Sieg am Kronplatz: Scheib gewinnt Riesentorlauf, Brignone überrascht

Gekrönt: Julia Scheib am Kronplatz
ÖSV-Star Julia Scheib fuhr in Südtirol von Platz 3 noch zum Sieg. Brignone gibt am Kronplatz im Riesentorlauf ein starkes Comeback.

Auch in Südtirol hält die starke Form von Julia Scheib an. Die aktuell beste Riesentorlauf-Spezialistin der Welt siegt am Kronplatz.

Die Führende im Disziplinweltcup landete am Dienstagvormittag im ersten Durchgang auf der anspruchsvollen Piste „Erta“ auf Rang drei.

Auf die schwedische Spitzenreiterin Sara Hector fehlten der Steirerin nur 0,39 Sekunden. Dazwischen lag die Schweizerin Camille Rast (+0,15).

Beeindruckend unterwegs war Federica Brignone. Die Italienerin schaffte es bei ihrem Comeback nach 292 Tagen Verletzungspause vorerst in Lauf eins auf Rang sieben.

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„Es war keine einwandfreie Fahrt“, sagte Scheib im ORF. Die dreifache Saisonsiegerin war am Kronplatz im Weltcup bisher nie besser als Neunte, dabei sei es eigentlich ihr „Lieblingshang“. 

Noch besser war Scheib dann bei der Entscheidung. "An die mögliche Kugel im Weltcup hab ich nicht gedacht", sagte die wieder einmal cool angreifende Österreicherin.

Scheib hatte vor allem im Finish eine großartige Spur und vergrößerte den Vorsprung auf die zwischenzeitlich führende Mikaela Shifrin noch einmal deutlich, 86 Hundertstel wurden es insgesamt.

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Knapper wurde es gegen Camille Rast. Die Schweizerin wollte Richtung Sieg angreifen, wurde aber von Rang zwei startend doch von Scheib distanziert.

Dann fehlte nur noch Sara Hector. Doch auch die Schwedin schaffte es nicht, Scheib zu verdrängen. Die Schwedin landete auf Rang drei, Julia Scheib hat wieder gewonnen.

Brignone verblüffend 

Die erste Ansage Richtung Spitze hatte es von Paula Moltzan gegeben. Die US-Amerikanerin, im ersten Lauf Achte, fuhr klar an die Spitze.

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Dann kam Federica Brignone. Nach nur 13 Tagen auf Schnee fuhr die Italienerin wieder auf Weltklasseniveau: Die 35-Jährige hängte Moltzan ab.

Brignone könnte bei Olympia nach ihrem Horrorsturz im Frühjahr bereits aufs Podest zurückkehren: Die Gesamtweltcupsiegerin schaffte bei der Rückkehr gleich Platz sechs.

ÖSV-Trio verbessert 

Etwas verbessert hat sich im zweiten Durchgang das bereits zuvor knapp beisammen liegende ÖSV-Trio von den Plätzen 19 bis 21: Franziska Gritsch ging ebenso in Führung, wie danach mit knappem Vorsprung Nina Astner. Genau dazwischen platzierte sich Stephanie Brunner, alle drei innerhalb von sechs Hundertstel.

Am Ende waren es die Ränge 16, 17 und 18.

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