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22.04.2018

Albert & Caroline: Bekenntnisse über strengen Vater

Der Fürst und seine Schwester sprechen über ihr einsames Leben im Palast.

Strikte Regeln und kaum Kontakt zur Außenwelt – Albert, Caroline und Stéphanie von Monaco sind trotz des Luxus, in den sie hineingeboren wurden, in einem goldenen Käfig aufgewachsen. Nicht zuletzt wegen der strengen Erziehungsmethoden ihres Vaters, Fürst Rainer III.

In dem Buch "Albert II de Monaco, l'homme et le prince", das Anlässlich Alberts 60. Geburtstag veröffentlicht wurde, sprechen der Fürst und seine Schwester Caroline mit den Journalisten Isabelle Rivère und Peter Mikelbank über ihre einsame Kindheit im Fürstenpalast.

"Wir sind in einem Vakuum aufgewachsen"

Das Verhältnis des Fürsten zu seinen Kindern sei ein nüchternes gewesen, deutet Albert an: "Mein Vater war mehr ... kategorisch. Vertraue niemandem, sagte er mir. Er hatte strenge Seiten, manchmal ein wenig hart."

Viel Kontakt zu anderen Kindern hatten die Geschwister nicht.

"Wir sind in einem Vakuum aufgewachsen, mein Vater war sehr besitzergreifend. Er verstand nicht, dass man den Drang verspürte, Freunde zu haben", erzählt Caroline.

Ihre Mutter, Gracia Patrica, sei milder gewesen. Sie habe Albert erklärt: "Lerne die Leute kennen, die du triffst, sprich mit ihnen, dann kannst du nur einen Eindruck bekommen.“

Bezugspersonen seien ihre berühmten Eltern aber nie gewesen, lässt Caroline durchklingen. Ihr Kindermädchen Maureen Wood sei "für meinen Bruder und mich die Schlüsselfigur in unseren Leben. Als wir klein waren, hatten wir wahrscheinlich ein engeres Verhältnis zu ihr als zu unseren Eltern." (dazu mehr)

Fürst Rainer und Gracia Patrica sahen es eher als ihre Aufgabe, Albert und seine Geschwister auf ein Leben im Rampenlicht vorzubereiten.

"Wir hatten das Gefühl, dass das, was wir durchmachten, nichts Alltägliches war. Aber ich erinnere mich nicht daran, dass mich eines Tages mein Vater oder meine Mutter beiseite genommen haben, um mir zu sagen: Hier ist was passiert, das erwartet dich", erinnert sich Albert.

Nach dessen Tod übernahm Albert 2005 das Amt seines verstorbenen Vaters – obwohl er durchaus andere berufliche Ambitionen gehabt hätte: "Ich denke, ich hätte gerne als Erzieher oder Coach mit Kindern gearbeitet. Ich hätte auch gerne unterrichtet", gesteht er. Er habe aber seine Familie nicht enttäuschen wollen.

Inzwischen ist Albert selbst zweifacher Vater. Seine eigenen Kinder, die Zwillinge Jaques und Gabrielle, versuchen er und seine Frau Charlene aber nach anderen Methoden zu erziehen. Die beiden verbringen so viel Zeit wie möglich mit ihren Kindern und achten darauf, dass die Zwillinge Kontakt zu Gleichaltrigen pflegen.