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05.05.2018

Alonso gewinnt WEC-Debüt bei den Sechs Stunden von Spa

Er kam, er sah, er siegte: Der in der Formel 1 leidgeprüfte Fernando Alonso gewann sein Debüt mit Toyota in Spa.

Er kann doch noch gewinnen: In der Formel 1 ist Fernando Alonso seit 2013 sieglos, bei den 500 Meilen von Indianapolis im Vorjahr schied er in aussichtsreicher Position kurz vor Schluss aus - nun steht der mittlerweile 36-jährige Asturier endlich wieder auf der obersten Stufe eines Motorsport-Treppchens. Bei den 6 Stunden von Spa-Francorchamps gab Alonso im Toyota-Werksteam sein Debüt in der Langstrecken-Weltmeisterschaft - und durfte gleich einen Sieg feiern.

Gemeinsam mit den beiden Ex-Formel-1-Fahrern Kazuki Nakajima und Sebastien Buemi pilotierte Alonso einen von zwei Werks-Toyotas und fuhr von der Pole Position ein überlegenes Rennen zum Sieg. Alonso hatte dabei die Ehre, den Schlussabschnitt auf dem Ardennenkurs zu fahren, und musste sich in der Schlussphase des Rennens gegen das heranstürmende Schwesterauto (Mike Conway/Kamui Kobayashi/Jose Maria Lopez) verteidigen. Am Ende reichte es beim erst zweiten Langstreckeneinsatz - Alonso hatte im Jänner die 24 Stunden von Daytona, die nicht zur Langstrecken-WM zählen, bestritten - zu seinem ersten Sieg und damit auch zur Tabellenführung in der Langstrecken-WM.

Überschattet wurde das Rennwochenende - wie so oft in Spa - von mehreren schweren Unfällen. Schon am Freitag war Pietro Fittipaldi - Enkel des Ex-Formel-1-Weltmeisters Enzo Fittipaldi - in der berüchtigten Eau Rouge verunglückt und hatte sich dabei Brüche an beiden Beinen zugezogen. Am Samstag verunfallte zunächst Harry Tincknell an derselben Stelle, blieb dabei aber unverletzt. Die nötigen Reparaturen an der Begrenzung führten dennoch zu einer Rennunterbrechung. Später im Rennverlauf verunfallte auch Matevos Isaakyan am Eau-Rouge-Ausgang heftig, auch der Russe blieb zum Glück unversehrt.

Für Alonso und seine Teamkollegen ist das Rennen in Spa der Auftakt zur sogenannten WEC-Superseason. Die Langstrecken-WM reformiert 2018 ihren Kalender, der bis jetzt dem Jahresrhythmus folgte, und wird künftig über den Jahreswechsel hin ausgetragen, sodass die 24 Stunden von Le Mans im Juni das Saisonfinale darstellen. Die an diesem Wochenende begonnene Saison endet erst 2019 mit dem Klassiker an der Sarthe.