Sport | Wintersport
15.11.2018

Bob-Pilotin Christina Hengster beendet die Karriere

Die Tiroler Pilotin holte EM-Bronze und war Dritte im Gesamtweltcup

Christina Hengster hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Einerseits übt der Bobsport auf sie noch immer eine große Faszination aus, andererseits fehlten der 32-Jährige zuletzt mehr und mehr der Antrieb und die Perspektive. Bei Olympischen Spielen war die Innsbrucker Bob-Pilotin bereits, eine EM-Medaille (Bronze) hat sie auch schon, und der dritte Rang im Gesamtweltcup, den sie 2015/'16 erreicht hatte, wird nicht mehr zu toppen sein. "Es ist jetzt ein guter Zeitpunkt aufzuhören", meint Hengster.

Wie alle Athleten, die sich dem Bobsport verschrieben haben, war auch die Tirolerin eine Idealistin. Die Schlitten sind extrem teuer - Hengster hatte sich vor drei Jahren um 48.000 Euro einen Bob gekauft - die Preisgelder vernachlässigbar. Dazu wird der heimische Bob- und Skeletonverband schon seit längerem von Finanzproblemen geplagt. "Es war nicht immer einfach, sich nur auf den Sport zu konzentrieren", erklärt Christina Hengster. Dass nach den Olympischen Spielen in PyeongChang nun auch noch ihr langjähriger Coach Manfred Maier das Handtuch warf, bekräftigte die Juristin nur in ihrem Entschluss, mit 32 Jahren einen Schlussstrich zu ziehen.

Österreich ist im Weltcup nunmehr mit Pilotin Kati Beierl vertreten, die bereits im vergangenen Winter einige Top-Ten-Resultate herausgefahren ist.