Alpine Skiing World Cup in Bormio

© EPA / ANDREA SOLERO

Sport Wintersport
12/30/2020

Doppelsieg in Bormio: Das Ende der ÖSV-Durststrecke

Matthias Mayer gewinnt den Abfahrts-Klassiker vor Teamkollege Vincent Kriechmayr. Es ist der erste Sieg für den ÖSV in dieser Saison.

"Hier runter setzen sich nur die besten und die mutigsten Skifahrer durch."

ÖSV-Cheftrainer Andreas Puelacher hatte schon so eine leichte Vorahnung, dass die berüchtigte Pista Stelvio der ideale Boden für den ersten österreichischen Saisonsieg sein könnte. Denn seit jeher gilt für die ÖSV-Abfahrer: Je anspruchsvoller eine Strecke, desto besser sind die Österreicher in Fahrt.

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Vier Hundertstel

Dieses Motto sollte sich auch in der spektakulären Abfahrt von Bormio bewahrheiten: Im letzten Rennen vor dem Jahreswechsel durfte die Skination endlich den ersten Saisonsieg bejubeln. Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr sei Dank, die sich ein internes Duell um Platz eins lieferten und im Ziel nur durch vier Hundertstelsekunden getrennt waren.

Es war auch schon höchste Zeit für einen österreichischen Erfolg: Ganze 23 Rennen dauerte die Durststrecke – so lange hatte das ÖSV-Team seit dem Winter 1986/’87 nicht mehr auf den ersten Sieg warten müssen. „Das ist cool“, sagte Gewinner Matthias Mayer, der vor zehn Jahren in Bormio seine erste Weltcupabfahrt bestritten hatte. „Diese Saison hat ja für mich eher mäßig angefangen.“ Bis zur Abfahrt in Bormio hatte es der Doppel-Olympiasieger in diesem Winter noch auf kein Podium geschafft.

Das mag auch daran gelegen haben, dass ihm die Abfahrten von Val-d“Isère und Gröden nicht wirklich behagen, mit Sicherheit waren daran aber auch die Fehler Schuld, die ihm – wie auch seinem Teamkollegen Vincent Kriechmayr – immer wieder unterliefen.

Glücksnummer 13

Mayer hat freilich noch eine andere Theorie für seine Siegesfahrt: Die Startnummer. Mit der 13, die der Kärntner am Mittwoch trug, feierte er fünf seiner zehn Weltcupsiege, so auch im Jänner auf der Streif, wo Mayer und Kriechmayr für den bis dato letzten österreichischen Doppelsieg gesorgt hatten.

So emotional damals dieser Triumph vor 40.000 Fans war, so bedeutend war der gestrige Doppelsieg vor leeren Rängen in Bormio. Denn nach der langen Serie von sieglosen Rennen war schon Kritik an Österreichs Skiläufern aufgekommen. „Jetzt wird hoffentlich wieder weniger blöd geredet“, sagte der zweitplatzierte Kriechmayr im ORF-Interview.

SKI-ALPINE-WORLD-ITA-MEN-DOWNHILL-PODIUM

Matthias Mayer fuhr den 14. österreichischen Abfahrtssieg auf der Stelvio ein, damit stellte der ÖSV in der Weltcup-Historie dieser Abfahrt die Hälfte aller Gewinner. Als letzter Österreicher hatte Hannes Reichelt 2012 in Bormio gewonnen. Für den Routinier war die Rückkehr auf jene Piste, auf der er sich 2019 das Kreuzband gerissen hatte, eine extreme Herausforderung.

Reichelt kam wie sieben andere Läufer nicht ins Ziel, überstand die Fahrt aber wie sämtliche Sturzopfer unbeschadet.

Endstand:

1.

Matthias Mayer (AUT)

1:57,32

 

2.

Vincent Kriechmayr (AUT)

1:57,36

+0,04

3.

Urs Kryenbühl (SUI)

1:57,38

+0,06

4.

Dominik Paris (ITA)

1:57,45

+0,13

5.

Mauro Caviezel (SUI)

1:57,48

+0,16

6.

Aleksander Aamodt Kilde (NOR)

1:57,60

+0,28

7.

Ryan Cochran-Siegle (USA)

1:57,62

+0,30

8.

Matthieu Bailet (FRA)

1:57,70

+0,38

9.

Johan Clarey (FRA)

1:57,79

+0,47

10.

Beat Feuz (SUI)

1:57,91

+0,59

11.

Christof Innerhofer (ITA)

1:57,95

+0,63

12.

Marco Odermatt (SUI)

1:58,12

+0,80

13.

Max Franz (AUT)

1:58,28

+0,96

14.

Romed Baumann (GER)

1:58,34

+1,02

15.

Matteo Marsaglia (ITA)

1:58,52

+1,20

16.

Maxence Muzaton (FRA)

1:58,57

+1,25

17.

Felix Monsen (SWE)

1:58,68

+1,36

18.

Brice Roger (FRA)

1:58,70

+1,38

19.

Andreas Sander (GER)

1:58,73

+1,41

20.

Jared Goldberg (USA)

1:58,78

+1,46

21.

Manuel Schmid (GER)

1:58,86

+1,54

22.

Daniel Hemetsberger (AUT)

1:58,91

+1,59

23.

James Crawford (CAN)

1:59,08

+1,76

24.

Adrien Theaux (FRA)

1:59,13

+1,81

 

Otmar Striedinger (AUT)

1:59,13

+1,81

26.

Simon Jocher (GER)

1:59,28

+1,96

27.

Josef Ferstl (GER)

1:59,43

+2,11

28.

Christopher Neumayer (AUT)

1:59,47

+2,15

29.

Stefan Rogentin (SUI)

1:59,51

+2,19

30.

Dominik Schwaiger (GER)

1:59,62

+2,30

 

Weiter:

 

 

31.

Christian Walder (AUT)

1:59,67

+2,35

41.

Stefan Babinsky (AUT)

2:01,19

+3,87

Ausgeschieden u.a.: Hannes Reichelt (AUT), Nils Allegre (FRA), Bryce Bennett (USA), Carlo Janka (SUI), Niels Hintermann (SUI), Ralph Weber (SUI)

Gesamtwertung (nach 13 Rennen):

1.

Aleksander Aamodt Kilde (NOR)

465

2.

Alexis Pinturault (FRA)

462

3.

Marco Odermatt (SUI)

391

4.

Henrik Kristoffersen (NOR)

312

5.

Mauro Caviezel (SUI)

307

6.

Ryan Cochran-Siegle (USA)

273

7.

Matthias Mayer (AUT)

264

8.

Filip Zubcic (CRO)

250

9.

Vincent Kriechmayr (AUT)

248

10.

Loic Meillard (SUI)

209

11.

Kjetil Jansrud (NOR)

201

12.

Urs Kryenbühl (SUI)

194

13.

Beat Feuz (SUI)

178

14.

Tommy Ford (USA)

174

15.

Lucas Braathen (NOR)

168

 

weiter:

23.

Manuel Feller (AUT)

130

25.

Marco Schwarz (AUT)

126

30.

Max Franz (AUT)

110

37.

Adrian Pertl (AUT)

93

40.

Otmar Striedinger (AUT)

88

41.

Christian Walder (AUT)

80

52.

Christian Hirschbühl (AUT)

54

59.

Stefan Brennsteiner (AUT)

46

61.

Fabio Gstrein (AUT)

44

63.

Roland Leitinger (AUT)

39

69.

Michael Matt (AUT)

32

73.

Dominik Raschner (AUT)

29

84.

Hannes Reichelt (AUT)

19

88.

Daniel Hemetsberger (AUT)

16

101.

Magnus Walch (AUT)

10

104.

Raphael Haaser (AUT)

8

112.

Stefan Babinsky (AUT)

4

116.

Christopher Neumayer (AUT)

3

119.

Christoph Krenn (AUT)

2

Abfahrt Herren (3):

1.

Aleksander Aamodt Kilde (NOR)

190

2.

Matthias Mayer (AUT)

158

3.

Ryan Cochran-Siegle (USA)

136

4.

Urs Kryenbühl (SUI)

127

5.

Beat Feuz (SUI)

126

6.

Martin Cater (SLO)

106

7.

Vincent Kriechmayr (AUT)

100

8.

Dominik Paris (ITA)

92

9.

Otmar Striedinger (AUT)

88

10.

Johan Clarey (FRA)

87

11.

Mauro Caviezel (SUI)

82

12.

Romed Baumann (GER)

79

13.

Max Franz (AUT)

71

14.

Andreas Sander (GER)

63

15.

Kjetil Jansrud (NOR)

61

 

weiter:

30.

Daniel Hemetsberger (AUT)

16

42.

Christopher Neumayer (AUT)

3

Mannschaft Herren (13):

1.

Schweiz

1967

2.

Norwegen

1704

3.

Österreich

1445

4.

Frankreich

1266

5.

USA

695

6.

Deutschland

692

7.

Italien

576

8.

Slowenien

354

9.

Kroatien

250

10.

Kanada

164

11.

Schweden

82

 

Slowakei

82

13.

Großbritannien

36

14.

Russland

31

15.

Belgien

13

16.

Niederlande

5

17.

Finnland

4

Nationencup (23):

1.

Schweiz

3309

2.

Österreich

2725

3.

Norwegen

2228

4.

Italien

1807

5.

Frankreich

1476

6.

USA

1422

7.

Deutschland

839

8.

Slowenien

615

9.

Slowakei

597

10.

Kanada

387

11.

Schweden

292

12.

Kroatien

267

13.

Tschechien

244

14.

Polen

63

15.

Großbritannien

59

16.

Niederlande

53

17.

Russland

53

18.

Neuseeland

44

19.

Japan

30

20.

Belgien

13

21.

Finnland

8

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