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Sport Motorsport
07/06/2020

Sebastian Vettel: "Ich habe Helmut Marko um Rat gebeten"

Der Deutsche war von seinem Aus bei Ferrari überrascht und rief seinen Vertrauten an

"Ich habe Helmut Marko um Rat gebeten und mit ihm gesprochen" gab Sebastian Vettel am Montagabend in der ServusTV-Sendung Sport & Talk zu. Der 33-Jährige sei sehr überrascht gewesen, als er von Ferrari die Nachricht bekam, dass das Team ab 2021 nicht mehr mit ihm planen wird. Helmut Marko sei ein Vertrauter, Vettel wollte sich die Meinung des 77-jährigen Motorsportberaters von Red Bull einholen.

Erfolgsteam

Mit Marko und Red Bull gewann Vettel 38 Rennen (und eines für Toro Rosso) und vier Mal den WM-Titel. Insgesamt hält Vettel bei 52 Grand-Prix-Siegen und liegt damit in der ewigen Bestenliste auf Rang drei hinter Michael Schumacher (91) und Lewis Hamilton (84).

Um ein Cockpit bei Red Bull sei es in den Gesprächen mit Marko nicht gegangen. Denn dort sind Max Verstappen und Alexander Albon derzeit unumstritten, wie auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner sagte.

Wie es mit Vettel weitergeht, bleibt offen. Drei Varianten seien möglich, sagte der Deutsche: Ein Engagement bei einem anderen Team, eine Pause von einem Jahr oder ein endgültiger Rücktritt.

Er müsse ein Umfeld finden, das passt. „Die letzten fünf Jahre habe ich in vielerlei Hinsicht sehr genossen, aber sie haben auch sehr viel Kraft gekostet“, gestand Vettel. Ums Geld geht es ihm für eine weitere Zukunft in der Formel 1 nicht.

Geld spielt keine Rolle

„Das Finanzielle ist überhaupt nicht im Vordergrund. Ich bin nach wie vor sehr ehrgeizig, Motorsport ist mein Leben. Mit der richtigen Aufgabe und dem richtigen Platz würde ich mich nach wie vor sehr zu Hause fühlen.“

Allerdings: wenn er seinen Rücktritt erklären sollte, dann soll dieser auch halten. „Wenn man die Entscheidung trifft, die Tür zuzumachen, ... muss man bereit sein, die geschlossene Tür geschlossen zu lassen“, sagte Vettel, der bestätigte, dass er sich in der Steiermark eine Almhütte gekauft hat. Diese besucht er aktuell nur einmal im Jahr, dies könne in Zukunft aber weit öfter passieren, deutete er an.