© APA/AFP/CHRISTOF STACHE

Sport
01/18/2020

Vorbildwirkung: Deutsche Schiris sollen hart durchgreifen

Die Bundesliga soll in Deutschland Vorbild für den Amateurfußball sein, wo es viele Übergriffe auf Unparteiische gibt.

von Andreas Heidenreich

Es war eine kurze Winterpause in Deutschland, die an diesem Wochenende mit der 18. Runde beendet wird. Wer die Liga verfolgt, darf sich nicht wundern, wenn er ab sofort mehr Gelbe und Rote Karten zu sehen bekommt. Denn die deutschen Schiedsrichter wurden bei ihrem Winter-Trainingslager in Portugal angewiesen, künftig härter durchzugreifen.

Grund dafür sind laut Schiri-Boss Lutz Michael Fröhlich die gewaltsamen Übergriffe auf viele Unparteiische im Amateurfußball, dessen Vorbild die Profis an der Spitze seien. „Niemand kann akzeptieren, dass Schiedsrichter an der Basis gewaltsam attackiert werden. Im Vergleich zu den europäischen Wettbewerben gibt es in der Bundesliga inzwischen zu viele Unsportlich- und Respektlosigkeiten. Wir müssen gegensteuern, um den Fußball und die Schiedsrichter in den unteren Ligen zu schützen“, betont Fröhlich gegenüber der Bild. Demnach soll es künftig in folgenden Punkten keine Toleranz mehr und schneller Gelb geben, wenn ...

... ein am Boden liegender Spieler verbal attackiert wird.

... Spieler auf den Schiedsrichter zulaufen.

... gestenreich protestiert wird.

... der Ball weggetragen oder -geworfen wird.

... Gelb für einen Gegner oder der Einsatz des Videobeweises gefordert wird.

... ein Spieler ohne Gegner-Kontakt simuliert.

Platzverweise

Rote Karten soll es schneller geben, wenn ein Spieler ...

... durch eine Unsportlichkeit eine größere Rudelbildung auslöst.

... reklamiert, Gelb sieht und weitermeckert.

In der Tat sind all diese Vorgaben nicht neu und stehen zum Großteil so im Regelbuch. Die Praxis zeigt jedoch, dass die Unparteiischen damit nicht immer gnadenlos umgehen. Oft wird von ihnen das berühmte „Fingerspitzengefühl“ verlangt. Damit soll – laut Lutz Michael Fröhlich – Schluss ein. „Es soll niemand verblüfft sein, wenn es am Wochenende die eine oder andere Karte mehr gibt.“

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