Christoph Fälbl spricht über dunkle Zeit: „Habe Menschen verletzt“
Kabarettist Christoph Fälbl
Schon als Kind wollte Christoph Fälbl „Hans Moser werden“. Sein Weg führte ihn aber zuerst auf die Gastgewerbefachschule, und erst später, durch seinen Stiefvater Peter Lodynski (gestorben 2021), der mit Fälbls Mutter 40 Jahre verheiratet war, hat er zur Schauspielerei und dann auch zum Kabarett gefunden.
Heute, Mittwoch, feiert der Erzkomödiant seinen 60. Geburtstag. Was ihm vollkommen „wurscht“ ist, wie er lachend in der KURIER-TV-Sendung „Herrlich ehrlich – Menschen hautnah“ (immer sonntags um 18:30 Uhr) erzählt.
Die ganze Sendung:
Herrlich ehrlich: Christoph Fälbl
„Natürlich gibt’s ab und zu Wehwehchen, aber da gibt es Möglichkeiten, dem entgegenzuwirken. Zum Beispiel Sport machen. Ich habe das schönste Leben. Ich bin so dankbar. Meine Superkraft ist Dankbarkeit. Und es macht so einen Spaß.“
Ruhiger sei er aber schon geworden. „Vielleicht auch, weil ich nicht mehr trinke, was eine Zeit lang auch ein Problem war, deshalb hab ich auch etwas gemacht dagegen. Nämlich eine Therapie“, erzählt er.
„Männer in meinem Alter können ruhig einmal eine Therapie machen. Man kann lernen zu reflektieren“, so Fälbl. „Ich bin auch insofern ruhiger geworden, denn ich muss nicht mehr. Die Eitelkeit hat sich reduziert.“
Er müsse auch keine Karriere mehr machen – nur eine Sache liege ihm noch sehr am Herzen, und zwar möchte er einen gemeinsamen Film mit seiner Lebensgefährtin Michelle Härle, mit der er auch das Stück „Die Tragik der Komik“ spielt, machen. „Da geht es auch um Therapie und diese Schiene, und das fände ich lustig.“
Lisa Trompisch im „Herrlich ehrlich“-Talk mit Christoph Fälbl.
Seinem jüngeren Ich würde er heute gerne eindringlich sagen: „Hör auf zum Saufen! Es tut mir sehr leid, dass ich Menschen verletzt habe, aufgrund des Alkoholismus. Ich bin aber nie gewalttätig geworden, das werde ich auch nie. Da hacke ich mir lieber die Hand ab! Letztendlich bereu’ ich aber nix, denn durch die Erfahrungen bin ich der, der ich bin. Und ich mag mich.“
Er sei wirklich glücklich, würde sich aber für die nächsten Jahre wünschen, „dass ich mehr auf meine Seele höre, das wäre schön. Aber ich arbeite daran. Jede Seele schreit nach Liebe, dass man sich auch selbst mehr mag. Im Grunde genommen sind wir alle eins, es gibt keinen Unterschied“, ist sich der Kabarettist sicher. Er würde sich auch wünschen, nicht permanent zu bewerten, und dass es so schön bleibt, wie es jetzt ist.
Mehr über Christoph Fälbls aktuelle und neue Projekte, sein Leben mit fünf Kindern und seinen Traum vom eigenen Kaffeehaus sehen Sie auf dem Video oben.
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