Nach 0:2-Rückstand gegen Tsitsipas: Djokovic gewinnt die French Open

Nach 0:2-Rückstand gegen Tsitsipas: Djokovic gewinnt die French Open
Der Serbe bezwingt in einem Marathon den ersten griechischen Major-Finalisten und holt seinen 19. Grand-Slam-Titel.

Ein Satz fehlte zum Märchen, ein Satz, und die griechische Heldensaga wäre zu Ende geschrieben worden.

Stefanos Tsitsipas führte gegen den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic mit 2:0 in Sätzen, danach zeigte der Serbe, dass  für ihn keine Situation aussichtslos ist und siegte  nach mehr als vier Stunden Spielzeit mit 6:7, 2:6, 6:3, 6:2, 6:4 und kürte sich zum zweiten Mal nach 2016 zum French Open-Sieger. Es war übrigens die erste Fünf-Satz-Partie in einem Paris-Finale seit 2004, damals schlug Gaston Gaudio seinen argentinischen Landsmann Guillermo Coria im Entscheidungssatz (auch nach 0:2-Satzrückstand).

Für den 34-jährigen Djokovic war es der 19. Grand-Slam-Titel, nun  fehlt noch eine Trophäe auf Rafael Nadal, den er im Halbfinale in die Knie gezwungen hatte, und Roger Federer (je 20).

Djokovic ließ sich die Strapazen vom Halbfinal-Erfolg über Paris-König Nadal doch ein bisschen anmerken, schlug aber dennoch im ersten Durchgang auf den Satzgewinn auf. Dann kam die beste Zeit des erst 22-jährigen Tsitsipas, der wie im Rausch auch den zweiten Satz für sich entschied.

Aber zu guter Letzt beherrschte Novak Djokovic mit vielen Emotionen das finale Geschehen, man merkte, wie sehr er diesen Titel gewollt hatte und wie viel er für diesen investiert hat.

Nach 0:2-Rückstand gegen Tsitsipas: Djokovic gewinnt die French Open

Viele Emotionen: Tsitsipas

Der Traum

„Es ist ein Traum, hier zu gewinnen. Stefanos hat mir alles abverlangt, er wird große Titel holen“, sagt Djokovic, der damit unterstrich, dass er zurecht die Nummer eins der Welt ist und damit der beste Spieler der Gegenwart.  

Tsitsipas verpasste den Sprung auf Platz drei im Ranking, wird aber am Montag hinter Djokovic, Daniil Medwedew und Rafael Nadal Vierter sein und damit Österreichs Ass Dominic Thiem überholen. Der Österreicher bleibt damit auch der einzige Gewinner eines Grand-Slam-Turniers seit 2017, der  nicht Djokovic, Nadal oder Federer heißt.

Seit 1992 (Jim Courier) war es nur Djokovic, der die ersten beiden Grand-Slam-Turniere des Jahres holen konnte. Das Kunststück, die Australian Open und die French Open zu gewinnen, gelang ihm auch schon 2016.  

Damit besteht auch weiterhin die Chance, dass er als erster Spieler seit 1969 (Rod Laver) alle vier Grand-Slam-Turniere eines Kalenderjahres gewinnt. Bei den Damen schafften dies seither auch Margaret Court (1970) und Steffi Graf (1988). Der sogenannte Grand Slam bleibt auch das große Ziel des Serben.

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