Skisprung-Star Granerud kritisiert die FIS: "Es ist nur nervig"

SKI-NORDIC-WORLD-2023
Der norwegische Gesamtweltcupsieger findet klare Worte zum erstmals ausgetragenen Skifliegen der Frauen.

Knapp ein Monat ist es her, dass die Frauen erstmals ein Skifliegen austrugen. Die Slowenin Ema Klinec siegte und markierte mit 226 Metern einen neuen Weltrekord. Der Wettbewerb war ein voller Erfolg, kam bei Springerinnen und Zuschauern gut an. 

Auch, wenn ÖSV-Direktor Mario Stecher danach auf die Euphoriebremse trat: "So ehrlich muss man auch sein, es ist keine ungefährliche Sportart. Wir müssen es sehr behutsam angehen." Es ist auch nicht klar, ob die Frauen auch künftig von Flugschanzen springen dürfen. 

Das ärgert den Gesamtweltcup-Sieger der Männer, Halvor Granerud. "Meiner Meinung nach war es eins der wichtigsten Wochenenden in der Geschichte des Skispringens", sagte der 26-Jährige in einem Interview mit dem Portal "sportsinwinter.pl".

Männer gegen Frauen

Die Einführung des Frauen-Skifliegens sei seiner Meinung nach wichtig gewesen. Aber: "Es ist nur nervig, dass alles so langsam vorangeht. Ich wünschte mir, dass es solche Wettkämpfe häufiger geben würde."

Er spricht sich sogar dafür aus, Männer und Frauen im Rahmen der Raw-Air-Tour gegeneinander antreten zu lassen. Derzeit halte die FIS den Frauen mit dem Skifliegen jedoch eine "goldene Karotte" vor die Nase, die man einfach wieder wegwerfen würde.

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