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Sport | Wintersport
03/22/2019

Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Sagitowa holt auch WM-Gold

Die erst 16-jährige Russin setzte sich vor der Kasachin Tursinbajewa und ihrer russischen Landsfrau Medwedewa durch.

Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Alina Sagitowa hat sich am Freitag in Saitama in Japan ihren ersten WM-Titel geholt. Die erst 16-Jährige verteidigte in der Kür ihre im Kurzprogramm errungene Führung und gewann mit 237,50 Punkten. Die davor international weniger in Erscheinung getretene Kasachin Elisabet Tursinbajewa fixierte mit 224,76 Zählern Rang zwei, Dritte wurde die Russin Jewgenija Medwedewa.

Die drei japanischen Läuferinnen schrammten vor Heim-Publikum mit den Rängen vier bis sechs an den Medaillenrängen vorbei, wobei Rika Kihira als Vierte lediglich 0,31 Punkte auf Bronze fehlten. Die nach dem Kurzprogramm wegen eines Trainingszwischenfalls in die Schlagzeilen gekommenen Mariah Bell und Lim Eun-soo fielen von den Zwischenrängen sechs und fünf auf die Positionen neun und zehn zurück.

Die 16-jährige Südkoreanerin Lim hatte ihre 22-jährige US-Trainingskollegin Bell beschuldigt, ihr in einem WM-Training vor dem Kurzprogramm absichtlich am Bein eine Schnittwunde zugefügt zu haben. Erinnerungen an den Disput vor den Olympischen Spielen 1994 in Lillehammer kamen auf, als die "Eisfee" Nancy Kerrigan vom Clan der "Eishexe" Tony Harding eine Eisenstange zu spüren bekam. Der Weltverband (ISU) hat indes nach Konsultation beider Parteien Bell vom Vorwurf Kims freigesprochen.

Sagitowa agierte unbeeindruckt von diesem Zwist auch im zweiten Wettkampfteil am besten, aber auch ihre Moskau-Trainingskollegin Tursinbajewa beeindruckte. Die 19-Jährige stand als weltweit erste Athletin in einer Kür einen vierfachen Salchow fehlerfrei. Die Salzburgerin Sophia Schaller war als Kurzprogramm-37. ausgeschieden.

Im ersten Teil des Eistanz-Bewerbs setzten sich die dreifachen französischen Weltmeister und Titelverteidiger Gabriella Papadakis/Guillaume Cizeron mit 88,42 Punkten durch. Victoria Sinizina/Nikita Kazalapow belegten mit 83,94 Zählern knapp vor ihren russischen Landsleuten und Vizeeuropameistern Alexandra Stepanowa/Iwan Bukin (83,10) den zweiten Platz. Die Medaillen werden am Samstag (04.30 Uhr MEZ) in der Kür vergeben. Den Abschluss bildet am Samstag die Kür der Herren (9.30).