Warum Fettner das erste Training auf der Großschanze schwänzte

Warum Fettner das erste Training auf der Großschanze schwänzte
Der Silbermedaillengewinner von der Normalschanze hatte Besseres zu tun: Er wollte lieber Kombinierer Lukas Greiderer zusehen.

Wer Manuel Fettner im ersten Trainingsdurchgang auf der Olympia- Großschanze beobachten wollte, der wartete vergeblich. Der Silbermedaillengewinner von der Normalschanze glänzte am Mittwoch durch Abwesenheit. Er müsse Prioritäten setzen, meinte der 36-jährige Tiroler. „Ich wollte lieber Lukas Greiderer auf seinem Weg zur Medaille zuschauen“, verriet Manuel Fettner.

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Das zeigt einmal mehr, wie locker und selbstbewusst der Routinier gerade ist. Und nach seinem überraschenden Medaillengewinn am vergangenen Sonntag scheint Manuel Fettner das Skispringen sehr leicht von der Hand zu gehen. Im dritten Trainingssprung flog er 133 Meter und war damit der Weiteste. „Skispringen muss man auf jeder Schanze gleich“, sagte der Tiroler, der sich dermaßen sicher fühlt, dass er das Training am Donnerstag auslässt. „Ich gönne mir einen Ruhetag, weil ich die Körner für die Bewerbe aufsparen will.“

Der Wettkampf auf der Großschanze steht am Samstag auf dem Programm, am Freitag findet die Quali statt. Manuel Fettner sieht einen großen Favoritenkreis, zu dem er neben sich selbst auch seine österreichischen Teamkollegen zählt. „Es gibt sicher wieder 20 Medaillenkandidaten“, meint der 36-Jährige.

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