Die Jagd ist eröffnet: Julian Alaphilippe geht als Führender in die letzte Tour-Woche. 

© APA/AFP/JEFF PACHOUD

Sport
07/23/2019

Sechs Fahrer kämpfen um den Tour-de-France-Sieg

Der Franzose Julian Alaphilippe geht als Leader in die Schlusswoche mit vier schweren Bergetappen.

von Christoph Geiler

Am Sonntag herrschte bei Julian Alaphilippe das erste Mal bei dieser Tour de France Alarmstufe Gelb. Zwei Wochen lang war der Franzose auf dem Rad die Souveränität in Person und hatte keine Schwäche gezeigt, doch beim Anstieg auf den Prat d'Albis stieß der Leader an seine Grenzen. Alaphilippe büßte Zeit ein und geht jetzt mit eineinhalb Minuten Vorsprung in die letzten Tage, die es in sich haben. Von Mittwoch bis Samstag warten schwierige Etappen in den Alpen, die das Gesamtklassement auf den Kopf stellen können.

Die Rad-Fans können sich jedenfalls auf ein packendes Finale freuen. Denn zahlreiche Fahrer dürfen sich noch Hoffnungen auf den Gesamtsieg machen. Auch Julian Alaphilippe muss man weiter auf der Rechnung haben. Die Frage wird sein, ob die Nummer eins der Welt so viele Bergetappen in Folge überstehen kann – und ob sein Etixx-Quick-Step-Team stark genug ist, um die Angriffe der Konkurrenz abzuwehren.

Geraint Thomas +1:35 Minuten (Team Ineos)

Der Titelverteidiger hielt sich bislang bei der Tour diskret zurück. Auffallend war, dass der Waliser am Sonntag nicht mit den besten Kletterern Tritt halten konnte, möglicherweise machen ihm auch die Folgen seines schweren Sturzes bei der Tour de Suisse zu schaffen. Das Plus von Thomas: Sein Ineos-Team ist dank Egan Bernal mit einem zweiten Fahrer im Spitzenfeld vertreten. „Wir sind immer noch sehr gut dabei. Wir sind nicht in Gelb und sind nicht den ganzen Tag vorne. Aber es gibt mehrere Wege, die Tour de France zu gewinnen. Wir sind in einer superstarken Position“, sagt Thomas.

Steven Kruijswijk +1:47 (Team Jumbo)

Der Niederländer scheint im Moment das stärkste Team an seiner Seite zu haben. Die Jumbo-Mannschaft durfte bei dieser Tour de France bereits vier Tagessiege verbuchen und präsentierte sich dabei vor allem bei den schweren Bergetappen in hervorragender Verfassung. Auch Mannschaftskapitän Steven Kruijswijk selbst ist in den steilen Anstiegen höher einzuschätzen als der führende Franzose Julian Alaphilippe. Ein fünfter Platz im Vorjahr war bislang das beste Ergebnis des 32-jährigen Niederländers, der am Sonntag als Achter 49 Sekunden auf Thibaut Pinot eingebüßt hatte. 

Thibaut Pinot +1:50 Minuten (Groupama-FDJ)

So angriffslustig und souverän wie der Franzose in den Pyrenäen aufgetreten ist, scheint er aktuell in den Bergen der stärkste Fahrer zu sein. Deshalb sehen mittlerweile viele Experten den 29-jährigen Thibaut Pinot am Ende in Paris ganz oben. 

Egan Bernal +2:02 (Ineos)

Mit 22 Jahren ist der Kolumbianer mit Abstand der jüngste Fahrer im Spitzenfeld. Der Sieger der Tour de Suisse ist einerseits ein wertvoller Helfer für seinen Teamkollegen Geraint Thomas, er hat aber auch die Fähigkeiten, um für den Titelverteidiger in die Bresche springen zu können.

Emanuel Buchmann +2:14 (Bora-hansgrohe)

Der 26-Jährige ist seit langem wieder der erste Deutsche, der auch in der Gesamtwertung im Spitzenfeld zu finden ist. Vor allem in den Bergen präsentierte sich Buchmann zuletzt erstaunlich souverän und trittsicher. 

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