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13.11.2018

EBEL: Die Capitals können doch noch gewinnen

Die Niederlagenserie vor der Länderspielpause setzt sich zwar nicht fort, alle Sorgen sind aber nicht vergessen.

Mit Spannung wurde das Duell mit Zagreb beim Wiener Anhang erwartet. Hat die achttägige Liga-Pause den Wienern gut getan? Sind die fünf Niederlagen von davor vergessen?

Nein, sind sie nicht. Die Capitals taten sich beim 2:1 n.V. am Dienstag lange Zeit sehr schwer. Zwar waren sie als besseres Team ins Spiel gegangen, doch sie vergaben einige Chancen stümperhaft. Nach der ersten Pause waren die Gäste spielbestimmend und die Wiener wirkten wie in der Niederlagenserie zuvor müde.

Die Capitals konnten keinen Druck auf das Tor des hervorragenden Zagreb-Torhüters Ivan Lisutin ausüben. Der Russe, der zuvor neun Saisonen in der KHL gespielte hatte, hielt bei den besten Möglichkeiten von DeSousa (23.) und Holzapfel (29.) stark. Auch Jean-Pilippe Lamoureux zeigte im Capitals-Tor außerordentliche Reflexe gegen Sylvestre und Zanoski.

Sieg in der Verlängerung

Laut wie selten zuvor war der Torjubel der 3400 Caps-Fans bei der Führung durch Arniel, dessen Schuss vom Schlittschuh eines Zagrebers ins Tor ging (50.).

Die Wiener hatten wieder  Leichtigkeit im Spiel nach vorne. Aber auch Leichtsinn hinten: Wall übersah Samuels-Thomas, der losstürmte und zum 1:1 traf (52.). In der Verlängerung erzielte  Schneider das viel umjubelte 2:1 (63.).

„Wir waren ohne Puck viel besser als zuletzt. Ich hoffe, dass unser Selbstvertrauen wieder kommt“, sagte Coach Dave Cameron, der ausdrücklich Rotter und Holzapfel lobte.

Villach verlor in Znaim 4:5 und zum neunten Mal in Folge. Graz führte bei Fehervar 6:3, gewann aber erst in der Verlängerung 7:6. Innsbruck überraschte Salzburg mit einem 3:2. Das Siegestor erzielte ausgerechnet Daniel Wacher, der in der vergangenen Saison in Salzburg nicht wirklich zum Zug gekommen war und daher im Sommer nach Innsbruck wechselte. Der KAC besiegte Linz 4:2. Nach nur 8:28 stand es 3:0 für den KAC und musste Linz-Keeper Ouzas wieder einmal für Kickert Platz machen.

Die Ergebnisse der 18. Runde

KAC - Black Wings Linz 4:2 (3:0,1:0,0:2).
Klagenfurt, 3.066. Tore: Fischer (1.), Witting (5.), Petersen (9.), Harand (29./PP) bzw. Lebler (44./PP, 59.). Strafminuten: 8 bzw. 10.

Red Bull Salzburg - HC TWK Innsbruck 2:3 (1:1,1:1,0:1).
Salzburg, 2.548. Tore: Feldner (3.), Hochkofler (26./PP) bzw. Yogan (9.), Guimond (38.), Wachter (57.). Strafminuten: 2 bzw. 10.

Vienna Capitals - KHL Medvescak Zagreb 2:1 n.V. (0:0,0:0,1:1-1:0).
Wien, 3.400. Tore: Arniel (50.), Schneider (63.) bzw. Samuels-Thomas (52.). Strafminuten: 2 bzw. 4.

Dornbirner EC - HC Bozen  1:4 (0:1,1:2,0:1).
Dornbirn, 1.780. Tore: Reid (37.) bzw. Catenacci (17.), Campbell (38./PP), Petan (40./Penalty), Marchetti (55.). Strafminuten: 12 bzw. 20

Fehervar AV19 - Graz 99ers 6:7 n.V. (1:2,4:4,1:0-0:1).
Szekesfehervar, 3.281. Tore: Koger (10./PP, 37.), Sarauer (25.), Caruso (28.), Hari (40., 56.) bzw. Hamilton (2., 19.), Yellow Horn (22.), Ograjensek (27.), Garbowsky (32./SH), Oberkofler (35./PP), Caito (65.). Strafminuten: 10 bzw. 16

HC Znaim - VSV 5:4 (1:0,1:1,3:3).
Znaim, 2.236 Zuschauer. Tore: Kalus (18., 29./PP), McPherson (46./PP, 59.), Stretch (55./PP) bzw. Maxa (30.), Petrik (42.), Fraser (55., 60.). Strafminuten: 8 bzw. 12