Sport | Motorsport
29.09.2018

Bottas schnappt Hamilton die Sotschi-Pole weg

Sebastian Vettel landet im Qualifying mit einer halben Sekunde Rückstand auf dem dritten Rang.

Valtteri Bottas startet am Sonntag zum sechsten Mal in seiner Karriere als Erster in einen Formel-1-Grand-Prix: Der Finne aus dem Mercedes-Team fuhr im Qualifying von Sotschi am Samstag die schnellste Zeit, neben ihm wird WM-Titelverteidiger und Teamkollege Lewis Hamilton beginnen (13.10 Uhr MESZ, live ORFeins und RTL).

„Es fühlt sich natürlich gut an, es ist auch erst die zweite Pole in diesem Jahr“, sagte Bottas. Er profitierte von einem Fehler Hamiltons, der auf seiner letzten Runde mit einem Hoppala im Mittelsektor die mögliche Pole vergab – der viermalige Weltmeister konnte seinen Wagen gerade noch einfangen. Mit dem Fehler wollte sich der 33-Jährige jedoch nicht groß befassen: „Es war ein echt gutes Wochenende so weit.“

AUTO-F1-PRIX-RUS-PREVIEWS

Rückstand in Rot

0,155 Sekunden trennten die beiden Silberpfeile voneinander, wesentlich aussagekräftiger war da der Vorsprung auf den Rest der Formel-1-Welt – Sebastian Vettel lag im Ferrari bereits 0,556 Sekunden zurück.

„Es hätte ein bisschen enger sein sollen, es war aber nicht genug, um ihnen gefährlich zu werden. Ich habe dann noch im letzten Sektor einen kleinen Fehler gemacht, ich musste es aber versuchen. Ich bin ziemlich froh, der Wagen hat sich gut angefühlt, was mich für den Sonntag positiv stimmt“, sagte Vettel, der in der WM-Wertung schon 40 Punkte Rückstand auf Hamilton hat.

Weniger erfreulich war eine weitere Unzulänglichkeit bei Ferrari im letzten Training – nicht die erste in dieser Saison, in der Vettel durch eigene, aber auch Fehler seiner Crew zurückgeworfen wurde: Unmittelbar vor Ende der Abschlusseinheit musste Vettel seinen Ferrari ausgangs der Boxengasse abrupt abstellen, weil es für eine Ausfahrt schon zu spät war.

Offenbar eine Kommunikationspanne. Und er musste dann sogar selbst mitanpacken, um den Wagen rückwärts wieder in die Garage zu rollen. Solche Patzer darf sich Ferrari jedoch nicht mehr erlauben, sonst wird Vettel auch in seinem vierten Scuderia-Jahr nicht die WM nach Italien holen.