© APA/AFP/ANGELA WEISS

Stars
04/01/2021

Drei ihrer Kinder verstorben: Mia Farrow wehrt sich gegen "bösartige" Gerüchte

Mia Farrow hat sich auf Twitter zum Tod ihrer drei Kinder geäußert.

Schauspielerin Mia Farrow hat sich zum Tod ihrer drei verstorbenen Adoptivkinder Tam, Lark und Thaddeus geäußert. Die 76-Jährige teilte am Mittwoch auf Twitter eine lange Erklärung, um "bösartige Gerüchte" anzusprechen, von denen sie sagte, sie seien kürzlich im Umlauf gewesen.

Mia Farrow äußert sich zum Tod ihrer Kinder

"Als Mutter von vierzehn Kindern bedeutet mir meine Familie alles", begann Farrow. "Während ich mich für eine Karriere entschieden habe, die mich in die Öffentlichkeit geführt hat, haben sich die meisten meiner Kinder für ein sehr privates Leben entschieden."

Farrow erklärte, dass sie in ihren Beiträgen in den sozialen Medien "selektiv" sei, um den Wunsch ihrer Kinder, privat zu bleiben, zu respektieren - aber angesichts der "bösartigen Gerüchte, die auf Unwahrheiten beruhen", von denen sie sagte, dass sie in Bezug auf ihre drei verstorbenen Adoptivkinder "online erschienen" seien, habe sie beschlossen, sich zu äußern.

Farrow wurde zuletzt in den sozialen Medien vorgeworfen, ihre verstorbene Tochter Tam aus einem Familienfoto retuschiert zu haben. Das Foto, das sie mit ihren weiteren Kindern Ronan und Dylan zeigt, hatte sie bereits 2016 auf Twitter veröffentlicht. Dass Tochter Tam, die im Jahr 2000 verstarb, ebenfalls bei dem Treffen mt Hillary Clinton anwesend gewesen sei, nachträglich digital entfernt worden sein soll, sorgte für Entsetzen im Netz. Auf Twitter wurde dann auch das angebliche Original verbreitet.

"Meine geliebte Tochter Tam starb im Alter von 17 Jahren an einer versehentlichen Überdosis verschreibungspflichtiger Medikamente im Zusammenhang mit qualvoller Migräne und ihrer Herzerkrankung," klärt die ehemalie Lebensgefährtin von Regisseur Woody Allen auf.

Ihre Adoptivtochter Lark, die 2008 im Alter von 35 Jahren an den Folgen von Aids verstorben sei, beschreibt die Golden Globe-Gewinnerin als "außergewöhnliche Frau" und "eine wundervolle Tochter".

"Trotz ihrer Krankheit lebte sie ein fruchtbares und liebevolles Leben mit ihren Kindern und ihrem langjährigen Partner", schreibt Farrow über Lark.

Ihr "mutiger" Sohn Thaddeus habe sich mit 29 Jahren das Leben genommen, nachdem seine Beziehung abrupt geendet sei. 

Immer wieder kommen nach wie vor Missbrauchsvorwürfe gegen Woody Allen und Mia Farrow zur Sprache. In einem Blogeintrag machte der Fotograf und Therapeut Moses Farrow 2018 seiner Adoptivmutter Vorwürfe, sie habe ihn und andere seiner vielen Geschwister misshandelt. Er habe in großer Angst vor seiner Mutter gelebt. Sie habe viele ihrer Kinder geschlagen, für geringste Vergehen hart bestraft, einer Gehirnwäsche unterzogen und sie später gegen Woody Allen aufgebracht, schrieb Moses Farrow damals. Angesichts der "unglaublich falschen und irreführenden Attacken" gegen seinen Vater melde er sich nun erneut zu Wort. Allen werde in der Öffentlichkeit für ein Verbrechen verurteilt, das er nicht begangen habe, schreibt der Sohn.

Seine Schwester Dylan Farrow hatte hingegen zuvor wiederholt Missbrauchsvorwürfe gegen den Regisseur vorgebracht. Er habe sie als Siebenjährige im Elternhaus an ihren Geschlechtsteilen angefasst, sagte sie in einem TV-Interview. Der vierfache Oscar-Preisträger hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Allens und Farrows Beziehung machte schon zu Beginn Anfang der 1980er Jahre Schlagzeilen. Sie lebten getrennt in teuren Apartments am New Yorker Central Park. Farrow hatte bereits sieben Kinder, davon vier aus Korea und Vietnam adoptiert. Die Großfamilie wuchs weiter an, schließlich wurde 1987 ihr gemeinsamer Sohn Ronan geboren. Doch dann der Bruch, der die Klatschpresse auf Trab hielt. Mit 56 Jahren begann Allen eine Romanze mit Farrows 21-jähriger Adoptivtochter Soon-Yi. Bis heute ist der Regisseur mit der Koreanerin verheiratet, sie haben zwei Kinder. Doch ein weiterer Skandal mit einem bitteren Sorgerechtsstreit folgte.

Nach der Trennung von Woody Allen zog sich Mia Farrow weitgehend aus dem Filmgeschäft zurück. Nur gelegentlich trat sie noch vor die Kamera, etwa für den Horrorfilm "Das Omen" (2006). Am New Yorker Broadway hatte sie 2014 einen seltenen Auftritt in dem Theaterstück "Love Letters".

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.