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Sport
08/19/2019

Rapid-Tormann Strebinger: "Diese Siege sind die schönsten"

Rückhalt Strebinger verteidigt den neuen Stil, Sportdirektor Barisic und Vorgänger Bickel erklären Potzmanns Abschied.

von Alexander Huber

Pragmatisch sammelt Rapid unter Didi Kühbauer die Punkte ein. Auf das glückliche 2:1 gegen Altach folgte bei Sturm ein hart erkämpftes 1:0. Wirklich schön anzusehen war es wieder nicht, aber dem Trainer geht es – vorerst – nur um Stabilität und Siege.

Tormann Richard Strebinger verteidigt den neuen, pragmatischen Stil: "Drei Punkte kriegen wir auch ohne schön zu spielen." Siegtorschütze Stefan Schwab ergänzt: "Ich bin hier bei Sturm schon so oft in Schönheit gestorben, ich will das nicht mehr erleben. Es geht um die Tugenden und Punkte, das ist das Wichtigste, das hat gepasst."

Einzuschätzen wissen die Väter des 1:0 den Auftritt sehr wohl. "Es war keine Fünf-Sterne-Leistung, im Training war die Passqualität höher", sagt Strebinger. "Aber so war ich mittendrin und musste mutig sein. Diese Siege sind die schönsten."

Viel Luft nach oben

Schwab rechnet: "Unser Vorteil ist: Wir haben viel Luft nach oben. Ich bin ziemlich sicher, dass die Leistungen mit mehr Glauben an uns besser werden."

Nicht mehr dabei ist Marvin Potzmann, der an den LASK verkauft wurde.

Sportdirektoren-Blick

Damit sind von Fredy Bickels acht Sommertransfers 2018 nur noch Knasmüllner, Barac und Martic beim Verein. "Um Marvin tut es mir leid, weil er charakterlich top ist", sagt der Ex-Sportdirektor.

Überrascht ist der Schweizer nicht: "Er hat bei der Verpflichtung betont, wie wichtig ihm das absolute Vertrauen des Trainers ist."

Ex-Coach Djuricin ("Potzi ist eine Maschine") forcierte den Außenverteidiger, der (um die Doppelbelastung auszuhalten) Schmerzmittel nahm. Gerade als Kühbauer übernahm, streikte der Körper und der 25-Jährige fiel in ein Formloch. Jetzt setzt Kühbauer auf die schnörkelloseren Ullmann und Schick.

"Marvin war sehr unzufrieden mit seiner Situation als Reservist. Als das Angebot vom LASK kam, ist alles schnell über die Bühne gegangen", erzählt Zoran Barisic. Der Sportdirektor betont, "dass Potzmann nicht verschenkt wurde". Für den Kauf von Ullmann (600.000 Euro) wurde aber sicher mehr Kapital bewegt.

Da der LASK zwischen den Brügge-Spielen rotieren wird, könnte Potzmann bereits am Samstag gegen seinen Ex-Klub spielen.