TENNIS-ATP-ESP

© APA/AFP/OSCAR DEL POZO / OSCAR DEL POZO

Sport Tennis
05/05/2021

Dominic Thiem ist in Madrid von sich selbst positiv überrascht

Am Donnerstag ist der Österreicher gegen den Australier Favorit. Danach könnte aber der Russe Andrej Rublew warten.

Die Rückkehr auf die Tour ist Dominic Thiem geglückt. Nach dem glatten 6:1,6:3 über den US-Qualifikanten Marc Giron trifft der US-Open-Sieger beim Masters-1000-Turnier in Madrid am Donnerstag im Achtelfinale auf den Australier Alex de Minaur. Auch, wenn Thiem gegen den ATP-24. eine 3:0-Bilanz stehen hat, so wird die Hürde doch eine weit höhere als jene zum Auftakt. Meistert der 27-jährige Niederösterreicher auch diese, dann könnte es ein Duell mit dem starken Russen Andrej Rublew geben.

Gute Erinnerungen

„Ich war eigentlich positiv überrascht“, meinte Thiem nach seinem ersten Auftritt seit 16. März. Neben der Tatsache, dass sein Gegner schon einige Matches in den Beinen hatte, war Thiem mit einigen tollen Erinnerungen auf den Center Court zurückgekehrt. „Ich habe auf dem Platz einige der besten Matches meiner Karriere gespielt, das erleichtert Sachen. Ich bin glücklich, dass ich mir die Chance auf ein weiteres Match gegeben habe.“

Es wird erst sein 11. Tour-Match in diesem bisher verpatzten Jahr mit Verletzungen und Motivationsproblemen. Thiem hält nun bei je fünf Siegen und Niederlagen, doch mit der Sandplatz-Saison sollte es sowohl in dieser Bilanz, als auch im „Race to Turin“ wieder steil nach oben gehen.

Positive Bilanz

Gegen de Minaur hat Thiem in bisher drei Aufeinandertreffen (alle best of five) in zehn Sätzen nur einen abgegeben. „Gegen ihn habe ich bei den US Open gespielt, in Graz auch schon einmal auf Sand“, erinnerte er sich an den Davis Cup gegen Australien, wo er den angesprochen Satzverlust erlitt. „Ein absoluter Topspieler, ich freue mich aufs Match.“

Thiem will sich langsam an sein Toplevel heranarbeiten, und dieses spätestens in Roland Garros Ende Mai erreichen. „Sicher gibt es unzählige Dinge zu verbessern, aber fürs erste Match auf dem Center Court war es richtig gut. Aber die Erwartungen sind noch immer sehr niedrig.“ Dennoch stimme die Richtung, die guten Trainingseinheiten mit Rublew und Jannick Sinner bestätigten ihn.

Zweifel hatte es in den Wochen vor Madrid ohnehin genug bei ihm gegeben. „Es gab Zeiten im März, da habe ich mich generell schlecht gefühlt. Ehrlich gesagt, war ich mir vor zwei Wochen nicht sicher, ob ich hier spielen werde“, gestand Thiem in der internationalen Pressekonferenz. Seine Erwartungen seien immer noch sehr niedrig. „Ich hoffe, ich kann sie von Turnier zu Turnier anheben.“

Eine Frage der Intensität

Die Pause hat ihm jedenfalls gut getan, er könne nun wieder alles geben. „Ich brauche 100 Prozent Intensität und 100 Prozent Energie für mein Spiel. Ich bin nicht der Typ, der ein Match durchservieren kann oder der mit wenig Intensität immer noch gewinnen kann.“

Gesehen hat man diese Intensität im ersten Match seiner Sandplatz-Saison, keine Spur von Rost beim Lichtenwörther. „Ich war mit der Power meiner Schläge und mit meiner Beinarbeit glücklich“, konstatierte Thiem nach seinem ersten Match nach 49 Tagen Pause.

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