French Open tennis tournament at Roland Garros

© EPA / JULIEN DE ROSA

Kommentar
09/28/2020

Tennis ja! Aber nicht um jeden Preis!

Die Bedingungen in Roland Garros sind sehr zu hinterfragen, die Matches keine Augenweide.

von Harald Ottawa

Man hat in Roland Garros einiges richtig gemacht. Der Centre-Court bekam ein Dach, Flutlicht-Spiele sorgen dafür, dass Nachtarbeit geleistet werden kann.

Schön wäre gewesen, dass diese Errungenschaften, die höchst an der Zeit gewesen waren, unter normalen Umständen präsentiert werden können. Dass man in den von Corona geplagten Zeiten um jeden Preis Turniere veranstalten muss, hilft freilich den Spielern, die von ihrer Arbeit abhängig sind.

Jedoch: Hat man im Mai und Juni bei zwar nicht garantiertem, aber doch tendenziell schönerem Wetter hochklassige Sandplatz-Matches bestaunen dürfen, kann man schon nach den ersten zwei Spieltagen sagen: Das macht keinen Spaß. Regenunterbrechungen gab es auch im Spätfrühling, aber die Plätze sind zu dieser Jahreszeit noch um einiges langsamer und die nächsten Wochen bleiben feucht und kalt. Damit noch nicht genug, werden erstmals langsamere Bälle verwendet.

Dass dazu nahezu ohne Fans, 1.000 dürfen auf die Anlage kommen, gespielt wird, macht die Angelegenheit noch unansehnlicher. Bei den US Open gab es zwar gar keine Zuschauer, dort wurde aber aufgrund der Bedingungen feinstes Hartplatz-Tennis geboten.

Tennis ja! Aber nicht um jeden Preis! Damit schadet man diesem wunderbaren Sport nur.

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