© DIENER / Juergen Wassmuth

Biathlon-WM
02/11/2020

Dominik Landertinger: Der Erfolgsläufer versucht den Neustart

Rechtzeitig vor der Biathlon-Weltmeisterschaft in Antholz fasst der Tiroler wieder Mut.

Wenn Großveranstaltungen sind, ist Dominik Landertinger gut in Schuss. Vier olympische Medaillen holte der 31-jährige Biathlet in seiner Karriere: Silber in Vancouver 2010, Silber und Bronze in Sotschi 2014, Bronze in Pyeongchang 2018. Dazu kommen vier WM-Medaillen, eine davon in Gold.

Doch in seine neunte Weltmeisterschaft im Südtiroler Antholz (ab 13. Februar) startet Landertinger in dieser Woche unter ganz anderen Voraussetzungen. Der erfolgsverwöhnte Athlet blickt auf zwei durchwachsene Winter zurück. „Eine Zielsetzung ist aufgrund der Problematiken im Vorfeld schwierig“, sagt er.

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Was war passiert?

Nach seinem Bandscheibenvorfall im Oktober 2017 kam Landertinger etwas aus der Spur, er musste in der Loipe ein Schonhaltung einnehmen und irgendwann lief gar nichts mehr. Nach den ersten Rennen dieser Saison zog er die Reißleine, unterzog sich intensiven Tests und einer zeitaufwendigen Physiotherapie.

Lernprozess

Das Problem war, dass sich nach der Verletzung die Muskelgruppen nicht mehr richtig ansteuern ließen, vor allem im Gesäß. „Soweit läuft jetzt wieder alles nach Plan“, sagt Landertinger. „Therapeutisch habe ich viel weitergebracht. Die Muskeln haben erst wieder lernen müssen, mitzuarbeiten. Gerade in der Langlauftechnik kostet so eine Umstellung aber sehr viel Kraft, hauptsächlich im Kopf. Da habe ich im Training voll bei der Sache sein müssen.“

Die letzten Rennen hätten ihm nun gezeigt, dass es nun besser geht. „Jetzt gilt es, noch ein paar PS reinzubringen.“ Klar ist aber auch, dass eine Medaille im Moment außer Reichweite ist. Und dies will Landertinger nutzen: „Ohne Erwartungen reinzugehen, kann auch zum Vorteil werden. Ich möchte mich von Rennen zu Rennen steigern und irgendwann auch läuferisch wieder in der Lage sein, mit der Null am Schießstand vorne dabei zu sein.“ Seine Klasse hatte Landertinger zuletzt als Startläufer der Staffel in Ruhpolding gezeigt: Nach guter Schussleistung übergab er als Vierter, Österreich holte letztlich Platz drei.

Der WM-Staffelbewerb am 22. Februar ist eine der größten Medaillenchancen für den ÖSV, der mit 15 Athleten, acht Herren und sieben Damen zur WM reisen wird.

Große Herausforderung ist die Höhenlage von 1.650 Metern, Antholz ist die höchstgelegene Station für die Biathleten. Landertinger: „Am Schießstand wird die Luft schon dünn. Und auch in der Loipe braucht man eine gute Form.“ Die Erinnerungen an die Biathlon-Station in Südtirol ist bei Landertinger aber positiv: „In Antholz habe ich schon einige Male eine Podestplatzierung zusammengebracht und bin nur knapp am Weltcupsieg vorbeigeschrammt. Die Anlage hier liegt mir auf jeden Fall.“

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