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Sport
07/01/2019

Wimbledon: Sensation durch eine 15-Jährige

Cori Gauff, die Nummer 313 der Tennis-Welt, schlug US-Landsfrau Venus Williams.

Die erst 15-jährige Cori Gauff sorgte in Wimbledon für die große Überraschung. Die Nummer 313 der Tennis-Welt entschied am Montag das Generationen-Duell zweier US-Amerikanerinnen mit Venus Williams dank eines 6:4, 6:4-Erfolgs für sich und zog damit als jüngste Spielerin seit 1991 in die zweite Runde ein.

Gauff hatte zuvor im Alter von 15 Jahren und 122 Tagen als jüngste Spielerin in der Geschichte des Profi-Tennis seit 1968 die Qualifikation des Rasenturniers gemeistert.

Tränen

„Ich weiß nicht, wie ich mich fühle. Es ist das erste Mal, dass ich weine nach einem Match, das ich gewonnen habe“, sagte Gauff nach dem Sieg über ihr 39 Jahre altes Idol. Die ältere Williams-Schwester hatte schon zwei ihrer fünf Wimbledon-Titel gewonnen, bevor Gauff am 13. März 2004 geboren wurde. Das Talent trifft bei seinem Grand-Slam-Debüt in der zweiten Runde auf die Slowakin Magdalena Rybarikova.

Die Weltranglistenzweite Naomi Osaka (Bild oben) hat es gleich in Runde eins erwischt. Die 21-jährige Japanerin unterlag der Kasachin Julia Putinzewa in 1:35 Stunden 6:7 (4), 2:6.Heuer hatte Osaka bereits die US Open und die Australian Open gewonnen. In der Weltrangliste droht sie nun zurückzufallen.

Debakel für Deutschland

Am Montag verloren sieben von sieben Deutsche ihre Spiele. Der 22-jährige Alexander Zverev verabschiedete sich  gegen den  tschechischen Qualifikanten Jiri Vesely. Völlig frustriert scheiterte der Weltranglisten-Fünfte auf der altehrwürdigen Anlage im Südwesten Londons mit einem 6:4, 3:6, 2:6, 5:7. Zverev hatte sich auf eine schwierige Erstrundenpartie eingestellt und der Weltranglisten-108. Vesely bestätigte schnell seine Einschätzung.

Um 17:43 Uhr Ortszeit stand fest, dass kein einziger der ersten sieben deutschen Starter –  fünf Herren und zwei Damen – am Eröffnungstag die zweite Runde erreichte.

Titelverteidiger Novak Djokovic erreichte hingegen sicher die zweite Runde. Der topgesetzte Serbe bezwang den Deutschen Philipp Kohlschreiber nach 2:02 Stunden mit 6:3,7:5,6:3. Der "Djoker" trifft nun auf den US-Amerikaner Denis Kudla. Djokovic geht beim dritten Major des Jahres auf seinen insgesamt 16. Grand-Slam-Titel los.

Ebenfalls mühelos in der Runde der letzten 64 des mit umgerechnet insgesamt 42,47 Mio. Euro dotierten Events stehen der als Nummer 4 gesetzte Südafrikaner Kevin Anderson und der dreifache Major-Sieger Stan Wawrinka (SUI-22). Anderson besiegte den Franzosen Pierre-Hugues Herbert 6:3,6:4,6:2, Wawrinka ließ dem Belgier Ruben Bemelmans nur sieben Games.