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28.11.2018

ÖSV-Damen im Training für Lake-Louise-Abfahrten stark

Fünf ÖSV-Läuferinnen klassierten sich unter den besten Zehn. Vor den Abfahrten herrscht daher Optimisimus.

Österreichs Abfahrerinnen haben am Mittwoch auch im zweiten Training für die alpine Weltcup-Abfahrten in Lake Louise kräftig vorne mitgemischt. Nach der Bestzeit von Christine Scheyer am Vortag und vier aus dem rot-weiß-roten Ski-Team in den Top Ten, schafften es diesmal fünf ÖSV-Läuferinnen in diesen Bereich. Beste war Nicole Schmidhofer als Zweite hinter Kira Weidle.

Die Deutsche hatte allerdings satte 0,59 Sekunden Vorsprung auf die Steirerin. Zufrieden mit ihrer Fahrt war Schmidhofer dennoch. "Es hat sich um einiges besser angefühlt als gestern", meinte die Super-G-Weltmeisterin. "Die Freude ist riesengroß. Ich sehe, dass es ganz gut passt. Ich probiere jedes Training zu sehen wie ein Rennen. Die Piste hat sich schon sehr gut präsentiert." Am Dienstag war Schmidhofer bei 86/100 Rückstand auf Rang sieben gekommen.

Hinter der sich heranpirschenden Slowenin Ilka Stuhec (+0,79) belegte mit Cornelia Hütter eine weitere Steirerin Rang vier (0,83). Damit ging es im Vergleich zum Vortag um zwölf Ränge nach oben. "Wir haben von gestern auf heute etwas probiert, also ist es die richtige Richtung", schloss Hütter aus der Steigerung. "Ich hoffe aber schon, dass ich noch Reserven habe." Erst im Rennen will sie die Karten auf den Tisch legen. Dort, wo sie im Vorjahr einen Comeback-Sieg gelandet hatte.

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Videostudium sei in Folge vor dem für Donnerstag angesetzten dritten Training sehr wichtig, wobei die Bedingungen im Laufe der Einheit unterschiedlich waren. War in den Stunden davor Sonnenschein gewesen, hat es mit dem Start der ersten Läuferinnen zugemacht. Bei Scheyers Fahrt mit Nummer 29 war da nicht mehr viel mehr drinnen als ihr 20. Platz (2,18). "Es war dunkel und unruhig. Alle, die hinten gefahren sind, waren auch in der Ergebnisliste hinten", erkannte die Vorarlbergerin.

Eine Ausnahme war Christina Ager, sie wurde mit Startnummer 36. Zehnte (1,68). Davor landeten aus dem ÖSV-Lager noch Anna Veith (7./+1,29) und Stephanie Venier (9./1,37). Sie hatten die Nummern 7 bzw. 18. Hütter war dagegen mit der 1 unterwegs, Weidle mit der 2. "Es war eine Steigerung, aber allzu viel sollte man nicht darauf setzen", meinte die Deutsche. "Am Renntag zählt es." Sie wusste auch bisher, dass sie schnell sein könne, habe es aber noch nicht umgesetzt.