Fußball, Oesterreich - Nordirland

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Sport
01/22/2021

Österreichs Sportstars fordern eine Rückkehr des Teamsports

ÖFB-Kapitän Baumgartlinger: "Körperliche und mentale Gesundheit sind unser wichtigstes Gut".

Heimische Sportstars haben sich der Initiative von elf österreichischen Teamsport-Verbänden angeschlossen, die sich auch in der Coronavirus-Pandemie eine baldige Rückkehr zum Breiten- und Nachwuchssport zum Ziel gesetzt hat. ÖFB-Teamkapitän Julian Baumgartlinger etwa betonte die Bedeutung einer "nachhaltigen Perspektive" - insbesondere für Kinder und Jugendliche.

"Der Breitensport ist für hunderttausende Menschen in Österreich, vor allem für Kinder und Jugendliche, ein zentraler sozialer und gesundheitlicher Aspekt, der auch wichtige integrative Aufgaben erfüllt", erklärte der Leverkusen-Legionär am Freitag in einer gemeinsamen Aussendung mehrerer Verbände. "Körperliche und mentale Gesundheit sind unser wichtigstes Gut."

Ähnlich sieht es der frühere Beach-Volleyball-Europameister Clemens Doppler. "Auf Sport komplett zu verzichten kann nicht der richtige Weg sein", meinte der 40-Jährige. "Bewegungsmangel hat wissenschaftlich erwiesen viele Langzeitfolgen, wovon auch das Gesundheitssystem abhängt."

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Die Folgen des Bewegungsmangels registrierte der Familienvater auch bei seiner eigenen Tochter. "Man merkt den fehlenden Sport bei der Konzentration, der Ausgeglichenheit und sogar beim Schlafen. Ich bin dafür, dass der Sport wieder schrittweise aufgesperrt wird", sagte Doppler. Corona-Tests - ähnlich wie sie für die Schulen geplant sind - seien dafür wohl der einzige Weg. "Wenn man die Schulen wieder aufsperrt, sollte man auch schrittweise den Sport in Vereinen sobald wie möglich wieder erlauben."

Laut Doppler bestünde auch das Risiko, dass die Kinder dem Sport nicht erhalten bleiben. "Gerade bei Teamsportarten ist das soziale Miteinander wichtig, das jetzt komplett fehlt", sagte der Vize-Weltmeister von 2017. Dazu kommt der physiologische Aspekt.

"Dass Kinder bereits über Monate hinweg nicht regelmäßig trainieren können, hemmt sie sehr stark in ihrer sportlichen Entwicklung", meinte etwa Eishockey-Nationalteamkapitän Thomas Raffl.

Handball-Nationalspielerin Sonja Frey vom dänischen Topklub Esbjerg sagt: „Bewegung und Sport im Verein sind für Kinder und Jugendliche, die in einer Stadt leben, von großer Bedeutung. Ich bin selbst in Wien aufgewachsen und das Vereinstraining war in meiner Kindheit und Jugend ein essenzieller Teil meiner sportlichen und persönlichen Entwicklung, die zu dem geführt hat, was ich im Sport erreichen konnte. Ich hoffe, dass es den Kindern in sämtlichen Ländern bald wieder möglich sein wird, ihren Sport auszuüben, um sie nicht auf Dauer zu verlieren."

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