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24.03.2018

Biathlon: Überlegener Sieg von Fourcade in Tjumen

Dem Franzosen gelingt in der Verfolgung ein Start-Ziel-Erfolg. Simon Eder wird als bester Österreicher Achter.

Wie der Salzburger Marcel Hirscher bei den alpinen Ski-Herren hat Biathlet Martin Fourcade nach Fixierung seines siebenten Gesamtsieges in Folge am vorletzten Tag der Weltcup-Saison noch einmal zugeschlagen. Der Franzose gewann am Samstag in Tjumen in Russland die Verfolgung durch einen Start-Ziel-Sieg und 47,9 Sekunden vor dem Norweger Johann-Thignes Bö. Der Salzburger Simon Eder wurde Achter.

Der mit einem aus seinem Sprint-Sieg resultierenden Bonus von 33,2 Sek. in die Konkurrenz gegangene Fourcade zog an der Spitze einsam seine Kreise. Seinen einzigen Fehlschuss leistete sich der 29-Jährige bei mehr als einer Minute Vorsprung beim letzten der vier Schießen. Trotz Strafrunde lief er locker zu seinem neunten Saisonsieg sowie seinem 70. im Weltcup. Den Verfolgungs-Weltcup entschied Fourcade 32 Punkte vor J. T. Bö vor sich, Eder belegte als bester Österreicher Rang neun.

Das war er mit Abstand auch im Samstag-Rennen. Von Rang 27 aus bot der 35-Jährige eine starke Leistung, nur ein Schießfehler brachte ihn noch in die Top Ten (+2:11,4). "Bei der zweiten und dritten Serie habe ich auf der Wange so starken Wind gespürt, dass ich wieder absetzen musste. Zum Glück hat er dann nachgelassen. Es war insgesamt alles andere als leicht. Dass ich in der Schlussrunde noch drei Plätze gutmachen konnte, ist natürlich gut für das Selbstvertrauen. Jetzt hoffe ich für morgen auf einen tollen Saisonabschluss", sagte Eder.

Für ihn und Julian Eberhard wartet am Sonntag (14.00 Uhr, live ORFeins) über 15 km mit Massenstart der letzte internationale Saison-Einsatz. Eberhard verpatzte die Verfolgung von Platz 15 aus gestartet, er wurde nach acht Schießfehlern lediglich 33. (+4:10,5). Daniel Mesotitsch (4/5:39,1) und Felix Leitner (8/6:03,9) wurden 43. bzw. 48.

Während der Südtiroler Lukas Hofer als einziger in den Top Ten ohne Schussfehler blieb und dafür mit Endrang drei belohnt wurde (+1:08,4 Min.), hatte Dominik Landertinger auf einen Start verzichtet. Der 30-jährige Tiroler entschied nach dem Aufwärmen wegen eines starken Hustenreizes nicht anzutreten. Es bestand Verdacht auf eine Bronchitis-Erkrankung.

Drei ÖSV-Damen in den Top 30               

Kaisa Mäkäräinen gewann das letzte Verfolgungsrennen der Damen. Die Sprint-Zweite setzte sich trotz zweier Strafrunden im Zielsprint gegen die Französin Anais Bescond (+ 0,2 sec./1 Fehler) durch. Rang drei ging an die Deutsche Laura Dahlmeier (+ 17,5/1).                  

Lisa Hauser schaffte es nach dem Sprint (13.) auch in der Verfolgung in die Top-15. Die 24-jährige Tirolerin büßte mit insgesamt drei Strafrunden allerdings zwei Plätze ein und landete mit 1:39,0 Minuten Rückstand auf Rang 15. Katharina Innerhofer schien nach vier Strafrunden wie im Sprint auf Rang 23 auf. Julia Schwaiger (3 Fehler) holte als 26. erneut wertvolle Weltcuppunkte.