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Tennis ja! Aber nicht um jeden Preis!
Die Bedingungen in Roland Garros sind sehr zu hinterfragen, die Matches keine Augenweide.
Man hat in Roland Garros einiges richtig gemacht. Der Centre-Court bekam ein Dach, Flutlicht-Spiele sorgen dafĂŒr, dass Nachtarbeit geleistet werden kann.
Schön wÀre gewesen, dass diese Errungenschaften, die höchst an der Zeit gewesen waren, unter normalen UmstÀnden prÀsentiert werden können. Dass man in den von Corona geplagten Zeiten um jeden Preis Turniere veranstalten muss, hilft freilich den Spielern, die von ihrer Arbeit abhÀngig sind.
Jedoch: Hat man im Mai und Juni bei zwar nicht garantiertem, aber doch tendenziell schönerem Wetter hochklassige Sandplatz-Matches bestaunen dĂŒrfen, kann man schon nach den ersten zwei Spieltagen sagen: Das macht keinen SpaĂ. Regenunterbrechungen gab es auch im SpĂ€tfrĂŒhling, aber die PlĂ€tze sind zu dieser Jahreszeit noch um einiges langsamer und die nĂ€chsten Wochen bleiben feucht und kalt. Damit noch nicht genug, werden erstmals langsamere BĂ€lle verwendet.
Dass dazu nahezu ohne Fans, 1.000 dĂŒrfen auf die Anlage kommen, gespielt wird, macht die Angelegenheit noch unansehnlicher. Bei den US Open gab es zwar gar keine Zuschauer, dort wurde aber aufgrund der Bedingungen feinstes Hartplatz-Tennis geboten.
Tennis ja! Aber nicht um jeden Preis! Damit schadet man diesem wunderbaren Sport nur.
