Die Neujahrsvorsätze der Stars

Was wurde aus dem Vorsatz, 2010 keine Schokolade zu essen oder dem Wunsch, nicht mehr zu rauchen? Und welche Ziele bleiben noch für das Jahr 2011? Prominente erzählen.

Armin Assinger
"Millionenshow"-Moderator

Einer meiner Vorsätze 2010 lautete: "Dieses Jahr wird auf Süßes verzichtet." Natürlich ist es mir nicht gelungen. Daher lautet der Vorsatz für 2011 voller Freude und mit großer Erwartungshaltung: Probier es noch einmal. Deiner Mitte zuliebe. Schauen wir einmal, ob was daraus wird und was dabei herauskommt. Christine Kaufmann
ORF-Dancing-Star 2011

Das Thema 2010 war für mich: Löse dich von sinnlosen Pflichten. Als deutsche Offizierstochter habe ich eine Tendenz, mich, auch lange nachdem der Sinn verloren gegangen ist, zu verpflichten. Also ging es auch um Befreiung, und darum, die Zeit des Lebens zu nutzen. Der Wunsch nach Freiheit wird bei älteren Frauen grundsätzlich scheel angesehen. Eine Art Wahn mit 65? Meine Antwort: No na, bis 80 werde ich warten! In diesem Sinne, trotz aller Widrigkeiten, fühle ich mich wieder stärker und ausgeglichener. "Dancing Stars" ist für mich ein großes Geschenk, denn Tanzen ist das, womit man den Körper und den Geist in eine schöne Form der Freiheit entlassen kann. Daher wünsche ich mir für 2011: Einsicht, Freude und die daraus entstehende Möglichkeit, immer wieder "Carpe Diem" zu leben. Alfred Dorfer
Kabarettist

Ich hatte mir 2010 vorgenommen, mich weniger über die Politik zu ärgern. Außerdem wollte ich Kaffee und Zigaretten sein lassen – zuerst die Zigaretten, dann den Kaffee, schließlich den Ärger. Tja, richtig weniger geworden ist nur der Ärger über die Politiker, etwas weniger die Zigaretten, dafür mehr Kaffee. Fürs nächste Jahr mach’ ich mir's leichter. Ich verzichte auf Karfiol, den kann ich nämlich nicht ausstehen. Lilian Klebow
Fernseh-Kommissarin

Für 2010 hatte ich drei Vorsätze, die ich umgesetzt habe und zwei, bei denen ich gänzlich versagt habe. Umgesetzt:
1.) Ziel: Wach werden. Auflehnen. Mich engagieren! Für unsere Erde eintreten. Ebenso gültig: 2011.
2.) Mich nicht mehr durchs Leben zu hetzen und endlich mein Leben und meinen Erfolg zu genießen. Wird auch 2011 intensiviert: Jetzt, nachdem ich draufgekommen bin, wie angenehm das ist.
3.) Berufliches Ziel: mich neu positionieren und mich herausfordern. Gelungen, denn: In der Soko bin ich nicht mehr der vierten Kerl, sondern Frau mit Leib und Seele. Komisch im Kinofilm Furcht & Zittern , völlig anders im Kinoprojekt Peace Beyond (eine Lesung auf Englisch und endlich wieder Theater). Wird 2011 auch wieder in die Vorsatzliste aufgenommen. Versagt habe ich beim Thema Disziplin und Training. Jedes Mal, wenn ich wieder regelmäßig Pilates und Bodywork-Stunden gemacht habe, war es auch schon wieder vorbei. Bravo, Klebow! Was wahrscheinlich mit dem anderen, nicht umgesetzten Vorsatz zu tun hatte: Gar keine Zigaretten, gar kein Wein. Ich wollte "entgiftet" leben. Aber ich bin einfach zu gemütlich, um auf meine "manchmaligen" Genuss-Zigaretten am Abend zu verzichten – und auf so ein gemütliches Drehabschlussbier oder Achterl. Der Vorsatz für 2011 lautet: einfach glücklich sein. Claudia Reiterer
"Konkret"-Moderatorin

Für 2010 hatte ich nur zwei Vorsätze. Mehr Zeit für meine Familie durch Teilzeitarbeit, was ich umgesetzt habe. Außerdem habe ich mir mit dem Theaterspielen für vier Wochen einen Kindheitstraum erfüllt. Es war ein sehr aufregendes schönes Jahr für mich. 2011 wird für mich ein Umbruchjahr. In erster Linie, weil mein Sohn in die Schule kommt. Aber ich will bis Ende des Jahres neue Herausforderungen finden. Was das sein wird, davon lass’ ich mich überraschen. Ein neues Buchprojekt könnte ebenso dabei sein wie eine große Reise. Felix Gottwald
Nordischer Kombinierer

Meine Vorsätze entstehen immer am Morgen und immer nur für den einen heutigen Tag, für das Jetzt. Die paar Vorsätze für einen Tag hält man leicht ein. Und mein Vorsatz für heute ist, heute keine Vorsätze für morgen zu fassen – denn sonst wäre der Vorsatz ein Vorgriff. Lukas Resetarits
Kabarettist

Mein Vorsatz für 2010 war, wie schon in den Jahren davor, keinen Vorsatz zu haben. Den Vorsatz habe ich zu 100 Prozent erfüllt. (Das wird sich in den paar Tagen bis zum Jahreswechsel sicher nicht mehr ändern) Aufgrund des großen Erfolges der letzten Jahre lautet daher mein Vorsatz für 2011: kein Vorsatz. Gery Keszler
Life-Ball-Organisator

Es war der kollektive Wunsch des gesamten Life-Ball-Teams, dass der Life Ball 2010 eine festliche und würdige Prélude für die Internationale AIDS-Konferenz in Wien darstellt. Wir sind sehr stolz, dass aus dem Wunsch – trotz des wetterbedingten Abbruchs der Eröffnung – auch Realität geworden ist. Der internationalen Wahrnehmung des Life Ball als einzigartiges Charity-Event und beachtete Drehscheibe für weltweit agierende AIDS-Organisationen und seine Repräsentanten wurde Tribut gezollt. Das Image Wiens als Vorzeigestadt im Kampf gegen HIV/AIDS ist dadurch weiter gestiegen. Und 2011? Wir haben in
diesem Jahr eine emotionale Aufgabe vor uns: Da sich 2011 zum 30. Mal die Entdeckung des HI-Virus jährt, tragen mein Team und ich im kommenden Jahr noch
mehr Verantwortung bei der Konzeptualisierung und Umsetzung des Life Ball.
Leider kein Jubiläum, welches es zu feiern gilt, aber
eines, um darüber nachzudenken, was seit 1981
geschehen ist. Wir blicken zurück auf 30 Jahre Errungenschaften und Rückschläge, Entwicklung und Stagnation, Hoffnung und Leid, zwischen Wissen und Dogma.
Die schwierige Gratwanderung zwischen todernstem Hintergrund und lebensbejahendem Fest wollen wir auch 2011 mit Bravour bewältigen. Christa Kummer
ORF-Wettermoderatorin

2010 hatten mein langjähriger Lebensgefährte (Sportreporter Franz Hofbauer) und ich vor zu heiraten – nur wann und wo war nicht geklärt. Und siehe da: Ganz plötzlich waren dann der Ort und das Datum klar. Innerhalb von nur wenigen Wochen wurde schließlich geheiratet und unser Vorsatz zur Realität. Und für 2011 wünschen wir uns einfach, dass wir und die Menschen rund um uns glücklich und gesund sind. Peter Patzak
Regisseur

2010 war der Vorsatz, wieder einen Film zu machen und ein Haustier aus einem Tierheim zu retten. Der Hund heißt Frau Schopenhauer, wie der Dichter, und der Film heißt "Kottan ermittelt". 2011 habe ich vor, Wahrnehmungen zu überdenken, für ein neues Buch aufzuschreiben und dabei eventuell weniger zu rauchen. Willensmäßig wird daran gearbeitet,
aber es ist sehr schwierig. Toni Mörwald
Spitzenkoch

Für 2010 hab’ ich mir vorgenommen, viel mit meiner Familie, insbesondere meinen drei Töchtern, zu gestalten und zu kochen. Das hab’ ich auch sehr gut hinbekommen. Es könnte immer noch mehr sein an Zeit für die Familie, aber insgesamt war es ein großer Erfolg. Aufgrund der Situation in der Wirtschaft haben wir ein sehr wichtiges Thema: Dass die Wertschätzung für unsere Arbeit in der Spitzengastronomie sowie im Gastgewerbe und der Hotellerie insgesamt nicht ausreichend ist und so die Wertschöpfung sehr leidet. Dieser Umstand ist zu verbessern für alle Wirte, Köche, Kellner und deren Familien. Hier wird für das Tourismusland Österreich sehr viel Soziales, Kreatives und Gesellschaftliches getan. Das ist für viele selbstverständlich, weshalb die erwünschte Wertschätzung zu kurz kommt. Das Ergebnis zu verbessern, ist der Ansatz für 2011. Rainer Pariasek
ORF-Sportmoderator

Meine Vorsätze für 2010 waren: Mehr Zeit für die Familie, weniger Alkohol, mehr Zeit für Freunde, weniger Strafmandate, mehr Sport, weniger Kaffee, mehr Bücher lesen, Mutti öfter anrufen, Keller aufräumen, Blumen für meine Frau, Golf-Handicap verbessern, Fotos am Computer ordnen, etc. . . Und da ich wieder mal keinen einzigen Vorsatz in die Tat umgesetzt habe, lauten die Vorsätze für 2011: Mehr Zeit für die Familie, weniger Alkohol, mehr Zeit für Freunde . . . Eva Rossmann
Krimi-Autorin

Fürs heurige Jahr hatte ich mir vorgenommen, mehr Pausen zu machen. Es war ein gefinkelter Plan, nach dem ich nur in jeder zweiten Woche Lesungs- und Veranstaltungstermine annehmen wollte. Aber irgendwie waren da so viele und nette Anfragen, da konnte ich schlecht nein sagen. Und dem Ego tut“s ja auch gut, gewollt zu werden. Also werde ich denselben Vorsatz für 2011 modifizieren: In jedem Monat sollte es eine Woche ohne Veranstaltungstermine geben. Hmm. Ganz abgesehen davon, dass ich ja nie weiß, ob ich 2011 überhaupt noch gefragt werde . . . Oscar-Preisträgerin Nicole Kidman nimmt sich keine guten Vorsätze mehr vor. Das gab sie auf der Website von "iVillage" bekannt. Ihre Pläne für den Silvesterabend: "Ich verbringe den Jahreswechsel ganz ruhig mit meiner Familie. Ich bin keine große Partyperson. Ich denke es ist wichtig einen Schritt zurück zu machen und über Geschehenes nachzudenken und dafür dankbar zu sein was noch kommt." Sängerin Rihanna urlaubt derzeit in ihrer Heimat Barbados. Das hinderte sie jedoch nicht daran ihre Vorsätze bekannt zu geben: Sie möchte aufhören zu shoppen, zu spät zu kommen, früher aufstehen und ähnliches. Ob ihr das alles gelingt? Disney-Teeniestar Selena Gomez will im nächsten Jahr ganz brav sein: Sie möchte ihren Eltern eine Auszeit geben, denn sie war nicht immer artig. Mit 18 Jahren ist ihr das wohl noch zu verzeihen. Komiker Jack Black, bald in "Gullivers Reisen" zu sehen, hat einen alltäglichen Neujahrswunsch: Er möchte 20 Kilo abnehmen!. Reality-Starlet Kim Kardashian (29) will im nächsten Jahr ihre Süßigkeitszufuhr reduzieren. Genauer gesagt möchte sie es endlich schaffen keine Schokolade zu essen.
(KURIER.at / Barbara Reiter, lyk) Erstellt am
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