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28.10.2018

Eishockey-Star Dazjuk vor dem Wien-Gastspiel im Interview

Der 40-jährige Russe spielt am Sonntag mit St. Petersburg gegen Slovan Bratislava in Wien.

Mit einem 9:0-Kantersieg von ZSKA Moskau gegen Slovan Bratislava begannen die World Games der Kontinental Hockey League am Freitag in Wien spektakulär. Am Sonntag wird es für die Slowaken im zweiten und letzten Teil des russischen Werbefeldzuges in Österreich nicht leichter. Denn mit SKA St. Petersburg ist das zweite Top-Team der nach der NHL zweitbesten und zweitgrößten Eishockeyliga der Welt der Gegner von Slovan Bratislava (17 Uhr).

Die österreichischen Eishockey-Fans können dabei einem der Größten in der Geschichte dieses Sports auf die Kufen schauen: Mit St. Petersburg kommt Pawel Dazjuk nach Kagran. Der mittlerweile 40-jährige Russe ist einer von nur 28 Spielern des Triple-Gold-Clubs – also jener Herren, die den NHL-Stanley-Cup, WM-Gold und Olympia-Gold gewonnen haben. Für eine kleine Runde österreichischer Journalisten beantwortete Dazjuk Fragen und setzte dabei nur einmal kurz ein Lächeln auf.

KURIER: Welcher war der beste Moment Ihrer Karriere? Pawel Dazjuk: Das war sicher 1996 mein erstes Profi-Spiel für mein erstes Team Jekaterinburg.

Wenn Sie auf 22 Jahre Profi-Eishockey mit vielen Triumphen zurückblicken: Welcher war Ihr größter Sieg?

Wahrscheinlich der Gewinn der Goldmedaille mit Russland 2018 und natürlich der Stanley Cup mit Detroit 2002 und 2008.

Wie schaffen Sie es, so gute Leistungen im Alter von 40 Jahren abzuliefern?

Es ist viel einfacher, wenn um dich herum viele junge Leute sind. Und wenn du Eishockey liebst, hilft es deinem Körper – und ist es mental natürlich einfacher.

Wer sind die größten Herausforderer von St. Petersburg im Kampf um den KHL-Titel?

Dieses Jahr gibt es viele gute Mannschaften: ZSKA, Ufa, Awangard Omsk, Kasan. Sie spielen alle sehr, sehr hart, und es ist echt nicht leicht, zu gewinnen.

In der KHL sind Klubs bis zu 11.000 Kilometer voneinander entfernt. Die Reisestrapazen sind sehr hoch. Wie gehen Sie damit um?

Unser Land ist so groß, und wir fliegen so viel herum, dass wir nicht viel Freizeit haben. Meistens lese ich ein Buch und versuche mich auf Reisen auszuruhen. Das muss auch ich machen – denn wenn ich nach Hause komme, ist Kinderzeit (lächelt zum ersten und letzten Mal, Anm.).

Russische Spieler sind bekannt für ihre Technik und ihre eisläuferischen Fähigkeiten. Haben Sie Tipps für junge Österreicher?

Genießt euer Training! Genießt Eishockey! Das ist der beste Sport.

Was erwarten Sie von dem Spiel gegen Bratislava in Wien?

Es wird eine unglaubliche Atmosphäre. Es ist für uns alle etwas Neues, und wir werden den Moment genießen.

Was halten Sie von den World Games?

Es ist eine gute Idee, wenn du dadurch mehr Fans zum Sport bekommst und dafür Werbung machen kannst. Es ist doch durch und durch positiv, wenn das Interesse an unserem Sport steigt.

Was wissen Sie über österreichisches Eishockey?

Wir sehen bei den Weltmeisterschaften, dass es immer härter wird gegen Österreich. Das österreichische Eishockey wird immer besser.