälteste Sohn in der Comedyserie "Malcolm mittendrin". Sein IQ ist deutlich niedriger als der seiner drei Brüder, dafür zeichnet er sich ein rücksichtsloser Raufbold. Sprüche wie "Das kann kein Porno sein, da spielen keine Frauen mit" sind sein Markenzeichen.

Der heute 26 Jahre alte Justin Berfield hat nach "Malcolm mittendrin" auch in der Serie "Sons of Tucson" gespielt. Derzeit verdient er sein Geld als Chief Creative Officer bei Virgin Produced, einer Tochtergesellschaft der Virgin Group, die Serien und Filme produziert. 

Adrian Monk ist der weltbeste Detektiv, Lieutenant Randall "Randy" Disher (re.) vielleicht der dämlichste Polizist in San Francisco.

Disher schleimt sich ständig bei seinem Boss Captain Leland Stottlemeyer (Mi.) ein, trifft dabei ein ums andere Mal in Fettnäpfchen. Jason Gray-Stanford alias Randy Disher baute sich parallel zu "Monk" eine beachtliche Karriere auf. 2013 wird er unter anderem an der Seite von Ed Harris und David Duchovny im Thriller "Phantom" im Kino zu sehen sein.

Dr. Todd Quinlan läuft stets ärmellos durchs Sacred Heart Hospital, gibt und verlangt von seinen Kollegen andauernd High fives und hat eigentlich nur Sex im Kopf. "The Todd" ist ein ziemlich hirnloser Chirurg in der Serie "Scrubs".

Gespielt wird Todd von Robert Maschio, der sich vor seiner schauspielerischen Karriere einen Namen als Stand-Up-Komiker gemacht hatte. Nach "Scrubs" hatte er noch zwei Nebenrollen in kleineren Produktionen - mehr aber auch nicht.

Hilary Violet Banks (3. vo. li.) ist die älteste Tochter der Familie Banks und somit eine Cousine von Will Smith in der Serie "Der Prinz von Bel-Air". Die verwöhnte Hilary ist eine richtige Nervensäge, die außer blöden Sprüchen wenig zu bieten hat. 

Karyn Parsons spielt die Cousine von Fresh Prince sechs Staffeln lang. Heute ist die Schauspielerin 45 Jahre alt. Hinter sich hat sie einige Gastauftritte in Serien wie "Melrose Place" und in Kino-Filmen wie "Auf Kriegsfuß mit Major Payne" (Bild), doch der große Erfolg blieb aus.

Randall "Randy" Hickey ist ein Grenzfall - der jüngere Bruder von Earl steht an der Grenze zur geistigen Behinderung. Die Erfolgsserie "My Name Is Earl" lebt aber auch teilweise von Randys naiv-kindlichem Charakter.

Ethan Suplee hatte vor dieser Rolle schon in dem einen oder anderen Kino-Hit mitgewirkt ("American History X", "Blow", "Unterwegs nach Cold Mountain"). 2013 werden wir ihn neben Leonardo DiCaprio in "The Wolf of Wall Street" bewundern können.

Jason Stackhouse spielt in "True Blood" den älteren Bruder der Hauptfigur Sookie. Jason ist ein ziemlich selbstverliebter Egozentriker und nicht wirklich der Schlauste. Was andere von ihm halten, zeigt ein Dialog zwischen ihm und seiner Großmutter. Jason: "Großmutter, musste das sein, dass du mich vor ihm wie einen Trottel dastehen lässt?" Oma: "Dafür sorgst du schon selber".

Ryan Kwanten, der in seiner australischen Heimat den Ruf eines Sexsymbols genießt, ist richtig im Kommen. Nächstes Jahr kommt "Hands of Stone", ein Streifen in dem Kwanten mit keinem geringeren als Robert De Niro spielen darf.

In "Gilmore Girls" gibt es einige Sachen, die dem neutralen Beobachter richtig auf die Nerven gehen könnten - so zum Beispiel die beiden Hauptdarstellerinnen, die niemals den Mund zuhalten. Oder Kirk, der Provinznest-Depp, der das Gute will, aber immer wieder in den Fettnapf tritt.

Sean Gunn heißt der Mann, der Kirk spielt. Nach dem Serienende konnte sich Gunn in Hollywood nicht einen prägenden Namen machen. Ein paar Gastauftritte in diversen Serien und eine kleinere Filmrolle stehen zu Buche. Was nicht ist, kann ja noch werden.

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