Sport
31.07.2018

Wiener Major wartet mit heißem "Hexenkessel" auf

Veranstalter erwartet bei großer Hitze mehr 100.000 Fans - Doppler/Horst möchten an erfolgreiche WM anschließen.

Ein Jahr nach der Beach-Volleyball-WM wird es von morgen bis Sonntag auf der Wiener Donauinsel - nicht nur wegen der Hitzewelle - wieder heiß hergehen. Die österreichischen Teams möchten angeführt von den Vizeweltmeistern Clemens Doppler/Alexander Horst auch beim Major für Furore sorgen. Die Turnierausrichter erhoffen sich möglichst viele Heimsiege und volle Tribünen mit insgesamt mehr als 100.000 Fans.

Hoffen auf Kulisse wie im Vorjahr

"Wir werden uns richtig ins Zeug hauen, dass wieder so etwas herauskommt wie im letzten Jahr" betonte Veranstalter Hannes Jagerhofer bei der Kick-off-Pressekonferenz am Dienstag. Der Kärntner hatte das wegen des großen Zuschauerzuspruchs und der Kulisse am Wörthersee einzigartige Turnier nach dem Aus in Klagenfurt im Vorjahr in die Hauptstadt geholt.

Wien, wo noch zumindest bis 2020 gespielt wird, ist heuer Teil der hoch dotierten Major-Serie. Diese richtet Jagerhofer mit seiner Agentur seit 2016 weltweit aus. "Wir haben uns überlegt, wie können wir das Niveau halten, weil die WM ist anders - auch im Sinne von Budget. Aber das Schöne war und ist, dass uns alle unsere Partner treu geblieben sind und wir auch neue Partner präsentieren dürfen", so Jagerhofer. Das Turnierbudget beträgt sieben Millionen Euro, 150 Personen arbeiten an der Vorbereitung mit, 800 in der Veranstaltungswoche.

Großer Druck für Doppler/Horst

Ab Mittwoch wird im diesmal blau gehaltenen Stadion mit 8.000 Plätzen der Damenbewerb bespielt. Doppler/ Horst starten am Donnerstag und würden gern wieder bis Sonntag dabei sein. "Wir wollen natürlich wieder weit kommen. Dass das nicht leicht ist, wissen wir. Aber wir fühlen uns sehr gut", sagte Horst. Die Erinnerungen an die WM seien natürlich wieder wach geworden. "Wir haben eine große Freude, hier wieder spielen zu können, wo unser Sommermärchen schlechthin wahr geworden ist." Aufgrund des Vorjahreserfolges sei der Druck natürlich groß. "Ich hoffe, dass wir mit den Zuschauern im Rücken wieder unser Bestes spielen können", sagte Horst.

Doppler will von den Erfahrungen aus dem Vorjahr profitieren. "Der Unterschied ist, dass wir wissen, was uns erwartet. Die Stimmung im Vorjahr war unschlagbar, heuer ist es unter Anführungszeichen nur ein Major und keine WM, da wird man aber keinen Unterschied spüren. Das Stadion ist ein richtiger Hexenkessel, es wird sehr laut, wir sind voller Vorfreude", meinte der Vizeweltmeister.

Norwegische Favoriten

Als Turnierfavoriten gelten nach ihren Siegen beim Major in Gstaad und der EM die jungen Norweger Anders Mol/Christian Sörum. "Natürlich träumen wir auch hier von einer Medaille, wir sind momentan auf einer Welle und wir wollen unseren Rhythmus halten", sagte Sörum.

ÖVV-Sportdirektor Nik Berger traut seinen Teams viel zu. Schließlich hätten im Saisonverlauf alle rot-weiß-roten Spitzenduos schon favorisierte Topgegner geschlagen. "Für Doppler/Horst als Vize-Weltmeister können trotz der enormen Dichte ohnehin nur die Top fünf der Anspruch sein. Für alle weiteren Duos sind die Top Ten ebenfalls in Reichweite", sagte Berger.

Auch die Damen um Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig seien für Spitzenergebnisse gut, bekräftigte der Ex-Profi. "Wir freuen uns, hier spielen und diese Atmosphäre genießen zu dürfen", erklärte Plesiutschnig, die mit ihrer Partnerin heuer erstmals ein deutlich schlechter gesetztes World-Tour-Turnier gewonnen hat.

Sechs scheiterten in der Qualifikation

Von sieben österreichischen Teams sind am Dienstag sechs vorzeitig ausgeschieden. Nur Robin Seidl/Philipp Waller schafften den Einzug in die zweite Runde, die am Mittwoch gespielt wird. Sie treffen im Kampf um den Einzug in die Gruppenphase am Center Court auf Marco Caminati/Enrico Rossi.