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Conchitas gespenstischer Look war niemandem Wurst

Mosers glatzköpfiger Gast als Aufreger des Abends, Van der Bellen als Opernball-Fan bis 2.45 Uhr.

von Ida Metzger

03/01/2019, 05:33 PM

Die Chemie stimmte sofort zwischen den beiden – Conchita und ÖVP-Justizminister Josef Moser. Dieses ungleiche Ball-Duo – da der trockene Sachpolitiker, dort der kahlköpfige Sänger inklusive depressivem Make-up – sorgte für Furore und Gesprächsstoff in den Logen. Vor allem das Outfit von Conchita – ein hautenger Rock des Designers JC Hoerl samt tief ausgeschnittenesm Latex-Oberteil – war für viele Ballgäste ein modischer Grenzgang.

Darf man in diesem Look auf den Opernball gehen? Da waren sich nicht alle einig. Zur Verteidigung Conchitas muss erwähnt werden – zumindest das Make-up musste für zwei Bälle passen. Für den Opern- aber auch für den Rosenball. „Hier hatte er noch einen Auftritt nach Mitternacht“, erklärte Moser.

Und was vereint die beiden nun? „Wir haben beide sehr ähnliche Ansichten, vor allem wenn es um Menschenrechte geht“, so schwärmte Conchita über den Justizminister. Und in diesem Punkt ist ihm die Parteifarbe egal.

Der ÖVP-Justizminister stellte seinen Premieren-Besuch unter das Motto „Wir alle sind Europa“. Conchita soll als Testimonial die Österreicher zur Teilnahme an der EU-Wahl motivieren. Ihm sei wichtig, für ein Europa der Aufklärung, der Menschenwürde und der Gleichstellung einzutreten. „Conchitas Anliegen sind sehr authentisch für mich. Deswegen habe ich ihn auf den Ball eingeladen. Wir unterhielten uns prächtig“, so der Minister. Mosers Einladungspolitik gefiel aber nicht allen – vor allem nicht den Blauen, die den Justizminister leidenschaftlich kritisieren. Ein gehässiges Facebook-Posting von der FPÖ-Wien-Liesing ließ nicht lange auf sich warten.

 

Eine späte Leidenschaft für das Staatsgewalze scheinen Bundespräsident Alexander Van der Bellen und seine Gattin Doris Schmidauer entwickelt zu haben. Beim Selfie-Posing mit Anna Netrebko hatten sie sichtlich Spaß in der Loge. Selbst als ihre Gäste, wie Barack Obamas Halbschwester Auma Obama, den Opernball schon längst verlassen hatten, dachte der Bundespräsident noch lange nicht ans Heimgehen. Von ihrer Loge aus beobachtete das „First Couple“ die tanzlustigen Ballgäste am Parkett und hatte dabei sichtlich Spaß. Erst gegen 2.45 Uhr brach das Staatsoberhaupt auf.

Gleich mit drei Bodyguards kam FPÖ-Vize-Kanzler Heinz-Christian Strache zum Staatsgewalze, der Johann Gudenus den Autor Gabriel Barylli und Minister Gergely Gulyas aus Ungarn eingeladen hatte. „Wir sind das erste Mal gemeinsam am Opernball“, erzählte Philippa Strache. Baby Hendrik wurde in der Zwischenzeit von der Oma versorgt. „Wir sind vollkommen gelassen und haben von der Oma Open-End-Ausgang bekommen“, so Strache.

Eine Loge weiter wollte die Türe nicht mehr zugehen. Von Gelassenheit war nichts zu spüren. Hier empfing Bundeskanzler Sebastian Kurz geduldig Künstler, Wirtschaftsbosse und Landes-Chefs wie NÖ- Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und ihre Tochter Anna, die trotz heftiger Grippe eröffnen konnte, zum Smalltalk.

Der Spaß-Faktor hielt sich für den Kanzler sicherlich in Grenzen. Einerseits ist er kein Tänzer, andererseits hatte er keine Minute Privatsphäre. Allerdings von Netrebkos Auftritt war er begeistert.

Ein Ex-Bundeskanzler aus Deutschland freute sich hingegen, dass er so oft erkannt wurde: Gerhard Schröder und seine koreanische Ehefrau Soyeon Schröder-Kim. Demnächst wird er für eine TV-Show wieder nach Wien kommen.

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