Arnie enthüllt sich selbst

Bei Schlechtwetter eröffnete der gebürtige Steirer das Museum in seinem Geburtshaus in Thal. Mit dabei: sein Sohn Patrick, heimische Politiker und viele Schaulustige.

Nach langem Warten war es endlich soweit: Arnold Schwarzenegger reiste aus Kalifornien an, um "sein" Museum in Thal zu eröffnen. Nach einem "Soft-Opening" an seinem Geburtstag, an dem er nicht anwesend sein konnte, enthüllte der Hollywood-Star bei strömendem Regen eine Statue von sich selbst und machte damit die Eröffnung offiziell. Die Plastik zeigt Schwarzenegger in seiner Zeit als Bodybuilder. Geschaffen wurde die Bronzestatue vom US-Künstler Ralph Crawford. "Für mich ist das Museum ein Symbol des Willens, dass jeder eine Chance hat im Leben", erklärte Schwarzenegger bei seiner Festrede. Danach fiel das Mikrofon aus, wie schon bei seinem Vorredner Franz Voves. Die Technik wollte – wie das Wetter – nicht mitspielen. Die Eröffnungsfeierlichkeit vor dem Geburtshaus des Superstars begann mit Verspätung, denn das Wetter machte den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Um 10.30 Uhr traf Schwarzenegger mit seinem Sohn ein. Bereits zwei Stunden vor der offiziellen Eröffnung fanden sich zahlreiche Journalisten aus dem In-und Ausland, Ehrengäste und Schaulustige in Thal ein. Eigentlich hätte die Zeremonie schon um 10.00 Uhr im Garten des Museums beginnen sollen, aber eine halbe Stunde später zeugten herumliegende Partyzelte und noch verpackte Sektflöten davon, dass der Wettersturz das Programm durcheinandergebracht hatte. Vorab meinte Arnie noch: "Der Regen ist mir egal, wir Steirer sind ja nicht aus Zucker". 

Im Bild: Schwarzenegger, sein Sohn Patrick (links hinter ihm) und Bundeskanzler Werner Faymann. Ein wenig Pech für das Arnie-Museum, denn der Termin für das Eröffnungsfest wurde mehr als ein Jahr lang verschoben. Doch Schwarzenegger hatte am 7. Oktober endlich Zeit und das Programm konnte beginnen. Als der Hollywood-Star mit seinem Sohn Patrick eintraf, begann die Musikkapelle Thal aufzuspielen. Lautstark auch einige Teenies - ihr Gekreische galt, wie sich herausstellte, nicht der "steirischen Eiche", sondern Spross Patrick. Aus gutem Grund: Patrick, der gelegentlich als Model arbeitet, sieht nicht nur verdammt gut aus – er hat auch Charme. Von wem er das wohl hat? 

Die geplanten Ansprachen folgten trotz Regenwetter im Garten des Museums. Peter Urdl leitete gegen 10.40 Uhr den Reigen der Eröffnungsansprachen ein. "Egal wo ich hinkomme, den Arnold kennen sie überall", meinte Bundeskanzler Werner Faymann und wies anerkennend auf die drei Karrieren in einem Leben hin, die Schwarzenegger geschafft habe: "Wer weiß, was die vierte bringt." Der steirische Landeshauptmann Franz Voves, selbst ehemaliger Eishockey-Crack, knüpfte beim Sportsgeist an und bezeichnete Schwarzenegger als "wichtigsten Botschafter der Steiermark", der in Anbetracht seiner Laufbahn Respekt verdiene.

Im Bild: Arnold Schwarzenegger mit Alt-Landeshauptmann Josef Krainer (rechts) und Museumsinitiator Peter Urdl (links)
Die Hauptperson selbst hielt wetterbedingt eine kurze Rede, betonte wie stolz er auf seine Heimatgemeinde sei und freute sich sehr darüber, dass er seinem Sohn und seinem Neffen seine ehemalige Heimat zeigen konnte. Nach seiner Rede folgte die Enthüllung der Statue. Danach verschwanden er und Kanzler Faymann im Museum. Über 40 Fernsehteams aus der ganzen Welt wollten folgen, wurden aber von den Sicherheitsbeamten des ehemaligen Action-Stars abgehalten. Um halb zwölf war das Spektakel auch schon wieder vorbei. Schwarzenegger und sein Sohn verließen Thal und machten sich wieder auf den Weg zum Flughafen.

Im Bild: Arnold Schwarzenegger mit seinem ehemaligen Trainer Kurt Marnul bei seinem Museumsbesuch im Juni. Das dichte Programm des Österreich-Besuchs begann bereits am Tag vor der Eröffnung. Die "steirische Eiche" landete Donnerstag mit seinem Privatjet in Graz. Am Nachmittag bei seiner Ankunft hatte Schwarzenegger noch Glück mit dem Wetter. Bei strahlendem Sonnenschein wurde der 64-Jährige von seinem "Ziehvater" Alfred Gerstl (rechts von Schwarzenegger) herzlich begrüßt. Nach einigen Fotos ging es dann in einem schwarzen Bentley weiter zum Friedhof in Weiz. Bei jedem seiner Österreich-Besuche ist es dem 64-Jährigen ein besonderes Anliegen das Grab seiner Mutter zu besuchen. Gegen 18 Uhr kam der Filmstar und Politiker gemeinsam mit seinem Sohn wieder zurück nach Graz und checkte in das Hotel Wieser ein. Überraschend checkte auch sein Freund und Kollege Ralf Möller ("Gladiator") im Hotel ein. "Jetzt gehen wir dann noch essen", meinte der Schauspieler. Vor dem Essen ging es für Schwarzenegger aber noch zu einem kleinen Rundgang durch Graz. Zuerst ein Glaserl Weißwein, dann ... ... zeigte der ehemalige Action-Star seinem Sohn noch einiges in der Landeshauptstadt. Gemeinsam mit seinem Sohn Patrick und seinem Neffen Patrick Knapp posierte er noch geduldig für Fotos. Schwarzenegger und Spross Patrick hatten ein anstrengendes zwei Tage-Programm in Österreich, danach ging es weiter nach Madrid.
(apa, KURIER.at / sog, lyk, ne) Erstellt am
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