Sport
24.10.2018

Ringen: Martina Kuenz holt mit Bronze ihre erste WM-Medaille

Nach 18-jähriger Durststrecke gab es bei den Titelkämpfen in Budapest wieder eine WM-Edelmetall für den ÖRSV.

Martina Kuenz hat Österreichs Ringersport die erste WM-Medaille nach 18 Jahren Pause beschert. Die Freistil-Ringerin aus Tirol holte am Mittwoch in Budapest Bronze in der Klasse bis 72 kg. Kuenz besiegte die Ägypterin Samar Hamza mit 2:1 nach Punkten. Bereits bei den diesjährigen Europameisterschaften hatte sich die Athletin vom RSC Inzing Bronze gesichert.

Nach Gold für Nikola Hartmann 2000 in Sofia durfte mit Kuenz wieder eine Österreicherin vom WM-Podest strahlen. Schon in Vorjahr zeigte sie bei der WM mit Platz fünf auf. In Paris musste sie sich im Kampf um Platz drei geschlagen geben, ein Jahr später durfte sich die 24-Jährige ebendort über einen Sieg freuen.

Vorsprung erfolgreich verteidigt

Nach einem Freilos in der ersten Runde und einem Sieg gegen die Inderin Rajni traf Kuenz im Achtelfinale auf Justina di Stasio. Die spätere Goldmedaillengewinnerin aus Kanada siegte mit 6:3, Kuenz musste in die Hoffnungsrunde. Dort erarbeitete sich die Polizeisportlerin mit einem Erfolg über Alexandra Anghel aus Rumänien die Chance auf Edelmetall.

Gegen Hamza verbuchte Kuenz schon nach knapp 40 Sekunden den ersten Punkt und legte später nach. Nachdem die Ägypterin verkürzte, wehrte das ÖRSV-Aushängeschild die Attacken der Gegnerin im Finish erfolgreich ab. Kuenz ballte die Fäuste und feierte mit den mitgereisten Anhängern mit der "Welle".

Neben der Topleistung von Kuenz holte auch die erstmals für Österreich angetretene gebürtige Ukrainerin Oleksandra Kogut eine gute Platzierung. Die Ex-Weltmeisterin belegte in der Klasse bis 50 kg den neunten Rang. Am Donnerstag beginnen in Budapest die Bewerben im Griechisch-Römischen Stil. Für den heimischen Ringsportverband werden Benedikt Puffer (bis 72 kg) und Michael Wagner (bis 82 kg) am Start sein.