Tennis-Teamchefin: "Wir Frauen gingen immer ein bisschen unter"

TENNIS: BILLIE JEAN KING CUP/PLAY-OFF: ÖSTERREICH - LETTLAND: MARUSKA
Marion Maruska, Kapitänin des österreichischen Teams, über Ungerechtigkeiten, große Zeiten und den Aufschwung der Frauen.

Marion Maruska kann auf ein Jahr des Aufschwungs im rot-weiß-roten Frauentennis zurückblicken. Das Billie-Jean-King-Cup-Team schlug im November daheim Lettland mit Weltklassefrau Jelena Ostapenko und darf im April die Qualifikation für die Weltgruppe spielen. Gegner ist auswärts die USA. "Das wird schwierig, aber ich weiß aus meiner aktiven Zeit, dass es nicht unmöglich ist", sagt die Kapitänin, die 2002 beim Sieg in den USA dabei war.

Zu wenig gewürdigt

Insgesamt waren Österreichs Frauen dreimal in einem Weltgruppen-Semifinale, geschrieben und berichtet wurde aber viel mehr von der einzigen Halbfinalteilnahme der Männer, die 1990 im Prater Stadion den USA  nach einem legendären Duell 2:3 unterlagen. "Wir sind im Gegensatz zu den Herren medial immer ein bisschen untergegangen", erinnert sich Maruska. Dabei erlebte die heute 50-Jährige, die 1997 in den Top 50 der Welt war, die Hochblütezeit des österreichischen Frauen-Tennissports - mit zahlreichen Top-100-Spielerinnen. "Wir haben uns gegenseitig gepusht damals, waren fast alle Südstadt-Kinder."

Hoffnungsschimmer

Nach einer Dürrezeit geht es nun mit Österreichs Frauentennis wieder aufwärts. "Wir haben mit Julia Grabher wieder eine Top-100-Spielerin, auch sonst kommt einiges nach." Noch müsse man sich aber in Geduld üben.

Was Marion Maruska, Teamkapitänin und Verbandsbeauftragte im ÖTV, zur Preisgeldschere, den Ungerechtigkeiten im Tennis-Zirkus und Österreichs Situation sagt, sehen Sie im folgenden Video:

KURIER Sport Talk mit Marion Maruska

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