Sport | Motorsport
03/21/2019

Mick Schumacher: Vergleich mit "Idol" Michael kein Problem

Mick Schumacher steht vor dem Start in die neue Saison besonders im Fokus - er wandelt auf den Spuren seines Vaters.

Ein roter Rennwagen, ein Helm mit den berühmten sieben Sternen oben drauf, dazu das Ferrari-Logo - und seitlich steht der Name: M. Schumacher. Wäre der Helm von Mick Schumacher nicht Giftgrün und Gelb, sondern Rot, dann könnte man den ab Freitag 20-Jährigen beinahe für seinen Vater halten.

Der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher startet Ende März in Bahrain in seine erste Saison im Formel-1-Paddock - Schumacher startet für das Prema-Team in der Formel 2. Außerdem ist er seit einigen Wochen Ferrari-Junior und damit noch ein Stück näher am schweren Erbe seines Vaters.

"Ich kann so viel von Ferrari lernen, weil dieser Rennstall so große Erfahrung hat", erklärt Schumacher den lange erwarteten Schritt, der Akademie in Maranello beizutreten - und damit auch seine bestehenden Bande zu Mercedes zu kappen, mit deren Motor er 2018 Formel-3-Europameister wurde. "Sie haben mich in die Familie aufgenommen, eine Familie, die immer Teil meiner Familie war - ich bin sehr glücklich.

Natürlich führt der Schritt in die Ferrari-Akademie unweigerlich zu Vergleichen mit seinem Vater. Mick sieht es gelassen. "Meinen Vater als mein Idol zu haben ist etwas ganz Besonderes. Mit ihm verglichen zu werden war für mich nie ein Problem." Vielmehr ist der berühmte Vater ein Ansporn für den jungen Deutschen. "Es ist einfach, mit dem besten Rennfahrer der Formel-1-Geschichte verglichen zu werden, das muss das Ziel sein."

Vor dem Start in die neue Saison hält Schumacher die Erwartungen aber bewusst niedrig: "Ich kann nur lernen und mich verbessern. Der Schritt selbst von der Formel 3 ist nicht so riesig - der schwierigste Teil ist es, die Reifen zu verstehen. Wir haben viel mehr Abtrieb und höhere Geschwindigkeiten, also verlangen wir dem Auto noch viel mehr ab. Das ist eine schöne Herausforderung."

Ziele will sich Schumacher für seine erste Saison im Dunstkreis des Formel-1-Zirkus keine setzen. Wie schon in Formel 4 und Formel 3 ist das erste Jahr für den Deutschen ein Lernjahr. Allerdings könnte er schon 2019 seine ersten Gehversuche in der Königsklasse wagen - denn als Ferrari-Junior gilt Schumacher als einer der Kandidaten auf ein Cockpit bei den Testfahrten während der Formel-1-Saison bei Ferrari oder Alfa Romeo.