Schauspielerin Natalie Alison

© Rainer Eckharter/Kurier

Stars Austropromis
02/04/2021

"Sturm der Liebe"-Star Natalie Alison: "Bin weder böse noch zickig"

Die „Sturm der Liebe“-Rosalie im Interview über ihre polarisierende Rolle und das Schreiben von Drehbüchern.

von Lisa Trompisch

Vom Bengerl zum Engerl – diese Wandlung versucht Rosalie Engel, gespielt von der Wienerin Natalie Alison (42), in der beliebten Nachmittags-Telenovela „Sturm der Liebe“ zu bewerkstelligen. War sie zu ihren Anfängen 2008 wirklich noch durchtrieben und intrigant, bemüht sie sich jetzt nach 8-jähriger Serien-Pause – mal mehr oder weniger erfolgreich – ein besserer Mensch zu werden.

Im Juni 2020 kehrte Alison in ihrer Rolle als polarisierende Rosalie auf den Fürstenhof zurück. „Beim ,Sturm’ ist es wirklich wie so ein Nachhausekommen und man kann sich gar nicht vorstellen, dass man in der Zwischenzeit etwas anderes gemacht hat“, erzählt Alison im KURIER-Gespräch.

„Seitdem ich am Set zurück bin, bin ich weder böse noch zickig. Ich habe sehr, sehr viele lustige Geschichten“, bricht sie eine Lanze für ihren Charakter „Rosalie“, mit dem sie persönlich den Humor teilt.

„Ich sag immer, ich borge ihr meinen Körper. Sie ist sehr lebenslustig, ich bin eher sehr diszipliniert, geordnet, fleißig. Wir haben beide einen guten Humor. Aber so eine verrückte Nudel bin ich dann auch wieder nicht.“

Böse Rollen und Charakterzüge zu spielen, empfindet die Serien-Darstellerin zwar als herausfordernd, aber sehr abwechslungsreich, wobei Alison am liebsten die Comedy-Szenen spielt.

„Wenn man schon am Set bei den Szenen unglaublich viel lacht, dann hofft man, dass die Zuschauer das auch so erleben“, so Alison, die auch erzählt, dass man für die Massen an Text viel Sitzfleisch und Disziplin braucht.

„In einer Telenovela wird meist wahnsinnig viel gesprochen, weil man davon ausgeht, dass der Zuschauer währenddessen bügelt oder vielleicht einen Kuchen isst. Wir haben sehr viel Text. Das ganze Wochenende lerne ich durch und unter der Woche immer, wenn Zeit ist, damit man das irgendwie bewältigen kann. Das Lernen hat bei mir nie aufgehört“, lacht die Schauspielerin, die das große Glück hat, derzeit, auch trotz Corona, gut gebucht zu sein.

„So schlimm das letzte Jahr auch war, ich hab so viel gedreht, wie in meinem ganzen Leben noch nicht. Ich habe ja im Juni beim ,Sturm’ wieder angefangen, dann habe ich gleichzeitig noch ,Walking on Sunshine’ in Wien gedreht und habe auch noch bei den ,Rosenheim Cops’ eine wiederkehrende Rolle. Hatte also teilweise zwei Serien an einem Tag. Ich fühle mich sehr, sehr privilegiert. Ich bin natürlich menschlich so wie alle betroffen davon und wie viele auch traurig. Und es ist mühsam und anstrengend, aber im beruflichen Bereich bin ich momentan wirklich gesegnet.“

Gerne würde sie mal einen Kostümfilm machen, ihr Traum von Hollywood ist aber eher ausgeträumt, wie sie erzählt. „Ich bin jetzt auch in einem Alter, wo ich nicht mehr auswandern möchte. Ich wollte das früher immer, aber ja, mal schauen. Das einzige, was uns das letzte Jahr gelehrt hat, dass man gar nichts im Leben planen kann.“

Dafür arbeitet die gebürtige Wienerin an einem anderen Herzensprojekt: Sie schreibt Drehbücher.

Eine romantische Komödie, die in Indien spielt und „die Geschichte meiner Oma im Zweiten Weltkrieg“, sind schon fertig, „auf Deutsch und auf Englisch“, wie sie dem KURIER verrät.

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