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Stars
04/05/2021

6 Stars, die früher Lehrer und Lehrerinnen waren

Bevor es ihn vor die Kamera zog, hat man Jesse Williams im Klassenzimmer vorgefunden. Mit seiner einstigen Berufswahl ist er in bester Gesellschaft.

Jesse Williams ("Grey's Anatomy") und J. K. Rowling ("Harry Potter") haben eine Sache gemein: Sie gaben jahrelang Unterricht, bevor sie die Karrien einschlugen, für die sie heute weltbekannt sind. Und auch wenn die Zeit lange zurück liegen mag - die beiden scheinen sich gerne daran zurück zu erinnern. Mit ihrer einstigen Berufswahl sind sie zudem in bester Gesellschaft.

Diese Stars standen einst im Klassenzimmer

Hugh Jackman

Bevor Hugh Jackman zum Hollywood-Star avancierte, zog es ihn nach der Schule nach Großbritannien, wo er als Hausmeister in einer Londoner Schule jobbte. Mit 18 Jahren unrerrichtete er zudem Sportkurse, trainierte Mannschaften und leitete Theaterkurse für Schüler, die nur wenige Jahre jünger als er waren. Nach einem Jahr kehrte er in sein Heimatland Australien zurück. "Ein 18-jähriger Australier, der einer Gruppe englischer Kinder Englisch beibringt. Ich dachte, wenn das meine Schulgebühren wären, wäre ich ziemlich verärgert", scherzte der Schauspieler einst gegenüber BBC.

Jesse Williams

"Grey's Anatomy"-Schauspieler Jesse William trat einst in die Fußstapfen seiner Eltern und wurde ebenfalls Lehrer. Sechs Jahre lang unterrichtete er unter anderem Geschichte, bis er sich entschied, seine Schauspielkarriere zu starten. "Ich bin in Chicago in einer unterversorgten Gemeinde aufgewachsen, in überfüllten Klassenzimmern, in denen manchmal gleich zwei Stufen saßen. Dann zog ich in einen Vorort und hatte eine gesunde öffentliche Schulerfahrung. Mir ist diese unglaubliche Kluft bewusst geworden - ich bekam nur aufgrund meiner Postleitzahl eine viel bessere Ausbildung. Also beschloss ich, Teil der Lösung zu sein", sagte Williams einst in einem "Essence"-Interview.  

Sylvester Stallone

Sylvester Stallone brachte einiges aus seiner eigenen Biografie in seine Hollywood-Rollen ein: Als Sohn eines aus Sizilien eingewanderten Friseurs war er in "Hell's Kitchen" in New York auf die Welt gekommen. Nach der frühen Scheidung seiner Eltern wuchs er bei verschiedenen Pflegeeltern in anderen Armenvierteln auf und schaffte es, in elf Jahren von 14 Schulen zu fliegen. Weil seine Lehrer von seinen Geistesgaben sowieso nichts hielten, konzentrierte er sich auf die Entwicklung seiner Muskeln und erhielt schließlich ein Sport-Stipendium für das American College in der Schweiz, wo er Kapitän des Football-Teams wurde. Nebenbei jobbte er als Sportlehrer. Bei Schulaufführungen entschloss er sich, Schauspieler zu werden.

Sting

Musiker Sting gilt als lebende Legende. Ohne Zweifel hat sich der Sohn eines Milchmanns den Erfolg hart erarbeitet. Mit sieben Jahren wuchtete er Milchkisten in Lieferwagen für das Geschäft seines Vaters, später verdiente er sein Brot als Busschaffner, Hilfsarbeiter auf dem Bau, Finanzbeamter - und Lehrer. Und daneben, angespornt vom Beispiel der Beatles, machte er Musik in zahllosen Formationen: Jazzkombos, Rockbands, Musical-Orchester, manche besser, manche schlechter, keine davon wirklich gut. Schließlich kam der erste lokale Erfolg mit der Band Last Exit und Mitte der 70er entschloss sich Sting, mit Frau und Baby und ohne Geld nach London zu ziehen. Dort fand das Trio The Police zusammen, mit "Roxanne" gelang 1978 der Durchbruch. Den Künstlernamen Sting (Stachel) bekam er schon in jungen Jahren wegen eines schwarz-gelben Pullovers: "Ein Typ fand, ich sehe aus wie eine Biene."

Gene Simmons

Auch wenn man es sich heute gar nicht mehr vorstellen kann: Rockstar Gene Simmons von der US-Rockband Kiss hat einst ebenfalls im Klassenzimmer gestanden. 2019 war Simmons mit seinen Kollegen unter dem Motto "End Of The Road" das letzte Mal auf Tournee in Europa, Nordamerika und Australien. "End Of The Road ... aber ist es das?", lautete der erste Satz im Programmheft zur Tour. Schon einmal kündigten Kiss ihren Abschied an und gingen in den Jahren 2000-2001 auf "Farewell Tour". Doch sie machten kurz darauf einen Rückzieher.

J. K. Rowling

J. K. Rowling ist selbst zwar kein Hollywood-Star, sondern machte als Autorin Karriere, doch auch sie verdiente einst an der Tafel ihre Brötchen. Sie studierte in Exeter Französisch und Altphilologie, arbeitete ein Jahr lang als Lehrerin in Paris und später unter anderem bei Amnesty International. Nachdem ihre Mutter 1990 gestorben war, ging Rowling als Englischlehrerin nach Portugal, wo sie an "Harry Potter" weiter arbeitete und einen Fernsehjournalisten heiratete - sich aber schon nach kurzer Ehe wieder von ihm trennte. Die gemeinsame Tochter Jessica zog Rowling nach ihrer Rückkehr in einer Ein-Zimmer-Wohnung im schottischen Edinburgh allein groß.vUnd die Mühen zahlten sich aus: Nach zahlreichen Absagen war es schließlich der Verlag Bloomsbury, der "Harry Potter und der Stein der Weisen" 1996 annahm - zu diesem Zeitpunkt arbeitete die Autorin wieder als Lehrerin. Sie sei sehr aufgeregt gewesen, als sie erfahren habe, dass das Buch veröffentlicht werden würde, sagte sie einmal: "Ich konnte meinen Ohren nicht ganz trauen", schreibt sie auf ihrer Webseite über das Telefonat mit ihrem Agenten: "Nachdem ich aufgelegt hatte, schrie ich und sprang in die Luft: Jessica, die beim Abendessen in ihrem Hochstuhl saß, sah völlig verängstigt aus."

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