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Sport | Wintersport
05/24/2019

Matthias Guggenberger trainiert Skeleton-Star Martins Dukurs

Der Tiroler ist neuer Chefcoach in Lettland und hofft auf eine Trainingsgemeinschaft mit Janine Flock.

Martins Dukurs hat sich die Bezeichnung Eis-Heiliger redlich verdient. In seiner Heimat Lettland ist der Skeleton-Pilot einer der bekanntesten und beliebtesten Sportler und wurde schon etliche Male ausgezeichnet und mit Trophäen und Ehrungen bedacht. Kein Wunder: Der 35-Jährige ist der erfolgreichste Skeletonathlet der Geschichte: Sechs Mal wurde Dukurs Weltmeister,  neun Mal Europameister, zwischen 2010 und 2017 gewann der Lette acht Mal den Gesamtweltcup.

Nur einem Titel fährt der Seriensieger Zeit seiner Karriere hinterher. Mit der Goldmedaille bei Olympischen Spielen wollte es für Martins Dukurs bislang noch nie klappen. Ein Österreicher soll ihm nun dabei helfen, 2022 in Peking sein großes Fernziel zu erreichen: Matthias Guggenberger ist der neue Chefcoach des kleinen lettischen Skeleton-Teams rund um Martins Dukurs und seinen älteren Bruder Tomass.

Den Tiroler verbindet schon lange eine Freundschaft mit den lettischen Brüdern. Im vergangenen Jahr hatte Guggenberger seine eigene Skeleton-Karriere auf Eis gelegt, um seine Freundin Janine Flock und eine Belgierin zu trainieren. Bei der WM in Whistler war er zudem auch Martins Dukurs mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Nachdem der Lette den Titel geholt hatte, war für ihn klar, dass er in Zukunft enger mit Guggenberger zusammen arbeiten würde.

"Es hat sich gut ergeben. Und es ist auch eine tolle Herausforderung und Aufgabe", sagt Matthias Guggenberger. Einmal im Monat reist der 34-Jährige nach Lettland, das Konditionstraining übernimmt ein eigener Athletikcoach. "Ich bin für die Materialentwicklung, die Betreuung an der Bahn und die Planung zuständig."

Offen ist noch, ob das Team Dukurs-Guggenberger durch Janine Flock Verstärkung bekommt. Wie Martins Dukurs verfolgt auch die mehrfache Europameisterin und Gesamtweltcupsiegerin von 2014/'15 das Fernziel Olympia, nachdem sie 2018 in PyeongChang auf dem vierten Platz gelandet war. Der österreichische Verband müsste eine Kooperation absegnen, "ich hoffe, das wird was, weil es wirklich für Janine Sinn machen würde", sagt Matthias Guggenberger.