Sport
23.10.2018

Thiem will beim "absoluten Heimturnier" viel herausholen

Dominic Thiem hat sich für das Stadthallenturnier viel vorgenommen. Ein Belgier ist am Dienstag erster Gegner.

Alle Jahre wieder. Dominic Thiem schaut bereits zum neunten Mal in der Stadthalle vorbei. Und trotzdem soll heuer einiges anders sein, als bei den vergangenen acht Auftritten, die ihm lediglich einen Viertelfinaleinzug (2013) bescherten. „Heuer habe ich mehr Selbstvertrauen, bessere Ergebnisse vorher gehabt. Und nicht so einen Sch... wie in den vergangenen Jahren gespielt“, sagt der Lichtenwörther.

Heuer ist die Erwartungshaltung noch ein bisserl größer als sonst. Nicht nur, weil er gut in Form ist, sondern weil er erstmals auch topgesetzt ist und zumindest der Erstrundengegner am Dienstag (nicht vor 17 Uhr) mit dem Belgier Ruben Bemelmans nicht unbedingt der Kategorie „Weltklasse“ zuzuordnen ist. „Der Titel wäre die ultimative Krönung, weil Wien mein absolutes Heimturnier ist.“

Es kommen auch Erinnerungen hoch: „Seit ich drei oder vier Jahre alt war, war ich jedes Jahr hier. Da hat es keine Unterbrechung gegeben. Vom Kleinkind, das noch nichts vom Tennis verstanden hat, bis zum interessierten Zuschauer, und dann der flüssige Übergang zum aktiven Spieler. Es ist eine echte Traumbeziehung“, sagt der 25-Jährige, der 2010 in Wien mit einer Qualifikationsniederlage gegen den Türken Marsel Ilhan begonnen hat und 2011 sein erstes Hauptbewerbsmatch ausgerechnet gegen Thomas Muster gewonnen hat. „Da denke ich daran, wie geil das Match, die Stimmung in der Halle und wie besonders die Konstellation war.“ Sein Freund Dennis Novak schlägt am Mittwoch gegen den Russen Karen Chatchanow auf.

Heiliges Fest in Teneriffa

Die nächsten Wochen sind auch schon verplant. Nach Wien geht es zum ATP-1000-Turnier nach Paris-Bercy, danach im günstigsten Fall nach London zum ATP-Finale. Der Trainingsaufbau für die nächste Saison wird etwas verlängert, dieses Mal bleibt Dominic Thiem auch über die Weihnachtstage in Teneriffa, auch die Eltern kommen.