André Rieus Frau Marjorie Rieu: Haben von Anfang an zusammen an seiner Karriere gearbeitet

Vielen gilt André Rieu als regierender Walzerkönig. Bis dahin war es ein harter Weg.
Ein lächelnder André Rieu mit Brille und kariertem Sakko vor blauem Hintergrund.

Vielen gilt André Rieu als regierender Walzerkönig. Bis dahin war es ein harter Weg: Rieu hatte keine einfache Kindheit und Jugend. Der Vater war streng und stellte hohe Anforderungen. Doch das hat dem Sohn die Liebe zur Musik nicht austreiben können. Im Gegenteil. Er machte sie auch zu seinem Beruf, aber eben ganz anders. "Meine Eltern mochten nie die Art, wie ich Musik mache," sagt er der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vor seinem 75. Geburtstag im Jahr 2024. Er möchte sein Publikum einbeziehen. "Ich möchte nicht "von oben herab" dirigieren, auf dem Pult, mit dem Rücken zum Publikum."

Es dauerte lange, um die Wunden der Vergangenheit zu verarbeiten. "Mist aufräumen", nannte er das. Das tat er gemeinsam mit seiner Frau Marjorie Rieu, Tochter eines jüdischen Flüchtlings aus Berlin und einer Niederländerin, die dafür sorgte, dass er während des Krieges untertauchen konnte. 

Seit über 50 Jahren sind beide ein Paar, sie haben zwei inzwischen erwachsene Söhne. "Meine Familie ist das Fundament für alles", sagte er. "Wir haben es einfach schön miteinander." Und das auch stilvoll: bei Maastricht im eigenen Schloss aus dem 15. Jahrhundert. Einst soll dort D'Artagnan gewohnt haben, einer der Drei Musketiere.

"So ein großer Erfolg fällt ja nicht aus der Luft"

"Wir haben von Anfang an zusammen an seiner Karriere gearbeitet", erzählt Marjorie Rieu jetzt im Interview der Illustrierten Bunte. "So ein großer Erfolg fällt ja nicht aus der Luft. Die Zusammenarbeit war immer lustig, obwohl der Anfang recht schwer war. Aber wir waren fleißig, und irgendwann hat er dann den großen Durchbruch geschafft." Dass Rieu viele weibliche Fans hat, kommentiert sie mit: "Davon leben wir ja, und zwar ganz gut!" Nicht nur auf der Bühne dürfte er erfolgreich sein:  "André ist ein liebevoller Gatte, Vater und Großvater. Einen besseren kann man sich nicht wünschen." 

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