Superstar LeBron James mit Tochter bei einer Fashion Show

© APA/AFP/GETTY IMAGES/Slaven Vlasic

Sport
12/24/2019

Wo die modischsten Männer der Sportwelt zuhause sind

Einst in Schlabber-Outfits unterwegs, gehören die NBA-Basketballer heute zu den bestangezogenen Männern. Wie es dazu kam.

von Maria Zelenko

Mit grenzenloser Feiertagsschlemmerei wird es für die NBA-Stars auch heuer nichts. Während alle anderen US-Sportligen ihren Athleten eine Pause gönnen, finden jährlich an den Weihnachtsfeiertagen die wichtigsten Basketballspiele der Saison statt.

Das große Spektakel beginnt aber bereits vor den Spielen. In den Gängen der Stadien positionieren sich Fotografen, um einen Schnappschuss der Outfits eintreffender Spieler zu erhaschen. Der Weg vom Parkplatz zu den Umkleidekabinen wird von Russel Westbrook und Kollegen zum Laufsteg erkoren.

Während bei anderen Sportarten offizielle Termine in unspektakulären Anzügen absolviert werden, gibt es an den Basketballern einen Mix aus Luxusdesignern und Streetwear zu bestaunen. Längst gilt die NBA als modischste Sportliga der Welt.

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Dabei fielen sie für viele über Jahre hinweg nicht in die Kategorie Modevorbild. Der Dienstbeginn erfolgte bei den meisten einst in Jogginghose, mit dicken Goldketten und einer Sportkappe – für den ehemaligen NBA-Chef David Stern ein Dorn im Auge. Er führte 2005 einen Dresscode für die Spieler ein. Klobiger Schmuck und Kopfbedeckungen wurden ebenso verboten wie ärmellose Oberteile und offene Schuhe. Stattdessen war fortan der Business-Casual-Look mit Sakko und eleganten Hosen gewünscht.

„Der Dresscode wurde als rassistisch angesehen, weil er vornehmlich an Schwarze adressiert war.“

Adrienne Jones, Professorin für Modedesign in New York

Eine Dienstanweisung, die vielen Spielern bitter aufstieß. „Der Dresscode wurde als rassistisch angesehen, weil er vornehmlich an Schwarze adressiert war“, sagt Adrienne Jones, Professorin für Modedesign am Pratt Institute in New York, im Gespräch mit dem KURIER. „Aber er veränderte den Stil dieser Männer grundlegend – schließlich wollte niemand für einen Verstoß 10.000 Dollar Strafe zahlen.“

Als einer der ersten begann sich LeBron James modisch neu zu erfinden. Stylistin Rachel Johnson sorgte dafür, dass der heutige Lakers-Superstar und weitere NBA-Kollegen erstmals von internationalen Modehäusern, die bis zu diesem Zeitpunkt kein Interesse an der Zusammenarbeit mit Athleten dieser Statur gehabt hatten, ernst genommen wurden. Ihr Ziel: Spieler sollten sich ebenso gut kleiden können wie Hollywoodstars.

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Dank Johnson und anderen Beratern sehen viele Fans ihre Sportidole heute auch in Sachen Mode als Vorbilder. „Mittlerweile werden Basketballspieler regelmäßig zu den bestangezogensten Männern der Vereinigten Staaten gewählt“, weiß Jones. Das Männermagazin GQ lässt die Leser jährlich den bestangezogenen NBA-Spieler küren. Heuer lieferten einander LeBron James und D’Angelo Russell von den Golden State Warriors ein Kopf-an-Kopf-Rennen – Letzterer schaffte es auf Platz eins.

Die Stilregeln, die David Stern vor über einem Jahrzehnt ins Leben rief, werden laut der US-Modeprofessorin Adrienne Jones mittlerweile nicht mehr so streng eingehalten. „Der Dresscode wurde etwas gelockert – Sneakers und Kapuzenpullover werden einfach nie aus der Mode kommen.“

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