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Sport Wintersport
02/17/2022

Nordische Kombination: Nur Blech für Österreichs Herren

Norwegen holte sich Gold vor Deutschland und Japan. Die Österreicher hatten bis zum Schluss die Hand an einer Medaille.

Enttäuschte Gesichter im Lager von Österreichs Kombinierern bei den Olympischen Spielen in Peking: Nach dem Springen auf der Großschanze war das ÖSV-Quartett noch in Führung gelegen. Nach den 4 x 5 Kilometern im Langlauf mit acht Sekunden Vorspung wurde es allerdings nur Platz vier für Franz-Josef Rehrl, Johannes Lamparter, Lukas Greiderer und Martin Fritz.

Und es war ein durchaus spannendes Rennen in Zhangjiakou. Die Österreicher behaupteten sich bis zum Ende des dritten Läufers im Spitzenfeld gemeinsam mit Norwegen, Japan und Deutschland, ehe sich der dritte Norweger Jens Luras Oftebro vom Feld absetzen und mit klarem Vorsprung an seinen Schlussläufer Jørgen Graabak übergeben konnte.

Auf Medaillenkurs

Zu diesem Zeitpunkt hatte es gut ausgesehen mit einer Medaille für die Österreicher, denn der dritte Deutsche Eric Frenzel hatte den Anschluss verloren. Allerdings: Vinzenz Geiger, der Schlussläufer der Deutschen, schaffte wieder den Anschluss an den Österreicher Martin Fritz und den Japaner Ryōta Yamamoto und lief sogar noch auf Platz zwei.

Fritz verlor schließlich im Endspurt den Anschluss, womit den Österreichern nur Platz vier blieb. Das österreichische Kombinierer-Team bilanzierte damit in China nur mit einer Bronzemedaille im Normalschanzen-Einzel durch Greiderer. Vor vier Jahren hatte man Olympia-Bronze geholt und war auch bei den jüngsten drei Weltmeisterschaften ebenfalls nach Sprungführung jeweils Dritter. 

Franz-Josef Rehrl: "Schade, natürlich hätten wir uns mehr erhofft. Aber der Japaner am Schluss war extrem schnell, er hat dem schnellsten Sprinter, Vinzenz Geiger, Paroli bieten können, das muss man neidlos anerkennen und gratulieren."

Johannes Lamparter zeigte sich enttäuscht:  “Es hat schon einmal besser geflutscht unter den Füßen. Es läuft im Leben nicht alles nach Plan." Der sportliche Leiter, Mario Stecher, gibt zu: „Wir sind mit dem Gedanken gestartet, dass wir um Gold mitlaufen können. Leider ist es von Anfang an nicht gelungen, die anderen abreißen zu lassen."

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